Energie Cottbus

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FC Energie Cottbus
Logo
Basisdaten
Name Fußballclub Energie Cottbus e. V.
Sitz Cottbus, Brandenburg
Gründung 31. Januar 1966
Farben Rot-Weiß
Mitglieder 2.830 (Juni 2017)
Präsident Michael Wahlich
Website www.fcenergie.de
Erste Mannschaft
Trainer Claus-Dieter Wollitz
Stadion Stadion der Freundschaft
Plätze 22.528
Liga Regionalliga Nordost
2016/17 2. Platz
Heim
Auswärts

Der FC Energie Cottbus (vollständiger Name: Fußballclub Energie Cottbus e. V.) ist ein Fußballverein aus Cottbus. Er wurde 1963 als SC Cottbus gegründet und 1966 in BSG Energie Cottbus umbenannt. 1990 wurde die Betriebssportgemeinschaft (BSG) aufgelöst und der Verein in FC Energie Cottbus umbenannt.

Die erste Vereinsmannschaft spielte von 1997 bis 2014 in der 1. und 2. Bundesliga. Nach zwei Jahren Zugehörigkeit zur 3. Liga tritt der FC Energie seit der Saison 2016/17 in der viertklassigen Regionalliga Nordost an.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Historisches Motiv einer Ehrennadel von Energie Cottbus

Nach der Saison 1962/63 wurde die gerade aus der DDR-Oberliga abgestiegene Mannschaft des SC Aktivist Brieske-Senftenberg nach Cottbus delegiert und dem dort neu gegründeten SC Cottbus angeschlossen. Als zweite Fußballmannschaft des neuen Sportclubs fungierte die ausgegliederte Mannschaft der BSG Lokomotive Cottbus. Ziel des SC Cottbus war es, Talente im Club zu konzentrieren und den Lokalrivalen ASG Vorwärts Cottbus als stärksten Fußballverein abzulösen. Nachdem dieses Vorhaben gescheitert war, wurde die Sektion Fußball 1966 aus dem Sportclub ausgegliedert und der am 31. Januar 1966 neu gegründeten Betriebssportgemeinschaft Energie Cottbus angeschlossen. Den Namen „Energie“ bekam die neue BSG von Bodo Krautz, einem von 450 Lausitzer Sportinteressierten, die an der Namensfindung für die Cottbuser Fußballer bei einem Leserwettbewerb der Lausitzer Rundschau teilnahmen. Der ehemalige Bezirk Cottbus galt mit mehreren Kraftwerken und Braunkohletagebauen als Energieproduzent. Als nach der politischen Wende von 1989 und den damit verbundenen wirtschaftlichen Veränderungen das System der Betriebssportgemeinschaften nicht weitergeführt werden konnte, gründeten Mitglieder der BSG-Sektion Fußball am 1. Juli 1990 den FC Energie Cottbus.

Sportliche Ereignisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 1991[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor dem Mauerfall spielte Energie Cottbus 21 Jahre in der DDR-Liga und schaffte für sechs Jahre den Sprung in die DDR-Oberliga. Der erste Aufstieg gelang am 7. Juli 1973, sichergestellt durch ein Tor des späteren Vereinsmanagers Klaus Stabach in der Oberliga-Aufstiegsrunde gegen die ASG Vorwärts Stralsund (Endstand 1:1). Weil Energie die besten Talente per Parteibeschluss permanent zum BFC Dynamo nach Berlin abgeben musste und bei der Neuverpflichtung von Spielern als BSG nur nachrangig behandelt wurde, konnten sich die Lausitzer zumeist nicht in der Oberliga halten. So folgte viermal (1974, 1976, 1982 und 1987) nach dem Aufstieg der direkte Wiederabstieg. Erst 1989 konnte der erste Klassenerhalt bejubelt werden. Ein Meilenstein in der Vereinsgeschichte, der einen wahren Fußball-Boom in Cottbus auslöste. Hinter der SG Dynamo Dresden und dem F.C. Hansa Rostock konnte Energie den dritthöchsten Zuschauerschnitt der DDR aufweisen. Durch einen siebenten Platz in der vorletzten Oberligasaison 1989/90 durfte die Mannschaft im Folgejahr im UEFA Intertoto Cup antreten. Nur die vorletzte Platzierung war dann in der letzten DDR-Oberligasaison 1990/91 im inzwischen wiedervereinigten Deutschland zu erreichen.

1991 bis 1997[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bilanz
Saison Liga Platz Tore Punkte
1991/92 OL 3. 102:53 52:24
1992/93 OL 3. 77:49 44:20
1993/94 OL 2. 77:37 43:17
1994/95 RL 7. 54:40 38:30
1995/96 RL 3. 67:23 71
1996/97 RL 1. 80:17 82
1997/98 2. BL 8. 38:36 45
1998/99 2. BL 11. 48:42 41
1999/00 2. BL 3. 62:42 58
2000/01 BL 14. 38:52 39
2001/02 BL 13. 36:60 35
2002/03 BL 18. 34:64 30
2003/04 2. BL 4. 52:44 54
2004/05 2. BL 14. 35:48 39
2005/06 2. BL 3. 49:33 58
2006/07 BL 13. 38:49 41
2007/08 BL 14. 35:56 36
2008/09 BL 16. 30:57 30
2009/10 2. BL 9. 55:49 47
2010/11 2. BL 6. 65:52 55
2011/12 2. BL 14. 30:49 35
2012/13 2. BL 8. 41:36 48
2013/14 2. BL 18. 35:59 25
2014/15 3. L 7. 50:50 56
2015/16 3. L 19. 32:52 41
2016/17 RLNO 2. 58:26 66

