Engelsdorf (Aldenhoven)

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Koordinaten: 50° 54′ 54″ N, 6° 17′ 58″ O

Engelsdorf
Gemeinde Aldenhoven
Wappen von Engelsdorf
Höhe: 101 m ü. NHN
Fläche: 2,31 km²
Einwohner: 189 (31. Mai 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 82 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 52457
Vorwahl: 02464

Engelsdorf ist der kleinste Ortsteil der Gemeinde Aldenhoven im Kreis Düren, Nordrhein-Westfalen.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Engelsdorf liegt nördlich von Aldenhoven, östlich von Dürboslar, westlich von Koslar und südlich von Merzenhausen (beide Stadt Jülich). Durch Engelsdorf fließt der Merzbach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ehemalige Wasserburg Engelsdorf wird bereits im 11. Jahrhundert erwähnt. Sie ist mehrmals zerstört worden. Im 19. Jahrhundert kam die Burg in den Besitz der Familie Opfergelt.

Engelsdorf, oder zumindest die Burg Engelsdorf, hat im Laufe der Zeit mehrere Wappen getragen – jedes davon mit einer anderen Geschichte. Das aktuelle Dorfwappen wird folgendermaßen erklärt: In grün schwebend ein goldener Turm begleitet rechts und links von einer Pflugschar. In der geschichtlichen Begründung heißt es: Seit 1320 bestellten die Bauern ihre Felder im Schutz der Burg, weswegen die Pflugscharen im Wappen erscheinen.

Die alte Schule des Orts wurde 1968 geschlossen und später abgerissen. Heute stehen Wohnhäuser an dieser Stelle. Das später von der Gemeinde errichtete Gebäude am Dorfplatz wurde etwa bis zur Jahrtausendwende als Schulkindergarten genutzt. Inzwischen wird das Gebäude nur noch als Bürgerhaus genutzt.

Am 1. Januar 1972 wurde Engelsdorf nach Aldenhoven eingemeindet.[2]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsansässige Feuerwehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für das gemeinschaftliche Dorfleben größten Teils verantwortlich ist die Feuerwehr. Die Löschgruppe Engelsdorf, die zur Freiwilligen Feuerwehr Aldenhoven gehört, ist fester Bestandteil der Dorfgemeinschaft und besteht aus jungen wie alten Dorfbewohnern.

Maigesellschaft Koslar-Engelsdorf 1857[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieser, dem Maibrauchtum verschriebene, Verein besteht als Gemeinschaft zwischen den beiden Orten Koslar (Stadt Jülich) und Engelsdorf (Gemeinde Aldenhoven) schon seit 1857. Die beiden Orte gehören noch heute zur gleichen Pfarrgemeinde St. Adelgundis. Jedes Jahr setzen die Mitglieder der Maigesellschaft in beiden Orten je einen Maibaum, während die eigentliche Maikirmes nebst Festzug und Ball in Koslar stattfindet.

IG Engelsdorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2005 existiert im Dorf auch die Interessengemeinschaft Engelsdorf. Der Verein sorgte dafür, dass das Gebäude des alten Vorschulkindergartens erhalten blieb. Das Gebäude wird seitdem für das Dorfleben genutzt und auch für die Jugend des Dorfes wurden dort Räumlichkeiten geschaffen.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Direkt am südlichen Ortsrand verläuft die Bundesautobahn 44. Engelsdorf ist mit einem Anruf-Sammel-Taxi zu erreichen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://www.aldenhoven.de/rathaus/online-dienste/dienstleistungen/buergerbuero/einwohnerzahlen.php#c1
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 308.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ulrich Coenen: Architektonische Kostbarkeiten im Kreis Düren. 2. Aufl., Verlag Mainz, Aachen 1989.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]