Enno Trebs

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Enno Trebs (* 1995 in Berlin[1]) ist ein deutscher Schauspieler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Enno Trebs kommt aus Birkenwerder, in der Nähe von Berlin.[2][3] Er wuchs in einer Familie mit fünf Kindern auf. Seine Geschwister Theo Trebs, Lilli Trebs, Nele Trebs und Pepe Trebs sind ebenfalls Schauspieler, mit denen er teilweise auch zusammenarbeitet.[3]

Enno Trebs, der das Neue Gymnasium in Glienicke besuchte, kam eher zufällig zur Schauspielerei.[2][3] Bei einem Vorsprechen für eine Rolle in Detlev Bucks Kinderfilm Hände weg von Mississippi (2007), bei dem er relativ früh ausschied, wurde er von einer Schauspielagentin entdeckt, die ihn, wie auch seinen älteren Bruder Theo (* 1994) und seine jüngere Schwester Lilli (* 1996), unter Vertrag nahm.[2] Seine erste große Rolle spielte Enno Trebs, als Filmsohn von Gabriela Maria Schmeide, in der Fernsehkomödie Krauses Fest (2007; Regie: Bernd Böhlich) mit dem Polizeiruf-110-Wachtmeister Horst Krause und Dominique Horwitz in den Hauptrollen.[2]

Beim Casting für den mehrfach ausgezeichneten Film Das weiße Band – Eine deutsche Kindergeschichte (2009) wurde Enno Trebs aus über 8000 Kindern ausgewählt.[2] Von Juni bis September 2008 stand er, gemeinsam mit insgesamt über 40 jungen Darstellern, schließlich vor der Kamera.[2] Er spielte Georg, den Sohn des von Josef Bierbichler dargestellten Gutsverwalters, der ebenso wie die anderen Kinder des Dorfes in die geheimnisvollen Verbrechen verwickelt ist, die sich in einer abgeschiedenen norddeutschen Dorfgemeinschaft kurz vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs ereignen.[2] Auch seine Geschwister Lilli und Theo Trebs wirkten in dem Film als Kinderdarsteller mit.

In dem Gefängnisdrama Picco (2010) hatte er eine Nebenrolle; er spielte den Bruder von Andy (Martin Kiefer), einem der Protagonisten des Films. In dem Historienfilm Poll (2010), der im Sommer 2009 in Estland gedreht wurde und kurz vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs im Baltikum spielt, verkörperte Enno Trebs den jungen Kadetten Paul von Siering, der in der russischen Armee Dienst tut, und der seiner Cousine Oda, der späteren Schriftstellerin und Lyrikerin Oda Schaefer (1900–1988), in die er verliebt ist, den Hof macht.[3] In der ARD-Vorabendserie Heiter bis tödlich: Alles Klara war er in der zweiten Staffel in der Folge 25 Das Opfer von Regenstein, die im Dezember 2013 erstausgestrahlt wurde, der junge Marius Thorwaldt, der Anführer einer Gothic-Clique, der eigentlich das Opfer des tödlichen Angriffs werden sollte. In dem Fernsehfilm Mona kriegt ein Baby (Erstausstrahlung: April 2014) spielte er den 17-jährigen Roman Seifert, den Vater des Kindes der 14-jährigen Schülerin Mona Lessing, der die Verantwortung für das von ihm gezeugte Kind nicht übernehmen will. In dem Kinofilm Freistatt (2015) war er in der Rolle von Bernd zu sehen; er verkörperte den „Ranghöchsten“ einer Gruppe Jugendlicher in einem christlichen Erziehungsheim.

Im Polizeiruf 110: Der Preis der Freiheit, der im April 2016 erstausgestrahlt wurde, spielte er den jungen Friedrich „Fritz“ Piatkowski, der sich gemeinsam mit seinem Vater Lutz (gespielt von Thomas Loibl) in einer regionalen Bürgerwehr engagiert.[4] Im Oktober 2016 war Trebs in der Serie In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte (Folge: Masken) in einer Episodenhauptrolle zu sehen. Er spielte den schwerverletzten Strafgefangenen Dennis Lürssen, der den Gefängnisarzt der örtlichen Jugendstrafanstalt tätlich angegriffen hat, seine Tat aber mittlerweile bereut.

Enno Trebs wird mittlerweile von der Agentur seiner Mutter Dorothea Trebs[5] vertreten.[3] Er lebt am Rand Berlins in Brandenburg.[1]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Enno Trebs. Profil und Vita bei Schauspielervideos.de. Abgerufen am 21. Oktober 2016.
  2. a b c d e f g Deutscher Jungschauspieler: Enno, 14, hofft auf den Oscar. Porträt über Enno Trebs. In: SPON vom 7. März 2010. Abgerufen am 21. Oktober 2016
  3. a b c d e Theo und Enno Trebs aus Birkenwerder spielen in "Der ganz große Traum" und in "Poll" unter anderem an der Seite von Daniel Brühl. In: Märkische Oderzeitung vom 7. Februar 2011. Abgerufen am 21. Oktober 2016
  4. „Der Preis der Freiheit“ Dieser „Polizeiruf“ enttäuschte auf ganzer Linie. Fernsehkritik. In: Berliner Zeitung vom 17. April 2016. Abgerufen am 21. Oktober 2016
  5. Dorothea Trebs - Agentur Kokon