Durch die Platzierung in der letzten DDR-Oberliga Saison erfolgte zur Spielzeit 1991/92 nur die Eingliederung in die Oberliga, damals die dritthöchste Spielklasse. Die Saison 1993/94 beendete Energie aber als Tabellenzweiter und nahm somit an den Aufstiegsspielen zur 2. Bundesliga teil. Dort scheiterte Energie zwar an der Konkurrenz aus Zwickau und Brandenburg, hatte sich durch den guten Tabellenplatz aber für die neu geschaffene Regionalliga qualifiziert. Zu Beginn der ersten Regionalligasaison verpflichtete Energie Cottbus Eduard Geyer, der sodann eine geradezu unheimliche Serie schaffte. Der FC Energie blieb in 57 Pflichtspielen in Folge ohne Niederlage und beendete die Saison 1996/97 als Tabellenerster mit 82 Punkten. In zwei dramatischen Aufstiegsspielen gegen Hannover 96 setzte sich diese gefestigte Mannschaft gegen den Ex-Bundesligisten überraschend durch und schaffte 1997 den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Das Heimspiel in Cottbus wurde durch rassistische Ausfälle einzelner Fans von Energie Cottbus belastet, die den 96-Spielern Otto Addo und Gerald Asamoah rassistische Beleidigungen zuriefen und sie mit Bananen bewarfen.[1] Nur eine Woche danach stand Energie als zweiter Amateurverein in der deutschen Fußball-Geschichte überhaupt im DFB-Pokalfinale im Berliner Olympiastadion, welches dann aber gegen den mit seinem „magischen Dreieck“ (Balakow, Bobic und Élber) angetretenen Bundesligisten VfB Stuttgart mit 0:2 verloren ging.

1997 bis 2009[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Saison 1997/98 gelang Energie Cottbus als Aufsteiger relativ problemlos der Klassenerhalt in der 2. Bundesliga.

Energie Cottbus hatte in dieser Zeit begrenzte finanzielle Mittel und setzte diese vergleichsweise erfolgreich ein. Ab der Saison 1997/98 verstärkte Energie Cottbus den Fokus auf wenig bekannte Spieler aus dem Balkan und aus dem ehemaligen Ostblock. Drei Jahre nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga gelang Energie mit „Ede“ Geyer der Aufstieg in die Bundesliga. Beim Sprung der Cottbuser ins Fußball-Oberhaus waren Akteure aus Osteuropa wichtige Schlüsselspieler für den Aufstieg: Torhüter Tomislav Piplica, Spielmacher Vasile Miriuță, Verteidiger Witold Wawrzyczek sowie der beste Torschütze, Antun Labak.

Zweimal schaffte der FCE entgegen vielen Prognosen den Klassenerhalt, ehe die Kirch-Krise den deutschen Fußball finanziell erschütterte. Am 6. April 2001 war Energie Cottbus im Spiel gegen den VfL Wolfsburg der erste Bundesliga-Klub, der in seiner Startaufstellung nur ausländische Spieler hatte. Nach einer turbulenten Saison stieg Energie 2003 für drei Jahre in die 2. Bundesliga ab.

Ab der Saison 2003/04 spielte Cottbus in der 2. Bundesliga, der Aufstieg in die Bundesliga wurde 2004 mit dem vierten Platz knapp verpasst: Punktgleich mit Mainz 05 scheiterte der FC Energie nur durch eine um sieben Tore schlechtere Tordifferenz. In der folgenden Saison 2004/05 wurde der Abstieg in die Regionalliga unter dem im November 2004 neu installierten Trainer Petrik Sander aufgrund der um ein Tor besseren Tordifferenz gegenüber Eintracht Trier denkbar knapp verhindert.

Die Saison 2005/06 stand daraufhin im Zeichen der Abstiegsvermeidung; ein Wiederaufstieg in die Bundesliga war offiziell nicht als Saisonziel ausgegeben worden. Doch am letzten Spieltag sicherte sich die Mannschaft mit einem 3:1 gegen den TSV 1860 München den dritten Tabellenplatz und somit die Rückkehr in die erste Bundesliga. In der Saison 2006/07 spielte Cottbus zeitweise um höhere Plätze als lediglich um den Klassenerhalt. Zu jenem Saisonende war Sergiu Radu mit 14 Toren auf Platz fünf der Torschützenliste der beste Spieler von Cottbus. Der FC Energie sicherte sich den Klassenerhalt in der am Ende knappen Saison mit dem 13. Platz vorzeitig durch ein 2:1 im Heimspiel gegen Bayer 04 Leverkusen. Doch die fünfte Bundesliga-Saison begann unter schwierigeren Vorzeichen. Nach einer 1:2-Heimniederlage gegen den VfL Wolfsburg am sechsten Spieltag der folgenden Saison wurde Trainer Petrik Sander beurlaubt, sein Team hatte bis dato nur zwei Punkte geholt. Wenige Tage später wurde der Slowene Bojan Prašnikar als sein Nachfolger vorgestellt. Am 16. Februar 2008 wurde Bundeskanzlerin Angela Merkel Ehrenmitglied des Vereins. Auch nach dem Rückrundenstart 2007/08 zitterte Energie zunächst, konnte sich aber sogar als einziges Team der Liga mit einem Zu-Null-Sieg beim 2:0 über den Tabellenführer Bayern München behaupten. Am 33. Spieltag der Saison 2007/08 wurde mit einem 2:0-Heimsieg über den HSV der Verbleib in der ersten Liga auf Platz 14 hinter Borussia Dortmund gesichert. Die bisher letzte Bundesliga-Saison 2008/09 beendete der FC Energie Cottbus als 16. auf dem wieder neu eingeführten Relegationsplatz und musste nach zwei Niederlagen gegen den 1. FC Nürnberg, den Drittplatzierten der 2. Bundesliga, absteigen. Der Trainer Bojan Prašnikar löste seinen Vertrag auf und wurde durch Claus-Dieter Wollitz ersetzt.

