Yana Milev

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Yana Milev (* 1969 als Jana Elisabeth Milev in Leipzig) ist eine deutsche Kulturphilosophin, Soziologin, Ethnographin, Kuratorin und Hochschuldozentin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Yana Milev wurde als erstes Kind des bulgarischen Arztes und Anthropologen Gantscho „Geo“ Milev und der deutschen Sprachmittlerin Karin Fahr-Mileva geboren. Nach dem Abitur begann sie 1987 ein Studium für Bühnen- und Kostümbild an der Hochschule für Bildende Künste Dresden (HfBK), das sie 1995 mit dem Diplom abschloss. Anschließend wurde sie mit einer Graduiertenförderung des Landes Sachsen an der HfBK Dresden Meisterschülerin bei Günther Hornig. In den letzten Jahren der DDR war Milev in der Subkultur aktiv und wurde mit Schmalfilmen, Performances und Konzeptkunst bekannt.[1][2][3][4][5] Mit einem DAAD-Stipendium ging sie nach Japan, befasste sich dort mit ethnografischen Studien und trainierte die traditionellen japanischen Kampfkünste Kyudō und Aikidō.

Ab 2003 absolvierte Milev bei Peter Sloterdijk ein Doktoratsstudium für Philosophie an der Akademie der bildenden Künste Wien und an der HfG Karlsruhe. Ab 2004 wirkte sie als Dozentin und Projektleiterin an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK), zunächst am Institut für Designforschung und ab 2013 am Institute of Cultural Studies in the Arts (ICS). Gleichzeitig wurde sie in kuratorischen Projekten an der ZHdK und am Zentrum für Kunst und Medien aktiv.[6][7] Ihre Promotion zur Dr. phil. erfolgte 2008 zu einem Thema der politischen Philosophie bei Peter Sloterdijk und Elisabeth von Samsonow mit summa cum laude. 2010 wurde sie Visiting Research Fellow am Forschungsinstitut der HfG Karlsruhe.[8]

Milev habilitierte sich 2014 mit einem Thema zur politischen Designsoziologie an der Universität St. Gallen (SfS-HSG),[9] wo sie ab 2016 Privatdozentin für Kultursoziologie war.[10] Zwischen 2000 und 2015 arbeitete sie als Universitätsdozentin mit Lehraufträgen an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, der Universität der Künste Berlin (UdK), der Universität Salzburg, der FH Salzburg und der HfG Karlsruhe.

2017 gründete sie AGIO, Gesellschaftsanalyse + Politische Bildung zur Realisierung des Forschungsprojektes Entkoppelte Gesellschaft. Liberalisierung und Widerstand in Ostdeutschland seit 1989/90.[11]

In einem Interview bezeichnete Milev 2020 die staatlichen Schutzmaßnahmen gegen das Corona-Virus als inszenierten Kriegszustand: „Nach innen hin erzählen sie der Bevölkerung etwas von Corona, während die sozialen Märkte umgestellt und Inflationen sowie Deflationen innitiiert werden.“ Die so geschaffene Situation, ein durch Angst kontrolliertes „Framing“, werde genutzt, um „die Märkte zu regulieren und um die Markthoheit neu zu ordnen“.[12]

In einem 2021 geführten Podiumsgespräch mit dem Präsidenten der Bundeszentrale für politische Bildung Thomas Krüger und dem Ausstellungsmacher Christoph Tannert tritt Milev für Rehabilitierung einer biografischen Herkunft in der DDR ein. „Es muss möglich sein eine Herkunft in der DDR offen zu bezeugen ohne sozial geächtet zu werden.“ Milev tritt in diesem Gespräch für eine „agonistische Gesellschaft“ ein wie sie von der Belgischen Politikwissenschaftlerin Chantal Mouffe als „demokratisches Paradox“ entworfen wurde.[13][14]

