Energieintensität

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Die Energieintensität ist eine Kennzahl für die Energieeffizienz, die den Energieverbrauch einer Volkswirtschaft oder einer Branche in Bezug zum erwirtschafteten Bruttoinlandsprodukt oder zur erreichten Bruttowertschöpfung setzt. Sie ist wie folgt definiert:[1][2] \mbox{Energieintensität} = \frac{\mbox{Energieverbrauch}}{\mbox{Bruttoinlandsprodukt}} = \frac{\mbox{ Energieverbrauch }}{\mbox{Bruttowertschöpfung}}

Je nach Fragestellung kann im Zähler anstelle der eingesetzten Menge an Primärenergie auch die damit verbundene Schadstoffemission berücksichtigt werden. In diesem Fall ergibt sich die Einheit der Energieintensität in (emittierte Menge) / (Währungseinheit).

Die Energieintensität muss sich nicht unbedingt auf die gesamte Volkswirtschaft beziehen sondern kann auch für eine Gütergruppe oder ein einzelnes Produkt berechnet werden.[3]

Eine sinkende Energieintensität, die vom Standpunkt der Nachhaltigkeit positiv zu bewerten ist, kann sowohl durch Einsatz moderner (die Energie effizienter nutzender) Fertigungsverfahren als auch durch den Strukturwandel einer Volkswirtschaft beispielsweise weg von der Schwerindustrie hin zur Dienstleistung erreicht werden.

Eine sinkende Energieintensität ergibt sich jedoch − rein rechnerisch − auch durch die Inflation. Bei einem Vergleich der Energieintensität verschiedener Jahre sollten die Geldbeträge daher inflationsbereinigt sein.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Energieökonomik: Theorie und Anwendungen. Gabler Wissenschaftsverlage, 10. September 2008, ISBN 978-3-540-70773-8., S. 100
  2. Vorlage:Cite report, S. 5
  3. Die Glasindustrie--ein Branchenbild. Duncker & Humblot, 1987, ISBN 978-3-428-06216-4.