2009 bis 2014[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fans auf der Nordtribüne

Nach Verstärkungen in der Sommerpause (unter anderem Markus Brzenska, Marc-André Kruska und Sergiu Radu) erklärte der FC Energie in der 2. Fußball-Bundesliga Saison 2009/10 den sofortigen Wiederaufstieg als offizielles Saisonziel. Zu Beginn wurde Energie den Ansprüchen gerecht und konnte gute Ergebnisse gegen andere Aufstiegsaspiranten erzielen, schließlich spielte der FC Energie im vorderen Mittelfeld der Liga.

Die Saison 2010/11 begann torreich, und so stand der Club auf dem zweiten Tabellenplatz am sechsten Spieltag. Die starke Offensive sollte die ganze Saison über halten und sogar Vereinsrekorde einstellen. Es gelang der bisher höchste Sieg des FC Energie Cottbus im Profifußball (6:0 (2:0) gegen den FC Erzgebirge Aue) und mit dem 5:5 (2:4) gegen den Karlsruher SC nach einem 2:5-Rückstand ein bisher in der 2. Bundesliga noch nicht gespieltes Ergebnis. Stürmer Nils Petersen entwickelte sich dabei mit 25 Treffern zum Torschützenkönig der Liga; er wurde zum Ende der Saison vom FC Bayern München abgeworben. Eine schwächelnde Defensive war jedoch dafür ausschlaggebend, dass am Saisonende nur den 6. Tabellenplatz erreichte wurde. Im DFB-Pokal wurde in der Saison mit Siegen gegen die Erstligisten SC Freiburg (2:1 H), TSG 1899 Hoffenheim (1:0 H) und VfL Wolfsburg (3:1 A) das Halbfinale erreicht. Dort unterlag der FC Energie jedoch beim MSV Duisburg mit 1:2.

2011/12 unterlag der FC Energie zum Auftakt der Saison in der ersten Runde des DFB-Pokals beim Regionalligisten Holstein Kiel mit 0:3. Damit konnten sie nicht an die erfolgreiche Pokalrunde der Vorsaison anschließen. Auch in der Liga konnte nach vier Siegen in fünf Spielen der FC Energie Cottbus nicht die erhoffte Rolle einnehmen. Nach 17 Spieltagen lag der Verein lediglich auf Rang neun im Mittelfeld der Liga. Trainer Claus-Dieter Wollitz bat daraufhin um die Auflösung seines Vertrags. Er führte sowohl sportliche, wie auch private Gründe als Entscheidungskriterien dafür auf. Sein Nachfolger zum 1. Januar 2012 wurde Rudi Bommer, der vom SV Wacker Burghausen nach Cottbus wechselte. Die Mannschaft beendete nach einer schwachen Rückrunde schließlich auf Platz 14 die Saison. Besonders enttäuschend war dabei, dass die Mannschaft viele Punkte erst in den letzten Minuten verloren hatte (u. a. gegen Fortuna Düsseldorf, FSV Frankfurt und Hansa Rostock) und den Klassenerhalt somit erst am letzten Spieltag sichern konnte.

Am 27. März 2012 gab der Verband Deutscher Sportjournalisten bekannt, dass Energie Cottbus mit der Fair-Play-Trophäe ausgezeichnet wurde. Der Grund für die Auszeichnung war das besonnene Verhalten der Energie-Spieler und Fans am 13. März 2011 im Ligaspiel gegen den VfL Osnabrück, als sich der Osnabrücker Flamur Kastrati während des Spiels am Kopf und der Wirbelsäule verletzte. Die Cottbuser entschieden sich daraufhin keine Offensivaktionen mehr zu starten.[2]

Nach einem soliden Start in die Spielzeit 2013/14 geriet die Mannschaft von Rudi Bommer im Herbst 2013 zunehmend in Abstiegsgefahr. Im Zuge einer 0:1-Heimniederlage gegen den VfL Bochum und dem damit verbundenen Abrutschen auf Tabellenplatz 17 wurde Bommer von den Verantwortlichen entlassen. Als Nachfolger präsentierte der Verein am 6. November 2013 Stephan Schmidt, der zuvor von 2012 bis 2013 für den SC Paderborn 07 verantwortlich gewesen war. Jedoch trat auch unter Schmidt keine Verbesserung ein. Nach neun Spielen wurde Schmidt bereits wieder von seinen Aufgaben entbunden, denn der Club holte mit ihm lediglich einen Punkt durch ein 2:2 beim VfR Aalen. Es übernahm der bisherige Kotrainer Jörg Böhme. Unter dem ehemaligen Schalker gab es zunächst einen Aufschwung, doch gegen Ende der Saison ging Cottbus die Luft aus, sodass der bittere Abstieg in die Dritte Liga feststand. Am letzten Spieltag kam René Rydlewicz zu seinem ersten Einsatz als Trainer, da Böhme verhindert war. Mit dem neuen Sportlichen Leiter Roland Benschneider und dem neuen Trainer Stefan Krämer wurden Verantwortliche verpflichtet, die den sofortigen Wiederaufstieg gewährleisten sollen.

