Engelbert Sonneborn

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Engelbert Sonneborn (* 9. Februar 1938)[1] war der Kandidat der Piratenpartei und der Partei Die PARTEI zur Wahl des deutschen Bundespräsidenten 2017.[2][3]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonneborn war bis zu seiner Pensionierung Berufsberater.[4] Er ist Stammwähler der CDU.[5]

Sein Sohn Martin Sonneborn, Satiriker und seit 2014 Europaabgeordneter, kommentierte die Eignung seines Vaters für das Amt des Bundespräsidenten:

„Er verfügt über einen dunklen Anzug, er ist ein Mann von Manieren und großer Höflichkeit und er hat niemanden vier Jahre in Guantanamo sitzen lassen.“

Martin Sonneborn[1]

Damit spielte Sonneborn auf den Kandidaten der Regierung Frank-Walter Steinmeier und seine Rolle in Bezug zu Murat Kurnaz an.[6]

Kandidatur zum Bundespräsidenten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonneborns Kandidatur wurde am 5. Februar 2017 durch seinen Sohn, den auf Vorschlag der Piratenfraktion im nordrhein-westfälischen Landtag in die 16. Bundesversammlung entsandten Martin Sonneborn, in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung angekündigt.[6] Sonneborn sei ausgewählt worden, weil der Wunschkandidat Murat Kurnaz nicht die Kriterien zur Bundespräsidentenwahl erfüllte, da er türkischer Staatsbürger und noch nicht 40 Jahre alt war.[7] Ein weiterer von Die PARTEI angefragter Kandidat sei die Hamburger Rotlichtgröße Kalle Schwensen gewesen, der jedoch abgelehnt habe.[7]

Engelbert Sonneborn wurde am 9. Februar 2017 im Rahmen einer Pressekonferenz im Berliner Ensemble in Berlin offiziell vorgestellt. Während der Pressekonferenz beantworteten Politiker der Piraten und Martin Sonneborn alle Fragen, während Engelbert Sonneborn wie zu Beginn angekündigt schwieg.[7][8]

Sonneborns politische Agenda setzte auf den Begriff „Freizeit“.[9][5][8]

„Wir haben Reden von Joachim Gauck abgetippt und das Wort Freiheit durch das Wort Freizeit ersetzt. … Freizeit ist immer die Freizeit des Andersdenkenden“

Martin Sonneborn[7]

Bei der Wahl am 12. Februar 2017 verlangte die Piratenpartei von ihren elf Delegierten keine Fraktionsdisziplin.[7] Sonneborn erhielt zehn Stimmen und unterlag damit erwartungsgemäß dem gewählten 12. Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier und den anderen drei Kandidaten.[10]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Sofia Faltenbacher: Auf ein Bier mit Martin Sonneborns Vater. In: Vice. 10. Februar 2017, abgerufen am 11. Februar 2017 (deutsch).
  2. Nina Barth, Biggi Hoffmann: Satiriker und Piratenpartei machen ernst: Papa Sonneborn als Bundespräsident? In: SWR Aktuell. 2017 (swr.de [abgerufen am 9. Februar 2017]).
  3. Markus Kompa: „Sie können sicher sein, dass ich das nicht ohne Hintergedanken tue“. In: Telepolis. 8. Februar 2017, abgerufen am 9. Februar 2017 (deutsch).
  4. „Martin Sonneborn bei Zimmer Frei über seinen Vater, 2009“. Abgerufen am 11. Februar 2017 (deutsch).
  5. a b Tobias Wenzel: „Familienwerte wie bei Trump“. In: Deutschlandradio Kultur. 9. Februar 2017, abgerufen am 11. Februar 2017 (deutsch).
  6. a b Martin Sonneborn: Mein Vater könnte das. In: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. 2017, ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 9. Februar 2017]).
  7. a b c d e Tilo Jung: Sonneborn soll Bundespräsident werden. Komplette Pressekonferenz von Die PARTEI & Piratenpartei. In: Jung & Naiv – Politik für Desinteressierte. 9. Februar 2017, abgerufen am 23. Februar 2017 (deutsch).
  8. a b Martin Sonneborn will Vater Engelbert als Bundespräsidenten. In: Neue Osnabrücker Zeitung. 9. Februar 2017, abgerufen am 9. Februar 2017 (deutsch).
  9. Sophie Krause: Martin Sonneborn stellt seinen Vater als Kandidaten auf. In: Spiegel Online. 9. Februar 2017, abgerufen am 11. Februar 2017 (deutsch).
  10. Bundespräsidentenwahl 2017: Die Ergebnisse im Detail. In: Spiegel Online. 12. Februar 2017, abgerufen am 12. Februar 2017 (deutsch).