Ensdorf (Oberpfalz)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ensdorf
Ensdorf (Oberpfalz)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ensdorf hervorgehoben

Koordinaten: 49° 20′ N, 11° 56′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Amberg-Sulzbach
Höhe: 469 m ü. NHN
Fläche: 41,46 km2
Einwohner: 2066 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 50 Einwohner je km2
Postleitzahl: 92266
Vorwahl: 09624
Kfz-Kennzeichen: AS, BUL, ESB, NAB, SUL
Gemeindeschlüssel: 09 3 71 120
Gemeindegliederung: 18 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstr. 4
92266 Ensdorf
Website: www.ensdorf.de
Bürgermeister: Hans Ram (SPD[2])
Lage der Gemeinde Ensdorf im Landkreis Amberg-Sulzbach
Auerbach in der OberpfalzKönigstein (Oberpfalz)Hirschbach (Oberpfalz)EtzelwangWeigendorfBirglandKastl (Lauterachtal)EdelsfeldEdelsfeldVilseckNeukirchen bei Sulzbach-RosenbergSulzbach-RosenbergEichen (gemeindefreies Gebiet)FreihungHirschauGebenbachSchnaittenbachHahnbachIllschwangFreudenberg (Oberpfalz)UrsensollenEbermannsdorfEnsdorf (Oberpfalz)KümmersbruckRieden (Oberpfalz)HohenburgSchmidmühlenPoppenrichtAmmerthalAmbergLandkreis Neustadt an der WaldnaabWeiden in der OberpfalzLandkreis SchwandorfLandkreis BayreuthLandkreis Nürnberger LandLandkreis Neumarkt in der OberpfalzKarte
Über dieses Bild

Ensdorf ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Amberg-Sulzbach.

Geographie

Ensdorf liegt in der Region Oberpfalz-Nord.

Gemeindegliederung

Es gibt 18 Ortsteile[3]:

Es gibt folgende Gemarkungen: Ensdorf, Garsdorf, Taubenbacher Forst, Thanheim, Wolfsbach.

Geschichte

Pfarrkirche St. Jakob (ehemalige Klosterkirche)
Turm der ehemaligen Pfarrkirche St. Stephan

Bis zur Gemeindegründung

Ur- und frühgeschichtliche Spuren finden sich am Ringwall Ensdorf. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahre 1028. Ausgrabungen am sogenannten Stephansturm, dem einzigen Rest der 1805 abgebrochenen Pfarrkirche St. Stephan, erbrachten den Nachweis einer Kirche des 10. Jahrhunderts.[4] Dendrochronologische Untersuchungen haben ergeben, dass der Turm im Jahr 1075 erbaut wurde.[5] Er ist somit eines der ältesten Bauwerke der Oberpfalz. Ensdorf gehörte bis zur Säkularisation 1802 zum 1121 durch Pfalzgraf Otto V. von Scheyern und Bischof Otto von Bamberg gegründeten Kloster Ensdorf, einem der ältesten Klöster der heutigen Oberpfalz, gehörte. Der Ort war zwar Teil des Kurfürstentums Bayern, bildete aber eine geschlossene Hofmark, deren Sitz das Kloster war. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

20. Jahrhundert

Seit 1920 haben sich die Salesianer Don Boscos im ehemaligen Benediktinerkloster niedergelassen.

Eingemeindungen

Garsdorf (zum Teil), Thanheim und Wolfsbach wurden am 1. April 1971 in die Gemeinde eingegliedert.[6]

Am 1. September 2015 erfolgte die Auflösung des gemeindefreien Gebiets Hirschwald. Dabei wurde ein Teil in die Gemeinde Ensdorf eingegliedert und die Gemeindefläche wuchs auf 61,0372 km² an.[7]

Einwohnerentwicklung

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1.939 auf 2.176 um 237 Einwohner bzw. um 12,2 %.