Seit 2014[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Saison 2014/15 spielte Energie Cottbus in der 3. Liga und belegte am Ende der Saison den siebten Tabellenplatz. Im Landespokal blieb Cottbus bis zum Finale ohne Gegentor, zuvor wurde bereits im Halbfinale mit 2:0 gegen den SV Babelsberg 03 gewonnen. Das Finale fand beim FSV Union Fürstenwalde statt. Nach einer frühen Führung der Heimmannschaft konnte Cottbus zügig durch ein Eigentor ausgleichen. Danach brachten Nikolas Ledgerwood und Tim Kleindienst den FC Energie vor der Halbzeitpause mit 3:1 in Führung. Fürstenwalde gelang in der Nachspielzeit der zweiten Hälfte nur noch der Anschlusstreffer durch einen Foulelfmeter.

Nach zwei Siegen zum Auftakt der Saison 2015/16 war Energie sogar Tabellenführer. Da aus den folgenden sieben Partien aber lediglich zwei Punkte errungen worden sind, erfolgte die Trennung von Trainer Krämer am 19. September 2015.[3] Für die folgenden zwei Spieltage wirkte René Rydlewicz als Interimstrainer, bevor der Verein den ehemaligen Cottbuser Spieler Vasile Miriuță zum neuen Übungsleiter berief.[4] Unter seiner Regie blieb der FC Energie zwölf Spiele in Folge ungeschlagen, kam aber schlussendlich nicht über den 16. Tabellenplatz hinaus, da neunmal remis gespielt wurde. Nach zwei Siegen gegen Holstein Kiel am 29. und gegen den 1. FC Magdeburg am 30. Spieltag folgten hintereinander fünf Spiele ohne eigenes Tor (inklusive einem Nachholspiel). Bereits nach dem vierten torlosen Spiel und dem Absturz auf einen Abstiegsplatz wurde Miriuta von seinen Aufgaben entbunden worden. Claus-Dieter Wollitz übernahm die schwierige Aufgabe für die letzten fünf Saisonspiele 2015/16. Nach zwei Siegen in vier Spielen kam es am letzten Spieltag der Saison 2015/16 zu Fernduellen mit Werder Bremen II, dem SV Wehen Wiesbaden und den Stuttgarter Kickers, bei denen Cottbus ein Sieg gegen die zweite Mannschaft des 1. FSV Mainz 05 zum Klassenerhalt genügt hätte. Nach einem Gegentor durch Julian Derstroff und den Führungstreffern in den Parallelspielen stand Cottbus auf einem Abstiegsplatz. Zwar konnten sie durch einen Elfmetertreffer und ein weiteres Tor durch Sukuta-Pasu das Spiel wieder drehen, aber nach den Treffern von Fabian Kalig in der 88. und von Marcel Costly in der 90. Minute war das Spiel mit 2:3 entschieden.[5][6] Da die direkten Konkurrenten Werder Bremen II und Wehen Wiesbaden ihre Spiele gewannen, rutschte Cottbus auf den 19. Tabellenplatz und stand als Absteiger fest. In der Saison 2015/16 war der FC Energie mit lediglich drei Siegen die schwächste Heimmannschaft. Nach 19 Jahren war Cottbus nicht mehr im Profifußball vertreten und ist erstmals in der Vereinsgeschichte viertklassig.[7]

Durch den Vorsaison-Gewinn im Landespokal war Energie für die ersten Hauptrunde im DFB-Pokal 2015/16 qualifiziert, wo sie sich dem Bundesligisten 1. FSV Mainz 05 mit 0:3 geschlagen geben mussten. Im nächsten Landespokal-Durchgang kam Cottbus bis ins Viertelfinale, wo die Mannschaft überraschend gegen den unterklassigen FSV 63 Luckenwalde mit 0:1 n. V. ausschied.

Seit 2016[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mai 2016 gab die Vereinsführung bekannt, dass die zweite Mannschaft des FC Energie Cottbus zum Ende der Saison vom Spielbetrieb abgemeldet wird. Der Schritt wurde damit begründet, dass das Verhältnis von Aufwand und Nutzen nicht ausgewogen sei.[8] Die U23-Mannschaft spielte zuletzt in der fünftklassigen Fußball-Oberliga Nordost.

