Energieforschung

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen noch folgende wichtige Informationen:
Die Angaben sind veraltet und stellen nur einen Ausschnitt der Energieforschung der Bundesrepublik Deutschland, der Bundesländer, usw. dar. Eine Überarbeitung dieses Artikels ist dringend erforderlich, jedoch schwierig aufgrund der vielen Beteiligten.
Hilf der Wikipedia, indem du sie recherchierst und einfügst.

Energieforschung bezeichnet wissenschaftliche Forschung im Bereich Energiewesen. Energieforschung berührt viele verschiedene wissenschaftliche Disziplinen, darunter insbesondere Naturwissenschaften, Ingenieurswissenschaften, Umweltwissenschaften und Sozialwissenschaften inklusive der Wirtschaftswissenschaft. Sie wird deswegen häufig interdisziplinär bzw. transdisziplinär betrieben.

Energieforschung in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieser Artikel oder Absatz stellt die Situation in Deutschland dar. Hilf mit, die Situation in anderen Staaten zu schildern.

Energieforschung der Bundesregierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Projektförderung nicht-nukleare Energieforschung in Deutschland von 1977 bis 2017 (inflationsbereinigt, Basisjahr 2010) Quelle: Projektträger Jülich, profi-Datenbank (7. Energieforschungsprogramm, S. 14)
Projektförderung nicht-nukleare Energieforschung in Deutschland von 1977 bis 2017 (inflationsbereinigt, Basisjahr 2010) Quelle: Projektträger Jülich, profi-Datenbank (7.Energieforschungsprogramm, S.14)

Seit dem Ende der 1970er Jahre fördert die Bundesregierung  die Erforschung von Energietechnologien im Kontext aufeinander folgender Energieforschungsprogramme. Sie greifen die politisch-strategischen Ziele der Energiepolitik auf und setzen die Leitlinien für die Forschungsförderung. Unter dem Dach dieser Programme rufen die daran beteiligten Ministerien zum Stellen entsprechender Anträge für Forschungsvorhaben auf. Projektideen einreichen können Institutionen und Unternehmen aus Forschung, Entwicklung und Industrie. Am 19. September 2018 hat das Bundeskabinett das 7. Energieforschungsprogramm verabschiedet. Es sieht ein Fördervolumen von rund sechs Milliarden Euro bis 2022 vor. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie  (BMWi) hat das aktuelle Programm federführend erarbeitet. Beteiligt sind auch die Bundesministerien für Bildung und Forschung (BMBF) sowie für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).

Übergreifendes Ziel ist weiterhin eine umwelt- und klimaschonende, zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung. Als neues Förderformat sind im 7. Energieforschungsprogramm die „Reallabore der Energiewende“ verankert[1]. Sie sollen zentrale Herausforderungen der Energiewende aufgreifen, Innovationen im industriellen Maßstab und realen Umfeld zusammenbringen und erproben. So entstehen nützliche Erfahrungswerte und Blaupausen für die Umgestaltung des Energiesystems in ganz Deutschland. Das aktuelle Programm zielt auch auf eine Förderung von Start-ups als dynamische Akteure der Energiewende ab[2].  

Generell setzt das 7. Energieforschungsprogramm neue Akzente vor allem bei technologieübergreifenden Schwerpunkten, da die Förderung zunehmend gesamtgesellschaftlich und systemisch ausgerichtet ist: Es geht darum, mit Blick auf die Energiewende beziehungsweise die klimapolitischen Ziele das Energiesystem als Ganzes zu transformieren.

Übergreifende Schwerpunkte im 7. Energieforschungsprogramm sind[3]:

  • Energiewende und Gesellschaft

Technologiespezifische Förderschwerpunkte sind[4]:

Während das BMBF Fördermaßnahmen in allen Bereichen der Grundlagenforschung umsetzt, fördert das BMWi anwendungsnahe Forschung und Reallabore entlang der gesamten Energiekette[5]. Für die anwendungsnahe Biomasseforschung ist das BMEL zuständig. Zudem fördert das BMWi Vorhaben im Bereich der energetischen Nutzung biogener Rest- und Abfallstoffe[6].

