Engerdal

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Wappen Karte
Wappen der Kommune Engerdal
Engerdal (Norwegen)
Engerdal
Engerdal
Basisdaten
Kommunennummer: 3425
Provinz (fylke): Innlandet
Verwaltungssitz: Engerdal
Koordinaten: 61° 45′ N, 11° 57′ OKoordinaten: 61° 45′ N, 11° 57′ O
Fläche: 2.196,55 km²
Einwohner: 1.250 (23. Feb. 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 1 Einwohner je km²
Sprachform: Bokmål
Postleitzahl: 2440
Webpräsenz:
Politik
Bürgermeister: Line Storsnes (Samlingslista) (2019)
Lage in der Provinz Innlandet
Lage der Kommune in der Provinz Innlandet
Blick auf den Femundsee, 2007

Engerdal ist eine Kommune im norwegischen Fylke Innlandet. Die Kommune hat 1250 Einwohner (Stand: 23. Februar 2021). Verwaltungssitz ist der gleichnamige Ort Engerdal.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Engerdal ist die nordöstlichste Kommune im Fylke Innlandet und grenzt im Osten an Schweden und im Norden an die Provinz Trøndelag. Die norwegischen Nachbarkommunen sind Trysil im Süden, Rendalen im Westen, Tolga und Os im Nordwesten sowie Røros im Fylke Trøndelag im Norden. Im Norden von Engerdal befinden sich der Femundsee sowie der Femundsmarka-Nationalpark. Weitere Seen in Engerdal sind der Drevsjøen und der Vurrusjøen im Osten sowie der Engeren im Süden. Mit dem Gutulia-Nationalpark liegt an der Grenze zu Schweden ein weiterer Nationalpark in Engerdal. Der Fluss Trysilelva durchquert die Gemeinde in Nord-Süd-Richtung.[2] Die Baumgrenze liegt hier bei etwa 900 moh. Die höchste Erhebung ist der Elgåhogna mit einer Höhe von 1459,8 moh. im Nordosten der Gemeinde[3]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ansiedlungen sind über das Gemeindeareal verteilt, die größten Ortschaften sind das Verwaltungszentrum Engerdal und der Ort Drevsjø im Osten. Weitere kleine Orte sind Heggeriset, Hylleråsen, Elgå und Sorken. Die Einwohnerzahlen sind rückläufig, von 2009 bis 2019 sank sie um 10,4 Prozent.[4]

Die Einwohner der Gemeinde werden Engerdøl genannt.[5] Offizielle Schriftsprache ist wie in vielen Kommunen in Innlandet Bokmål, also die weiter verbreitete der beiden norwegischen Sprachformen.[6]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Engerdal entstand zum 1. Januar 1911 bei der Zusammenlegung von Teilen der Gemeinden Trysil, Ytre Rendal, Øvre Rendal und Tolga.[7] Bis zum 31. Dezember 2019 gehörte Engerdal der damaligen Provinz Hedmark an. Diese ging im Zuge der Regionalreform in Norwegen in die zum 1. Januar 2020 neu geschaffene Provinz Innlandet über.[8]

Mit der Engerdal kirke liegt eine Holzkirche aus dem Jahr 1873 in der Gemeinde, die Drevsjø kirke ist aus dem Jahr 1847.[9][10]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Vergangenheit waren vor allem Land- und Forstwirtschaft von größerer wirtschaftlicher Bedeutung, diese ging mit der Zeit allerdings zurück. In der Landwirtschaft ist heute vor allem die Rinder- und Schafhaltung verbreitet, des Weiteren gibt es in der Kommune Samen, die von der Rentierhaltung leben. Der Großteil des Waldgebiets gehört dem Staat, der auch den Holzverarbeitungsbetrieb Drevsjø Trelast besitzt. Eine weitere Einnahmequelle ist der Tourismus, der unter anderem auf Aktivitäten in der Natur wie dem Kanusport basiert.[4] Im Jahr 2019 arbeiteten von 597 Arbeitstätigen 444 in Engerdal selbst, der Rest verteilte sich auf Kommunen wie Trysil, Elverum und Oslo.[11]

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name der Kommune setzt sich aus den beiden Bestandteilen „Enger“ und „-dal“ zusammen, wobei „dal“ für „Tal“ steht. „Enger“ hingegen hängt mit dem Flussnamen Engeråa und dem See Engeren zusammen, wobei die Namen vom altnordischen Begriff „ǫngr“ abgeleitet sind. Dieser bedeutet „eng“ oder „schmal“ und bezieht sich auf das relativ schmale Tal Engerdal.[12]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Engerdal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 07459: Alders- og kjønnsfordeling i kommuner, fylker og hele landets befolkning (K) 1986 – 2021 Statistisk sentralbyrå. 23. Februar 2021 (norwegisch)
  2. Engerdal kommune. In: Norgeskart. Kartverket, abgerufen am 17. November 2020 (norwegisch).
  3. Høgaste fjelltopp i kvar kommune. Kartverket, 1. September 2015, abgerufen am 17. November 2020 (norwegisch (Nynorsk)).
  4. a b Trond Olav Svendsen: Engerdal. In: Store norske leksikon. Abgerufen am 17. November 2020 (norwegisch).
  5. Innbyggjarnamn. Språkrådet, abgerufen am 17. November 2020 (norwegisch (Nynorsk)).
  6. Forskrift om målvedtak i kommunar og fylkeskommunar (målvedtaksforskrifta). In: Lovdata. 6. Januar 2020, abgerufen am 17. November 2020 (norwegisch).
  7. Dag Juvkam: Historisk oversikt over endringer i kommune- og fylkesinndelingen. (PDF) In: ssb.no. 1999, abgerufen am 17. November 2020 (norwegisch).
  8. Kommunal- og moderniseringsdepartementet: Nye kommune- og fylkesnummer fra 2020. In: regjeringen.no. 27. Oktober 2017, abgerufen am 17. November 2020 (norwegisch).
  9. Engerdal kirke. In: Kirkesøk. Abgerufen am 17. November 2020 (norwegisch).
  10. Drevsjø kirke. In: Kirkesøk. Abgerufen am 17. November 2020 (norwegisch).
  11. Pendlingsstrømmer. Statistics Norway, abgerufen am 17. November 2020 (norwegisch).
  12. Engerdal. In: Norsk stadnamnleksikon. Abgerufen am 17. November 2020 (norwegisch).