Im Juni legte der Vereinspräsident Wolfgang Neubert sein Amt nieder. Nachfolger wurde Michael Wahlich, Geschäftsführer der Cottbusser Presse Vertrieb OHG.[9] Trotz des Abstiegs wurde der Vertrag mit Wollitz bis 2018 verlängert.[10] Dieser veränderte das Trainerteam, indem er Krystian Kalinowski als Torwarttrainer von der TSG Neustrelitz holte und die Verträge mit den Co-Trainern Sebastian Abt und Frank Eulberg verlängerte. Dennoch musste der Kader grundlegend umgestaltet werden. So gingen u. a. Leistungsträger wie Fabio Kaufmann, Daniel Lück, Torsten Mattuschka, Sven Michel und Richard Sukuta-Pasu. Im Gegenzug konnte bei Philipp Knechtel und Malte Karbstein der Vertrag verlängert bzw. auf die Profimannschaft ausgedehnt werden. Außerdem verpflichtete Energie Cottbus mehrere Spieler, die bereits Erfahrung mitbrachten wie Alexander Meyer, Marc Stein, Tim Kruse und Marcel Baude.

Durch die im Mai 2016 gestartete, private Initiative WIR – jetzt erst recht wurde versucht, für den Verein zu werben, um so die Mitgliedsanträge, Sponsorenverträge und Dauerkartenbestellungen anzukurbeln. Viele bisherige Sponsoren blieben Energie Cottbus treu. Unterstützt durch die Initiative, konnten nach dem Abstieg mindestens 600 neue Mitglieder gewonnen werden.[11]

Als Ziel für die neue Saison 2016/17 war der Wiederaufstieg angepeilt worden. Dennoch startete Cottbus mit drei Unentschieden sowie ein Niederlage und hatte noch Probleme sich als neue Mannschaft zu finden. Nach vier Spieltagen befand man sich auf dem 14. Tabellenplatz. Danach folgten vier Siege, darunter ein 4:0 gegen den VfB Auerbach. Am 9. Spieltag traf man auf den mit acht Siegen führenden Spitzenreiter FC Carl Zeiss Jena, dem man ein 0:0-Unentschieden abtrotzen konnte. Mit zwei folgenden Siegen blieb Cottbus in der Erfolgsspur und wurde nach sieben Spielen erstmals wieder geschlagen, als es am 12. Spieltag gegen den direkten Konkurrenten Berliner AK 07 verlor. Während des Trainings zog sich Stammtorhüter Alexander Meyer, der bis dahin nur sieben Gegentore kassiert und siebenmal zu Null gespielt hatte, ein Innenbandriss im rechten Knie zu und wurde fortan von Nachwuchskeeper Avdo Spahic ersetzt. Anschließend gelangen Energie Cottbus wieder drei Siege bei 7:1 Toren. Im weiteren Verlauf der Saison blieb Cottbus in der Verfolgerposition hinter dem Erstplatzierten Jena. Nach einem 3:1-Sieg gegen den Konkurrenten am 26. Spieltag war man auf fünf Punkte herangekommen, musste dann aber nach mehreren Unentschieden abreißen lassen. Energie beendete die Saison 2016/17 mit 66 Punkten auf Rang 2 hinter Jena und verpasste somit den Aufstieg. Im Landespokal sicherte sich Cottbus nach einem 2:0-Sieg im Finale gegen den FSV 63 Luckenwalde das Ticket für die erste Runde im DFB-Pokal 2017/18. Torschützenkönig im Pokal wurde Benjamin Förster mit acht Treffern.

Ligazugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Auf- und Abstiegsverhalten von Energie ist – obwohl in den bundesweiten Medien kaum wahrgenommen – bei den Fans als „Dreijahresregel“ bekannt geworden. Der Klub schaffte es, dass er von 1987 bis 2009 insgesamt sechsmal genau alle drei Jahre entweder auf- oder abgestiegen ist. Diese „Regel“ hielt 25 Jahre an. Erst in der Spielzeit 2011/12 wurde sie durchbrochen, nachdem zum dritten Mal hintereinander der Klassenerhalt in der 2. Bundesliga erreicht wurde.

Dreijahresregel
Spielzeiten Dauer Ebene Liga
1987/88 1 2 DDR-Liga, Staffel A
1988–1991 3 1 DDR-Oberliga bzw. die vom DFB als gleichwertig
eingestufte NOFV-Oberliga Nordost
1991–1994 3 3 Am.-Oberliga Nordost Mitte
1994–1997 3 3 Regionalliga Nordost
1997–2000 3 2 2. Bundesliga
2000–2003 3 1 1. Bundesliga
2003–2006 3 2 2. Bundesliga
2006–2009 3 1 1. Bundesliga
2009–2014 5 2 2. Bundesliga
2014–2016 2 3 3. Liga
ab 2016 4 Regionalliga Nordost

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der ewigen Tabelle der Bundesliga belegt Energie Cottbus mit 211 Punkten den 32. Platz von 52 Mannschaften, in der ewigen Tabelle der 2. Fußball-Bundesliga mit 505 Punkten den 34. Platz von 123 Mannschaften. (Stand: nach der Saison 2014/15).