Mit der Begleitung der Förderaktivitäten haben die Ministerien den Projektträger Jülich (PtJ), den Projektträger Reaktorsicherheitsforschung(PtR, innerhalb der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) mbH), den Projektträger Karlsruhe (PTKA) sowie die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) beauftragt.

Energieforschung der Länder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben der durch die Bundesregierung getragenen Energieforschung gibt es in vielen Ländern auch eine eigene Landesforschungsförderung zum Thema Energie. Beispiele für Energieforschungseinrichtungen, die durch ein Land finanziert werden sind das Bayerische Zentrum für Angewandte Energieforschung oder der Energie Campus Nürnberg. Daneben werden durch die Forschungsförderung von Ländern teilweise einzelne Projekte oder Verbünde zum Thema Energie gefördert, die keine dauerhaften Institutionen darstellen.

Internationale Kooperationen in der Energieforschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

EU-Förderung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Europäische Union fördert Forschung und Entwicklung auf Basis mehrjähriger Forschungsrahmenprogramme (FRP). Grundlage für die FRP ist der EG-Vertrag (Titel XVIII Forschung und technologische Entwicklung, Art. 163–173). Ziel ist es, die wissenschaftlichen und technologischen Grundlagen der Industrie zu stärken, die Entwicklung ihrer internationalen Wettbewerbsfähigkeit zu fördern und den Europäischen Forschungsraum (ERA) auszubauen. Seit 2007 läuft das 7. Forschungsrahmenprogramm (2007–2013), für das insgesamt über 50 Mrd. € zur Verfügung stehen. Die nicht-nukleare Energieforschung ist eine von 10 thematischen Prioritäten, für die 2,35 Mrd. € vorgesehen sind. Anträge für Forschungsprojekte können auf Basis von jährlich veröffentlichten sogenannten „Calls“, eingereicht werden. Der Programmausschuss Energie, in dem das BMWi die Bundesregierung vertritt, unterstützt, berät und kontrolliert die Europäische Kommission bei der Erarbeitung und Umsetzung der „Calls“. Um Synergieeffekte zwischen nationaler und europäischer Förderpolitik zu realisieren, beteiligt sich das BMWi im Rahmen des Forschungsrahmenprogramms an sogenannten Europäischen Technologieplattformen wie bspw. „Zero Emission Fossil Power Plants - ZEP“ oder „ Electricity Networks of the Future“ sowie an sogenannten ERA-Nets (“Hydrogen and Fuel Cells- HyCo” und “Fossil Energy Coalition – FENCO”).

Internationale Energieagentur – IEA[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutschland ist Gründungsmitglied der seit 1974 bestehenden Internationalen Energieagentur (IEA). Die IEA bietet heute den 28 Mitgliedstaaten ein breites Forum zur gemeinsamen Abstimmung wichtiger Energiefragen. Darüber hinaus ist sie eine Plattform für internationale Forschungskooperationen, deren Schwerpunkte in den Bereichen Erneuerbare Energien, Fossile Energieträger, Energieeffizienz sowie Kernfusion liegen. Im Prinzip sind die IEA-Forschungskooperationen für alle Länder offen, die der Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Entwicklung von Energietechnologien Bedeutung zumessen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: 7. Energieforschungsprogramm der Bundesregierung. Abgerufen am 22. Oktober 2019.
  2. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: 7. Energieforschungsprogramm der Bundesregierung. Abgerufen am 22. Oktober 2019.
  3. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: 7. Energieforschungsprogramm der Bundesregierung. Abgerufen am 22. Oktober 2019.
  4. Energieforschung: Förderschwerpunkte. Abgerufen am 22. Oktober 2019.
  5. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: 7. Energieforschungsprogramm der Bundesregierung. Abgerufen am 22. Oktober 2019.
  6. Energieforschung: Förderschwerpunkte. Abgerufen am 22. Oktober 2019.