Engelbert Hardt

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Engelbert Hardt (* 24. Juni 1847 in Duisburg; † 4. November 1919 in Berlin) war ein Unternehmer und Geheimer Kommerzienrat.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er heiratete 1880 Elisabeth Storp-Hergersberg (* 6. Januar 1858 in Buenos Aires). Ihre Eltern waren August Storp-Hergersberg (* 11. Mai 1818 in Warendorf; † 14. April 1866 in Buenos Aires) und Elisabeth Scheffer-Boichorst (* 10. Oktober 1833; † 1. August 1914 in Bad Harzburg). Aus der Ehe stammen zwei Kinder.

Seine erste kaufmännische Ausbildung erhielt Engelbert Hardt in der Firma Johann Wülfing & Sohn in Lennep und war dann fünf Jahre lang in der von seinem Onkel gegründeten Firma Hardt & Co in New York, in welche er 1873 als Teilhaber eintrat. Er wurde 1875 in die Zentrale der Firma Hardt & Co nach Berlin berufen und trat auch hier als Teilhaber ein. Er unternahm anschließend eine längere Reise zu den Filialen nach Südamerika, um auch das dortige Geschäft kennenzulernen. Erst 1878 zog er in die deutsche Reichshauptstadt, nach Berlin. Nach dem Tode der Firmengründer leitete er das Unternehmen mit Unterstützung von Major Heinrich von Tiedemann-Seeheim, Schwiegersohn von Richard von Hardt, seinen Brüdern Hugo und Kommerzienrat Gustav Hardt, sowie seinem Sohn Gustav Engelbert Hardt.

Der Geheime Kommerzienrat Engelbert Hardt gehörte u. a. dem Aufsichtsrat der Disconto-Gesellschaft, des Deutschen Lloyd, des Internationalen Lloyd und diversen Versicherungsgesellschaften in Berlin als stellvertretender Vorsitzender an. Außerdem war er Mitglied des Ausschusses der Aktionäre der Reichsbank, sowie des Aufsichtsrates des Phoenix in (Dortmund)-Hoerde, der Landbank in Berlin und der C.A. Kühlmann & Co., Stärkezuckerfabrik in Frankfurt/Oder und vielen gemeinnützigen Einrichtungen.

1912 war Engelbert Hardt nach Werner von Siemens der zweitgrößte Steuerzahler in Charlottenburg, leistete somit einen wesentlichen Beitrag für die regionale Entwicklung. Seine letzte Ruhe fand er auf dem Parkfriedhof Lichterfelde.[1]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rheinisch-Westfälisches Wirtschaftsarchiv zu Köln, Bestand 122, Johann Wülfing & Sohn / Hardt Familienarchiv

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Engelbert Hardt. Grabstättenerhaltung Berlin e. V., friedparks.de, abgerufen am 4. Dezember 2012.