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1996, 1997, 1999, 2000, 2001, 2006: Mannschaft des Jahres von Brandenburg[12]

Mannschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mannschaft 2016/17[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: 31. August 2016[13]

Nr. Spieler Nat. Geburtsdatum Größe [m] Fuß Letzter Verein Seit Vertrag bis Nationalspieler
Torhüter
01 Alexander Meyer DeutschlandDeutschland 13. Apr. 1991 1,96 rechts TSV Havelse 2016 2018
41 Matti Kamenz DeutschlandDeutschland 09. Aug. 1998 1,89 - eigene Jugend 2016 2017
43 Avdo Spahic Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina 12. Feb. 1997 1,89 rechts eigene Jugend 2014 2018
Abwehr
15 Malte Karbstein DeutschlandDeutschland 30. Jan. 1998 1,90 links eigene Jugend 2016 2019
02 Michael-Junior Czyborra DeutschlandDeutschland 24. Juli 1997 1,78 - eigene Jugend 2016 2017
21 Marc Stein DeutschlandDeutschland 07. Juli 1985 1,84 beidfüßig Stuttgarter Kickers 2016 2019
25 Marcel Baude DeutschlandDeutschland 05. Okt. 1989 1,79 rechts Hallescher FC 2016 2018
04 Philipp Knechtel DeutschlandDeutschland 28. Juni 1996 1,87 rechts eigene Jugend 2015 2018
03 Erich Jeschke DeutschlandDeutschland 03. Jan. 1997 - rechts eigene Jugend 2016 2017
22 Lasse Schlüter DeutschlandDeutschland 27. Apr. 1992 1,85 links FSV Wacker Nordhausen 2016 2018
5 José-Junior Matuwila AngolaAngola 20. Sep. 1991 1,86 links TuS Koblenz 2016 2017
19 Dániel Sváb UngarnUngarn 02. Sep. 1990 1,83 links vereinslos 2016 2017
Mittelfeld
13 Paul Gehrmann DeutschlandDeutschland 28. Apr. 1995 1,82 rechts Goslarer SC 2016 2018
17 Lukas Müller DeutschlandDeutschland 21. Sep. 1997 1,73 links eigene Jugend 2016 2017
20 Tim Kruse DeutschlandDeutschland 10. Jan. 1983 1,86 links Hallescher FC 2016 2018
10 Fabio Viteritti DeutschlandDeutschland 22. Mai 1993 1,74 beidfüßig TSG Neustrelitz 2016 2017
28 Joshua Putze DeutschlandDeutschland 02. Dez. 1994 1,86 rechts BFC Dynamo 2016 2017
07 Kevin Weidlich DeutschlandDeutschland 04. Okt. 1989 1,84 beidfüßig BFC Dynamo 2016 2017
06 Jonas Zickert DeutschlandDeutschland 25. Aug. 1997 1,82 eigene Jugend 2015 2017
Sturm
08 Tom Nattermann DeutschlandDeutschland 16. Apr. 1993 1,80 rechts FC Carl Zeiss Jena 2016 2017
23 Benjamin Förster DeutschlandDeutschland 14. Nov. 1989 1,80 rechts FSV Wacker 90 Nordhausen 2016 2018
11 Streli Mamba DeutschlandDeutschland 17. Juni 1994 1,77 rechts SV Sandhausen II 2016 2017


Wechsel zur Saison 2016/17[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zugänge Abgänge
Sommer 2016
Winter 2016
a. ausgeliehen
w.a. war ausgeliehen

Wechsel zur Saison 2017/18[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zugänge Abgänge
Sommer 2017
a. ausgeliehen
w.a. war ausgeliehen

Aktueller Trainerstab[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name Nationalität Geburtsdatum Funktion
Claus-Dieter Wollitz DeutschlandDeutschland 19. Juli 1965 Trainer
Sebastian Abt DeutschlandDeutschland 26. Februar 1981 Co-Trainer
Frank Eulberg DeutschlandDeutschland 13. Januar 1963 Co-Trainer
Anton Wittmann DeutschlandDeutschland 21. August 1994 Torwarttrainer

Bekannte ehemalige Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für eine komplette Auflistung der Spieler seit 1997 siehe: Liste von Spielern des FC Energie Cottbus

Liste der Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereinswappenhistorie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadion der Freundschaft
Hauptartikel: Stadion der Freundschaft

Der FC Energie trägt seine Spiele im Stadion der Freundschaft in Cottbus aus. Nach Umbauten in den Jahren 2007 und 2008 entstand erstmals eine komplett geschlossene Fußball-Arena. Insgesamt fasst das Stadion 22.528 Zuschauer (davon 10.949 überdachte Sitzplätze, 7795 überdachte und 3630 nicht überdachte Stehplätze sowie 154 Plätze für Rollstuhlfahrer). Der Zuschauerschnitt in der Saison 2008/09 lag bei 16.708 Zuschauern.

Zum 1. Juli 2011 erwarb der FC Energie Cottbus das Stadion für rund 1,95 Millionen Euro von der Stadt Cottbus.[14]

Trainingsgelände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für das Training der Profimannschaft wird hauptsächlich das Trainingsgelände im Eliaspark oder die Sportanlage in der Parzellenstraße genutzt. Beide Anlagen befinden sich im direkten Umfeld zum Stadion der Freundschaft sowie zur Geschäftsstelle des FC Energie.

In der Winterpause der Saison 2007/08 wurde das Trainingsgelände im Eliaspark erweitert und modernisiert. Innerhalb weniger Wochen Bauzeit wurde das Spielfeld vergrößert und mit einer Rasenheizung ausgestattet. Zudem erhielt das Trainingsgelände eine Flutlichtanlage und neue Ballfangzäune. Seit dem April 2008 steht dem FC Energie Cottbus auch die neue Sport- und Freizeitanlage in der Parzellenstraße als zusätzliche Trainingsstätte zur Verfügung. Die Anlage verfügt neben einem Fußball-Naturrasenfeld über eine Torwart-Trainingsfläche und wird auch von anderen Vereinen der Stadt Cottbus genutzt. Im November 2009 wurde die modernisierte Sportanlage am Priorgraben mit einem Natur- und Kunstrasenfeld eröffnet. Das Gelände wird vor allem von den Nachwuchsmannschaften des FC Energie Cottbus als Trainings- und Spielstätte genutzt.

Fankultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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schwieriges Thema "Fankultur" komplett ohne Quellen? --Benutzer:RoBri 11:45, 26. Jun. 2013 (CEST)

Freundschaften und Rivalitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rivalität der Vereine im Osten Deutschlands[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt Rivalitäten mit anderen Vereinen aus dem Osten Deutschlands, insbesondere mit Dynamo Dresden, Hansa Rostock und Hertha BSC. Der Grund für diese Rivalitäten ist nicht aus besonderen Vorkommnissen begründet, sondern beruht eher auf dem Anspruch der verschiedenen Teams, die Nummer eins im Osten zu sein. Gerade die Spiele gegen Hertha BSC sind von besonderer Brisanz geprägt.

VfB Stuttgart[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einige Fans des FCE pflegen eine Fan-Freundschaft mit den Anhängern des VfB Stuttgart. Die ersten Freundschaften bildeten sich im DFB-Pokal 1996/97, als die damalige Regionalliga-Mannschaft aus Cottbus völlig überraschend bis ins Finale vordringen konnte. Dort unterlag man zwar dem VfB Stuttgart mit 2:0 (1:0), aber trotzdem wurde die Finalteilnahme ausgiebig mit den Stuttgartern gefeiert. Die Freundschaft verstärkte sich am letzten Spieltag der Bundesliga-Saison 2002/03, als das bereits abgestiegene Team aus Cottbus ein Unentschieden bei Borussia Dortmund erringen konnte. Mit diesem unerwarteten Ergebnis konnte der VfB Stuttgart auf Platz zwei der Abschlusstabelle vorrücken und qualifizierte sich somit direkt für die Champions League.

VfL Osnabrück[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 13. März 2011 pflegt die Anhängerschaft des FC Energie auch eine Freundschaft mit den Fans des VfL Osnabrück, nachdem sich Flamur Kastrati, zu der Zeit Angreifer bei Osnabrück, bei einem Zweikampf mit Markus Brzenska eine schwere Verletzung im Nacken zuzog. Kastrati musste mehrmals wiederbelebt werden und wurde daraufhin zur weiteren Behandlung in das Cottbuser Carl-Thiem-Klinikum transportiert. Der Schiedsrichter der Partie pfiff das Spiel jedoch nicht ab, obwohl beide Kapitäne darum gebeten hatten, da nur noch wenige Minuten zu spielen waren. Osnabrück lag zu dem Zeitpunkt mit 0:2 zurück und hätte höchstwahrscheinlich verloren. Beide Mannschaften schlossen eine Art Nichtangriffspakt und spielten sich den Ball nur noch zu. Brzenska wurde vom DFB nicht bestraft, da er den Zweikampf mit Kastrati fair bestritt und die Verletzung unglücklich zustande kam. Die Anhängerschaft beider Mannschaften würdigte die Leistung der Rettungskräfte und das (Nicht-)Spielen der Spieler mit stehenden Ovationen. Flamur Kastrati wurde schon keine drei Wochen nach seiner Verletzung am 1. April 2011 im Spiel gegen den Karlsruher SC wieder eingewechselt. Das Spiel ging 2:2 aus, wobei Kastrati das 1:1 schoss.

1. FC Union Berlin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teilweise schon seit vielen Jahren, verstärkt aber seit dem Aufstieg der Berliner in den Profifußball, pflegen Anhänger und vereinzelte Ultra-Gruppen vom 1. FC Union Berlin einen herzlichen Kontakt zu den Cottbusern. Diese Freundschaft begründet sich zum einen in der Tatsache, dass beiden Vereinen in der DDR mehrfach das gleiche Unglück widerfuhr, überdurchschnittliche Spieler zu größeren, vom Staat und seinen Funktionären übermäßig geförderten Vereinen wie dem BFC Dynamo delegieren zu müssen, was der eigenen Entwicklung abträglich war. Dieses Außenseiter-Image wird vor allem in den Spielen gegen die heute von den Fans beider Vereine gleichermaßen ungeliebte Hertha BSC inszeniert. Ein zweiter Grund für die gegenseitige Sympathie der Anhänger beider Vereine ist der sowohl in Berlin-Köpenick als auch in Cottbus als Publikumsliebling anerkannte Torsten Mattuschka. Der legendäre Mittelfeldspieler, der aus Cottbus stammt, erlebte beim FC Energie seine Anfänge im Profifußballbereich und spielte anschließend neun Jahre lang erfolgreich für den 1. FC Union, bevor er 2014 wieder nach Cottbus zurückwechselte. Als eine der schillernden Figuren und herausragenden Fußballpersönlichkeiten aller Zeiten bei beiden Vereinen war und ist Mattuschka die allseits beliebte fußballerische Identifikationsfigur der Region Ost-Berlin/Brandenburg.[15]

Lieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2006 ist das Lied Fußball ist hier vom Projekt Pimp your Hometown die offizielle Vereinshymne. Das Lied wurde von mehreren lokalen Musikgruppen geschrieben und ertönt beim Einmarsch der Spieler in das Stadion. Zuvor war Energie, wir sind da wie noch nie von Die Übeltäter die offizielle Hymne.

