Entenklemmer

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Thaddäus Trolls Entaklemmer in Stuttgart-Bad Cannstatt

Unter einem Entenklemmer (Entaklemmer oder Endaklemmer)[1] wird im Schwäbischen ein geiziger Mensch verstanden. Die Herkunft des Begriffs wird damit erklärt, dass Enten ihre Eier nicht nur im Nest legen, sondern auch in freier Wildbahn. Soll der Ente ein Freigang gewährt werden, so klemmt der Entenklemmer den hinteren Körperteil mit Daumen und Zeigefinger ein, um damit zu fühlen, ob in nächster Zeit ein Ei gelegt wird. Falls dies der Fall ist, bekommt die Ente Aufstallung verordnet.[2] Eine Variante des Entenklemmers (Geizkragens) ist ein Tierbesitzer, der der Ente vor dem Verkauf noch schnell ein Ei abpresst, um dieses selbst zu behalten.

Der schwäbische Schriftsteller Thaddäus Troll hat 1976 Molières Stück Der Geizige zu einem Lustspiel mit dem Namen Der Entaklemmer adaptiert.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Entenklemmer – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Endaklemmer Abgerufen am 1. Dezember 2013 von schwaebisches-woerterbuch.de
  2. Entenklemmer (Google Books) Christoph Sonntag: Schwäbisch für Anfänger, Langenscheidt, 2010. ISBN 3-468-73801-3 (mit genauer Erklärung)