Künstlerisches Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Milev inszenierte Ende der 1980er-Jahre Performances und produzierte Schmalfilme, bildnerische Arbeiten, Installationen und urbane Interventionen. In seriellen Multi-Media-Inszenierungen agierte sie mit Künstlern wie Paul Landers, Christian Lorenz, André Greiner-Pol (Freygang), Johannes Jansen und Matthias Baader Holst in opernartigen Jam Sessions. Dabei wurden Filme mit Live-Sounds bespielt und fanden als konzertante Aufführungen im Rahmen verschiedener Veranstaltungen u. a. an der HfBK Dresden, dem Ausstellungszentrum Fučíkplatz, dem Haus der jungen Talente Berlin und dem Potsdamer Lindenpark statt.[15][16]

In den 1990er Jahren verlagerte sich Milevs Arbeitsschwerpunkt auf die Rauminstallation. Den Zusammenbruch des Ostblocks thematisierte sie in seriellen Medieninstallationen mit dem Titel Exodus (I bis VII). Weiterhin arbeitete sie mit Elementen des Films und der Projektion und schuf begehbare Projektionsräume, die unter anderem auf der Großen Kunstausstellung NRW in Düsseldorf (1993), im Dresdner Leonhardi-Museum (1995) und im Städtischen Museum Zwickau (1995) gezeigt wurden. 1997 nahm sie an der Documenta X teil und präsentierte im Ottoneum die interaktive Rauminstallation Projektionsforum III.[17] Nach ihrer Rückkehr von einem zweijährigen Japan-Studienaufenthalt entstanden Arbeiten zum Thema Resonanzarchitektur. Sie stellte diese Arbeiten und Rauminstallationen in zahlreichen Museen und Galerien aus.

Ab 2005 wurden in Studio- oder Außenrauminszenierungen Szenarien ausschließlich für das Fotobild arrangiert. Gemeinsam mit dem Fotografen Philipp Beckert, mit dem sie seit 1989 zusammenarbeitet, realisierte sie Werkblöcke, wobei sie Zitate der Kampfkünste, des Zen-Mondo oder des japanischen Ausdruckstanzes Butoh kombiniert mit Versatzstücken aus der Pop-Kultur integriert. Die Kunstwerke wurden als großformatige Hochglanzfotos ausgestellt und stellten bewusst eine Nähe zur Modefotografie her.[18] 2011 begründete sie zusammen mit Philipp Beckert[19][20] das Label NUXN, eine Plattform für Fotografie und Visuelle Soziologie.

AOBBME-Projekt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1987 begann das AOBBME-Projekt (Association of Black Box Multiple Environments), begründet auf der Philosophie des Black Box und deren Nicht-Einsehbarkeit. Ab 1994 firmierte AOBBME als Institut für Angewandte Raumforschung und Mikrotopische Kulturproduktion in Berlin. Hierzu erschienen zahlreiche Publikationen und Rezeptionen.[21][22][23][24] Bereits Anfang der 1990er Jahre vertrat Milev die Forderung der künstlerischen Forschung als Bedingung der Kunstproduktion.[25] Das AOBBME-Institut firmierte in Kyōto als Institut für Angewandte Resonanzforschung. Nach der Beendigung des Projektes AOBBME im Jahr 2018 wird es als Online-Werks-Archiv verwaltet und als Marke weitergeführt.[26]

Wirken als Kuratorin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei ihren Kuratierungen verschränkt Milev Wissenschaft, mediale Versuchsanordnungen, ethnografische Feldforschung und szenische Präsentation zu multiplen Environments. Ihre ersten kontextorientierten Projektleitungen realisierte sie zwischen 1988 und 1991 an der HfBK Dresden und im Black Box Multiplen Studio Dresden-Nord. Weitere kuratorische Projekte folgten 1995 im Leonhardi-Museum Dresden, 1995, im Goethe-Institut Osaka, 1997 und in der Galerie EIGEN+ART Leipzig, 2001. Im Rahmen ihrer Ausstellungen inszenierte sie mit Publikum und Gästen Workshops mit interdisziplinären Charakter, die so genannten AOBBME Ambulanzen.

