Engelhartszell

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Engelhartszell
Wappen von Engelhartszell
Engelhartszell (Österreich)
Engelhartszell
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Schärding
Kfz-Kennzeichen: SD
Fläche: 18,89 km²
Koordinaten: 48° 30′ N, 13° 44′ OKoordinaten: 48° 30′ 0″ N, 13° 44′ 0″ O
Höhe: 302 m ü. A.
Einwohner: 983 (1. Jän. 2016)
Postleitzahl: 4090
Vorwahl: 07717
Gemeindekennziffer: 4 14 07
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktplatz 61
4090 Engelhartszell
Website: www.engelhartszell.at
Politik
Bürgermeister: Roland Pichler (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(19 Mitglieder)
8
3
2
Von 13 Sitzen entfallen auf:
Lage der Marktgemeinde Engelhartszell im Bezirk Schärding
Altschwendt Andorf Brunnenthal (Oberösterreich) Diersbach Dorf an der Pram Eggerding Engelhartszell Enzenkirchen Esternberg Freinberg Kopfing im Innkreis Mayrhof Münzkirchen Raab Rainbach im Innkreis Riedau Sankt Aegidi St. Florian am Inn St. Marienkirchen bei Schärding St. Roman St. Willibald Schardenberg Schärding Sigharting Suben Taufkirchen an der Pram Vichtenstein Waldkirchen am Wesen Wernstein am Inn Zell an der Pram OberösterreichLage der Gemeinde Engelhartszell im Bezirk Schärding (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Engelhartszell an der Donau
Engelhartszell an der Donau
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Engelhartszell ist eine Marktgemeinde mit 983 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016) im Bezirk Schärding im österreichischen Innviertel in Oberösterreich.

Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Schärding und ist bekannt für das hier befindliche Trappistenstift Engelszell.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Engelhartszell liegt im Oberen Donautal auf 302 m Höhe im Innviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 9,2 km, von West nach Ost 7,4 km. Die Gesamtfläche beträgt 18,89 km², 57,4 % der Fläche sind bewaldet, 28,2 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Der Hauptort der Gemeinde ist Engelhartszell.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende acht Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Engelhartszell (493)
  • Engelszell (144)
  • Kronschlag (15)
  • Maierhof (78)
  • Oberranna (18)
  • Ronthal (12)
  • Saag (18)
  • Stadl (186)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Engelhartszell und Stadl.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Untergriesbach (Niederbayern, D) Neustift im Mühlkreis (Bezirk Rohrbach)
Vichtenstein

St. Roman
Nachbargemeinden
Kopfing im Innkreis Sankt Aegidi Hofkirchen im Mühlkreis (Bezirk Rohrbach)

Waldkirchen am Wesen

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemälde am Schifferhaus Engelhartszell (Warenverzollung um 1830)

Die Siedlungsspuren in der Region gehen bis auf die Römerzeit zurück. Im Itinerarium Antonini, einem römischen Straßenverzeichnis aus dem 2. Jahrhundert n. Chr., wird der Ort als Station Stanacum angeführt.

Im Jahre 1840 wurden im Ortsteil Oberranna vom Schlögener Grabungsverein beim Gasthaus Wagner römische Mauerreste entdeckt. Das - vermutlich aus der mittleren Kaiserzeit stammende - Gebäude lag direkt am Limes (heute die Nibelungen Straße). Seine Funktion als Befestigung ist noch umstritten, möglicherweise handelte sich bei den Bauresten um einen größeren Burgus oder aber auch um Teile einer Thermenanlage. Engelhartszell wurde erstmals im Jahr 1194 urkundlich erwähnt. Das in der Nähe des Ortes liegende Stift Engelszell mit seiner Rokokokirche wurde 1293 durch Bischof Bernhard (Wernhart) von Prambach, ursprünglich als Zisterzienserkloster, gegründet. 1786 wurde Engelszell durch Kaiser Joseph II. aufgehoben, seit 1926 ist es das einzige Trappistenkloster in Österreich.

Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. 1945 wurde Österreich und damit auch Oberösterreich wiederhergestellt. 1956 wurde im Gemeindegebiet, etwa ein Kilometer nordwestlich des Ortes, das Donaulaufkraftwerk Jochenstein errichtet.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister
  • 1919-1922 Karl Mühlböck
  • 1922-1933 Josef Leithner
  • 1933-1938 Anton Luger
  • 1938-1945 Robert Bräuer-Mocker
  • 1945-1946 Anton Luger
  • 1946-1949 Josef Scherer
  • 1949-1967 Karl Frierß
  • 1967-1967 Josef Greiner
  • 1967-1979 Alois Beger
  • 1979-2002 Friedrich Bernhofer (ÖVP)
  • seit 2002 Roland Pichler (ÖVP)

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 1160 Einwohner, 2001 dann 1172 Einwohner.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Rot eine goldene, eingebogene Spitze, mit dem schwarzen Antiqua-Versalbuchstaben E belegt; in den Oberwinkeln je ein silberner, sechsstrahliger Stern.“

Die Gemeindefarben sind Rot-Gelb-Rot.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußgängerfähre Donaunixe Isa

Engelhartszell liegt an der Nibelungen Straße B 130, die von Eferding nach Passau führt.

Fußgängerfähre Engelhartszell–Jochenstein: Bei Engelhartszell quert eine Fähre - die Donaunixe Isa - die Donau nach Jochenstein in Bayern. Sie transportiert nur Fußgänger und Radfahrer, und ist nur in der Sommersaison in Betrieb. Sie wird für den Donauradweg genutzt, da hier das deutsche Ufer die ruhigere Straße hat, um zum Stift zu gelangen.[2]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Niederlassung des international tätigen Unternehmens Faber-Castell erzeugt hier Tinten und Textmarker.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fassade der Stiftskirche
Kraftwerk Jochenstein
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Engelhartszell
  • Stift Engelszell: Das Stift wurde 1293 als Zisterzienserkloster gegründet. Heute ist es das einzige Trappistenkloster in Österreich.
  • Pfarrkirche Engelhartszell: Spätgotische Kirche, Chor 1459, Langhaus 1503; Weihe 1509 vom Passauer Bischof Urban. Im 18. Jahrhundert barockisiert. An den Außenmauern sehenswerte alte Grabsteine.
  • Kaiserliches Mauthaus: Spätgotisches Gebäude mit einem Kellergewölbe aus dem 15. Jahrhundert. Das Gebäude befand sich damals an der Grenze des ehemaligen Kaiserreichs und diente der Grenzabfertigung der Donauschiffe. Heute: Nutzung als Kulturkeller für Ausstellungen und musikalische Darbietungen
  • Römercastell Stanacum: Reste eines Römercastells (Teil des römischen Limes) mit vier Rundtürmen im Ortsteil Oberranna.
  • Pestsäule: errichtet 1510
  • Kraftwerk Jochenstein: errichtet 1952 bis 1956 nach Plänen von Roderich Fick

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Engelhartszell – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. Radfähre „Donaunixe ISA“ in Engelhartszell - Oberösterreich, Homepage auf tiscover.com