Nach der Abstiegssaison 2013/14 schrieb der gebürtige Cottbuser Alexander Knappe eine weitere Hymne: Wir kommen auch morgen noch wieder.

Probleme mit Neonazisten in der Ultra-Szene[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obwohl der Verein seit Jahren zahlreiche Initiativen zur Weltoffenheit, Vielfalt und Toleranz unterstützt und sich offen gegen alle Formen von Diskriminierung, Rassismus und Gewalt ausspricht, waren in seiner Ultra-Szene bis Mitte 2017 mehrere rechtsextreme und neonazistische Gruppen lautstark aktiv.[16] So zeigten 2005 die Neonazis von Inferno Cottbus bei einem Gastspiel bei Dynamo Dresden ein antisemitisches Banner.[17] Im April 2017 wurde im Rahmen des Auswärtsspiels beim SV Babelsberg im Block der Fans von Energie Cottbus von mehreren Rechtsradikalen mehrfach der Hitlergruß gezeigt und Rufe „Arbeit macht frei, Babelsberg 03“ sowie „Zecken, Zigeuner und Juden“ skandiert.[18][19][20] Schon beim Hinspiel hatten Rechtsextreme im Cottbuser Stadionumfeld Sprüche wie „Juden 03“ und „Babelsberg vergasen“ gesprüht.[21]

Trikotsponsoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1990-1992: Renault
  • 1992-1995: Noga Fenster
  • 1995–97: Bautec, Baumaschinenverleih
  • 1997–98: „Natürlich Brandenburg“ pro agro – Verband zur Förderung des ländlichen Raumes in der Region Brandenburg-Berlin e.V.
  • 1998–2001: Jacobs, Kaffeeproduzent
  • 2001–09: enviaM, Energieversorger
  • 2009–11: Penny, Lebensmittel-Discounter
  • 2011–14: Tropical Islands, Freizeitanbieter
  • seit 2014: IPS Karton.eu GmbH & Co. KG, Verpackungshersteller

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jens Batzdorf: FC Energie Cottbus. Fußballfibel. CULTURCRON medien, Berlin 2015, ISBN 978-3-944068-41-1 (Bibliothek des deutschen Fußballs Band 4).
  • Matthias Koch: Da wie noch nie. Energie Cottbus. Das Wunder aus der Lausitz. Das Neue Berlin, Berlin 2004, ISBN 3-360-01252-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Energie Cottbus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Fußballer Gerald Asamoah: „Nicht alle Rassisten werfen Bananen“ Zeit-Online 21. Januar 2013.
  2. zeit.de: VDS: Fair-Play-Trophäe für Energie Cottbus
  3. 19. September 2015, fcenergie.de: Entscheidung ist gefallen
  4. 23. September 2015, fcenergie.de: Vasile Miriuta neuer Trainer
  5. Energie Cottbus stürzt ab. In: mdr.de. MDR, 14. Mai 2016, abgerufen am 14. Mai 2016.
  6. Abstiegsdrama um Energie und Kickers. In: sport1.de. 14. Mai 2016, abgerufen am 14. Mai 2016.
  7. Wolfgang von der Burg: Platzsturm in Cottbus. In: Sächsische Zeitung. 14. Mai 2016, abgerufen am 15. Mai 2016.
  8. Alexander Kleber: Energie Cottbus meldet seine U23 ab. 13. Mai 2016, abgerufen am 15. Mai 2016.
  9. Wechsel der Vereinsspitze, abgerufen am 15. Juni 2016.
  10. Bis 2018: Trainer Wollitz verlängert in Cottbus, abgerufen am 3. August 2016.
  11. Mehrfach-Boom, abgerufen am 3. August 2016.
  12. Märkische Allgemeine, 16. Dezember 2013, S. 18.
  13. Kader auf der Vereinsseite. Abgerufen am 13. Oktober 2015.
  14. Focus.de. Abgerufen am 30. Juli 2011.
  15. Frank Noack und Mirjam Hecht: "Tusche", willkommen zu Hause! In: lr-online.de. 1. September 2014, abgerufen am 11. Juli 2017.
  16. Rechte Fangruppe "Inferno Cottbus" löst sich auf. In: rbb-online.de. 10. Mai 2017, abgerufen am 11. Juli 2017.
  17. Rechtsextremismus in Brandenburg: Energie Cottbus - kein Stadionverbot gegen Neonazis - Nachrichten aus Brandenburg und Berlin. In: pnn.de. 4. März 2012, abgerufen am 29. April 2017.
  18. Fußball-Regionalliga: Ausschreitungen beim Derby Babelsberg gegen Cottbus. In: zeit.de. 29. April 2017, abgerufen am 29. April 2017.
  19. Randale beim Spiel Babelsberg gegen Cottbus: Hitlergruß und Platzsturm: Zehn Energie-Fans festgenommen - Neueste Nachrichten aus Potsdam. In: pnn.de. 28. April 2017, abgerufen am 29. April 2017.
  20. Ausschreitungen und antisemitische Parolen bei Fußballspiel in Potsdam-Babelsberg – JFDA. In: jfda.de. 3. Mai 2017, abgerufen am 6. Mai 2017.
  21. Nach Spiel gegen SV Babelsberg 03: Energie Cottbus distanziert sich von Neonazis - Sport-Nachrichten Potsdam. In: pnn.de. 17. November 2016, abgerufen am 29. April 2017.