Mit dem Internationalen Symposium „Emergency Design“, das 2006 als Festival und Konferenz an der ZHdK in Zürich stattfand,[27] organisierte Milev mit interdisziplinären Konferenz-Panels, einem Film-Programm, Innen- und Außenraum-Szenarien, Veranstaltungs-Zonen auf dem gesamten ZHdK-Gelände, sowie mehr als 60 internationalen bekannten Teilnehmern eine dreitägige Kulturinszenierung.[28][29] Auch an der der HfG Karlsruhe entstanden verschiedene kuratorische Programme und Plattformen.[30][31]

2011 war Milev in der Beratung der Programmkoordination von Cordula Hamschmidt für die Veranstaltung „Über Wut/On Rage“ am Haus der Kulturen der Welt Berlin tätig.[32][33][34]

Wissenschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab 2004 erweiterte Milev ihr Forschungsfeld um den Bereich der Designforschung. An der Zürcher Hochschule der Künste begründet sie 2005 Emergency Design, ein Forschungs-Dispositiv, das die politische, soziale, spatiale und ästhetische Dimension von Überleben thematisiert. Die von Milev hergestellte Verbindung aus den Begriffen der Politischen Philosophie wie Ausnahmezustand, Kriegszustand, State of Emergency oder Zone der Anomie, mit dem Designing als praxeologisches und soziospatiales Handlungskonzept im Emergency Design, ist ein neues Theorieinstrument zur Verifizierung von gesellschaftlichen Transformationen.[35][36]

Milev beschäftigte sich außerdem im Verlauf ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit mit der Prekarisierung und der symbolischen Gewalt neoliberaler Regime.[37] Sie erforschte eine Design Governance als Element der Global Governance und arbeitete die Funktion von Medien und Marketings bei der hegemonialen Durchsetzung von Konzerninteressen heraus. Hierbei verknüpfte sie Globalisierungskritik mit Gewaltkritik und einer Kritik der Kreativökonomie. Milev analysiert weiter die pathogenen Effekte koordinierter Markenbewegungen in den sozialen Feldern wie sozialethische Desorientierung, Deprivation oder komorbide Erkrankungen.

Seit 2017 liegt Milevs Forschungsschwerpunkt auf den Themen der Subordination und Diskriminierung der DDR-Sozialisierten nach der deutschen Wiedervereinigung, der Prekarität und Anomie in den neuen Ländern, des Ost-West-Kulturkonflikts im vereinigten Deutschland, sowie des normativen Populismus einer herrschenden marktliberalen Demokratie.[38][39][40] Das von ihr begründete Forschungsprojekt Entkoppelte Gesellschaft. Liberalisierung und Widerstand in Ostdeutschland seit 1989/90. Ein soziologisches Laboratorium wird seit 2018 in einer mehrbändigen Edition vom Verlag Peter Lang publiziert.[41]

In ihren Veröffentlichungen Demokratiedefekte und Das Treuhand Trauma Milev bezeichnet sie den Einigungsvertrag als „Enteignungsvertrag“,[42] den Beitrittsbeschluss der Volkskammer als „Ermächtigungsgesetz“,[42] den Aufbau Ost als „Vollstreckungsfeldzug“[43] und die erste freie Volkskammerwahl als eine von Bonn aus koordinierte Kampagne.[44] Milevs Forschung zur Wiedervereinigung wird vielfältig rezipiert und angefochten.[45][46][47][48] Sie wird als innovativer Beitrag u. a. in der Korea-Forschung[49] zur Kenntnis genommen oder in der Ethnologie und Europäischen Kulturwissenschaft.[50][51]

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monografien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Emergency Empire – Teil 1: Souveränität. Transformation des Ausnahmezustands. Zugleich Dissertation. Springer, Wien/ New York 2009, ISBN 978-3-211-79811-9
  • Emergency Design – Anthropotechniken des Über/Lebens, Eine kulturanthropologische Perspektive. Merve Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-88396-300-6
  • Designsoziologie. Der erweiterte Designbegriff im Entwurfsfeld der politischen Theorie und Soziologie. Peter Lang, ISBN 978-3-631-65670-9
  • Entkoppelte Gesellschaft - Ostdeutschland seit 1989/90. Anschluss. Peter Lang, Berlin 2018, ISBN 978-3-631-77155-6
  • Demokratiedefekte. Ein Essay zum normativen Populismus, Agenda Verlag, Münster 2019, ISBN 978-3-89688-624-8.
  • Das Treuhand-Trauma. Die Spätfolgen der Übernahme, Das Neue Berlin, Berlin 2020, ISBN 978-3-360-01359-0
  • Entkoppelte Gesellschaft – Ostdeutschland seit 1989/90. Umbau. Peter Lang, Berlin 2019, ISBN 978-3-631-77155-6
  • Entkoppelte Gesellschaft – Ostdeutschland seit 1989/90. Exil. Peter Lang, Berlin 2020, ISBN 978-3-631-77155-6

Herausgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • mit Gerhard Blechinger: Emergency Design. Designstrategien im Arbeitsfeld der Krise. Springer, Wien/New York 2008, ISBN 978-3-211-48760-0
  • D.A. - A Transdisciplinary Handbook of Design Anthropology. Peter Lang, 2013, ISBN 978-3-631-61906-3
  • Design Kulturen. Der Erweiterte Designbegriff im Entwurfsfeld der Kulturwissenschaft. HFG Forschung, Fink, München 2013, ISBN 978-3-7705-5534-5.
  • Europa im freien Fall. Orientierung in einem neuen Kalten Krieg. Turia+Kant, Wien/ Berlin 2016, ISBN 978-3-85132-822-6.
  • mit Franz Schultheis: Entkoppelte Gesellschaft - Ostdeutschland seit 1989/90. Tatbestände. Peter Lang, Berlin 2019, ISBN 978-3-631-78731-1
  • mit Philipp Beckert, Marcel Noack: Entkoppelte Gesellschaft – Ostdeutschland seit 1989/90. Zeugnisse/Fotografie. Peter Lang, Berlin 2021, ISBN 978-3-631-81991-3.

Stipendien und Preise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johannes Kirschenmann: Konstruktionen auf der Baustelle des Subjekts. Überlegungen zur documenta-Arbeit von Yana Milev. In: Bernhard Balkenhol, Heiner Georgsdorf (Hrsg.): X mal documenta X. Über Kunst und Künstler der Gegenwart. Ein Nachlesebuch zur 10. documenta. University Press Kunsthochschule Universität Kassel, Kassel 1997, ISBN 3-88122-963-9.
  • Susanne Meyer-Büser: Yana Milev. Begriffs-Environment als Gesamtkunstwerk. In: Talk Show. Die Kunst der Kommunikation. Hatje Cantz, Ostfildern 1999, ISBN 3-7913-2066-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Autonome Kunst in der DDR, Hochschule der Bildenden Künste Dresden, In Aspik von Yana Milev, HfBK Nachtmahr-Kunstaktion, 1988. Abgerufen am 23. Juni 2021.
  2. Claus Löser, Strategien der Verweigerung / Untersuchungen zum politisch-ästhetischen Gestus unangepasster filmischer Artikulationen in der Spätphase der DDR. Schriftenreihe DEFA-Stiftung, Berlin 2011, S.243-254. ISBN 978-3-00-034845-7.
  3. Claus Löser, Gegenbilder – Filmische Subversion in der DDR 1976–1989 (Hrsg. mit Karin Fritzsche), Janus Press, Berlin 1996, S.56, 57-58, 123-124, 157. ISBN 3-928942-38-7.
  4. Dieter Daniels, Jeannette Stoschek, Grauzone 8 mm. Materialien zum autonomen Künstlerfilm in der DDR, Hatje Cantz, 2007. Abgerufen am 23. Juni 2021.
  5. Ronald Berg, Gegenstimmen aus der DDR, Zitty, 29.8.2016. Abgerufen am 23. Juni 2021.
  6. Hans-Peter Schwarz, Emergency Design – Ein Entwurf mit Perspektive, in: In: Blechinger G., Milev Y. (eds) Emergency Design. Springer, Vienna, 2008, Stand vom 24. Juni 2021
  7. Talks in-between Emergencies. Ausnahmezustand Kunstmarkt - Ausnahmeraum Kunst, ZKM Medientheater, 07.03.2009. Abgerufen am 23. Juni 2021.
  8. Marc Jongen, HfG Forschungskolleg: Yana Milev, in: Jahresbericht, Annual Reprt, HfG Karlsruhe, 2012/13, S. 182-183. Abgerufen am 23. Juni 2021.
  9. Habilitationen/Dissertationen, SfS, Universität St. Gallen. Abgerufen am 23. Juni 2021.
  10. Einladung zur Antrittsvorlesung PD Dr. Yana Milev, Kultursoziologie, 10. Mai 2016, HSG. Abgerufen am 23. Juni 2021.