  • 1933: 0825 Einwohner
  • 1939: 0761 Einwohner
  • 1961: 1765 Einwohner
  • 1970: 1902 Einwohner
  • 1987: 1934 Einwohner
  • 1991: 2054 Einwohner
  • 1995: 2142 Einwohner
  • 2000: 2222 Einwohner
  • 2005: 2278 Einwohner
  • 2010: 2227 Einwohner
  • 2015: 2219 Einwohner

Politik

Gemeinderatswahl 2020[8]
(in %)
 %
50
40
30
20
10
0
44,12
42,60
13,28
BDL
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2014
 %p
 16
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
+15,52
-0,30
-10,92
BDL
aktuelle Sitzverteilung im Gemeinderat Ensdorf (15. März 2020)
   
Insgesamt 14 Sitze
  • SPD: 6
  • CSU: 6
  • BDL: 2

Bürgermeister

Bürgermeister ist seit 1. Mai 2020 Hans Ram (SPD). Er wurde mit 54,38 % der Stimmen gewählt.[9]

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 14 Sitze. Bei der Kommunalwahl vom 15. März 2020 haben von den 1.779 stimmberechtigten Einwohnern in der Gemeinde Ensdorf 1.308 von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht, womit die Wahlbeteiligung bei 73,52 % lag.[10]

Wappen

Das Wappen wird seit 1928 geführt.

Amtliche Wappenbeschreibung

In Silber ein roter Zickzackbalken zwischen drei (2:1) blauen Lilien.[11]

Bedeutung der Symbole

Es verweist auf das Kloster Ensdorf, das den Wittelsbacher Zickzackbalken im Wappen führte. Die drei Lilien sind dem Wappen der Grafen von Kastl-Sulzbach entnommen und erinnern an Heilika, die Klostergründerin.

Gemeindepartnerschaften

Ensdorf unterhält eine Partnerschaft mit der gleichnamigen saarländischen Gemeinde Ensdorf.

Baudenkmäler

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft

2017 gab es in der Gemeinde 274 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Von der Wohnbevölkerung standen 896 Personen in einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis. Damit war die Zahl der Auspendler um 722 Personen größer als die der Einpendler. 33 Einwohner waren arbeitslos. 2016 gab es 44 landwirtschaftliche Betriebe.

Des Weiteren gibt es seit 2008 in Ensdorf das Zentrum für Erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit[12], das zur Förderung von Umwelt- und Klimaschutz gegründet wurde.

Verkehr

Ensdorf ist durch die unmittelbar am westlichen Ortsrand verlaufende Staatsstraße 2165 und die durch den Ort führende Kreisstraße AS8 an das überörtliche Verkehrsnetz angeschlossen.

Vereine

  • DJK Ensdorf, größter Verein in der Gemeinde Ensdorf mit mehr als 800 Mitgliedern

Bildung

Es gibt folgende Einrichtungen:

  • eine Kindertageseinrichtung mit 75 Plätzen und 57 Kindern (Stand 1. März 2018) und
  • die Mittelschule Frensdorf für die Jahrgangsstufen 5 bis 10 mit acht Lehrkräften und 106 Schülern (Schuljahr 2018/19).[13]

Mittelschule Ensdorf: Seit Beginn des Schuljahres 2005/2006 gibt es für die Schulen Ensdorf und Rieden eine neue Regelung. Alle Schulkinder der Jahrgänge 1–4 besuchen nicht mehr die Grund- und Teilhauptschule II in Ensdorf, sondern wechselten zur Grund- und Teilhauptschule I nach Rieden, jetzt nur noch Grundschule Rieden.[14] Die Jahrgänge 5 und 6, die bisher noch in Rieden untergebracht waren, wechselten zur Hauptschule (jetzt umbenannt Mittelschule) Ensdorf. Jetzt sind die Klassen 5–10 in der Mittelschule Ensdorf untergebracht.

Söhne und Töchter der Gemeinde

Weblinks

Commons: Ensdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Bürgermeister. Gemeinde Ensdorf, abgerufen am 25. Juni 2020.
  3. Gemeinde Ensdorf in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 24. Juli 2020.
  4. Mathias Hensch: Der Stephansturm in Ensdorf – eines der ältesten Bauwerke der Oberpfalz. In: Das archäologische Jahr in Bayern 2005. Stuttgart 2006, S. 116–119.
  5. Hensch, wie Anm. 3
  6. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 419.
  7. Amtsblatt der Oberpfalz, aufgerufen am 1. September 2015
  8. Gemeinderatswahl 2020
  9. Bürgermeisterwahl 2020
  10. Gemeinderatswahl 2020
  11. Eintrag zum Wappen von Ensdorf (Oberpfalz) in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  12. http://www.zen-ensdorf.de/
  13. Mittelschule Frensdorf in der amtlichen Schuldatenbank, abgerufen am 24. Juli 2020
  14. Grundschule Rieden in der Schuldatenbank, abgerufen am 24. Juli 2020