  11. AGIO | Gesellschaftsanalyse + Politische Bildung
  12. Kriegsrecht und Polit-Agenda von „Ausnahmezustand Corona“: Expertin zur Gefahr rechtsfreier Räume. Ein Interview von Beata Arnold mit Yana Milev, Sputnik (Nachrichtenportal), 20. März 2020; auch abgedruckt in Ullrich Mies (Hrsg.), Mega-Manipulation. Ideologische Konditionierung in der Fassadendemokratie. Westend Verlag, Frankfurt am Main 2020, ISBN 978-3-86489-285-1, S. 109–114.
  13. Gesprächsreihe Transformation#2 mit Thomas Krüger, Yana Milev, Christoph Tannert, Kulturstiftung Schloss Wiepersdorf, 22. April 2021, https://schloss-wiepersdorf.de/de/audiovisualreader/transformation-2.html, Stand vom 15. Oktober 2021
  14. Chantal Mouffe, Das demokratische Paradox, Turia+Kant, Wien, 2008
  15. Seth Howes, Film Experiments, Design Anthropology, and the politics of Vision: Yana Milev Moving Images on the Margins. Abgerufen am 23. Juni 2021.
  16. Ronald Galenza, Die Hosen haben Röcke an. Female Voices der DDR Subkultur, in: Alexander Pehlemann, Ronald Galenza, Robert Mießner (Hg.), MAGNETIZDAT DDR. Magnetbanduntergrund Ost 1979-1990, Verbrecher Verlag, Berlin, 2021, ISBN 9783957324764
  17. documenta X, Teilnehmende Künstler. Abgerufen am 23. Juni 2021.
  18. Yana Milev Artwork. Abgerufen am 30. Juni 2021.
  19. Philipp Beckert, Yana Milev, Das Sound-Gelände Berlin, in: Positionen. Texte zur aktuellen Musik. Abgerufen am 23. Juni 2021.
  20. Entkoppelte Gesellschaft. Zeugnisse des sozialen und kulturellen Verschwindens in Ostdeutschland seit 1989/90, Institute for Cultural Studies in the Arts (ICS), ZHdK. Abgerufen am 23. Juni 2021.
  21. Angelika Richter, Techniken des Selbst. Das System Aobbme von Yana Milev, in: Dies.: Das Gesetz der Szene. Genderkritik, Performance Art und zweite Öffentlichkeit in der später DDR, transcript Verlag, Bielefeld, 2019, S. 338 - 368. Abgerufen am 23. Juni 2021.
  22. Marlene Heidel, Das Über/Leben der Yana Milev, in: Dies. (Hg.), Kunst hat System. Ein Wagnis der Erinnerung, AOBBME Edition, Berlin, 2014. Stand vom 24. Juni 2021
  23. Stefanie Kleefeld, Über Yana Milevs Begriff der De-Urbanisierung, Magisterarbeit, Kunsthochschule Kassel der Universität Kassel, 1997, Manuskript, limitierte Auflage, AOBBME Archiv
  24. Seth Howes, Film Experiments, Design Anthropology, and the politics of Vision: Yana Milev Moving Images on the Margins. Abgerufen am 23. Juni 2021.
  25. Yana Milev, Gestalten, in: Jens Badura, Selma Dubach, Anke Haarmann, Künstlerische Forschung. Ein Handbuch, Diaphanes, 2015, S. 143-146, ISBN 978-3-03734-880-2
  26. Yana Milev Werksarchiv.
  27. Emergency Design. Abgerufen am 19. März 2021.
  28. Emergency Design, 1. Internationales Symposium 15.|16. Februar 2006, Initiatorin Yana Milev, Veranstalter ZHdK, Programmheft. Abgerufen am 23. Juni 2021.
  29. Emergency Design. Krisenbasierte Architektur- und Designstrategien in räumlichen Systemen, Symposium, Veranstaltungsdokumentation, Museum für Gestaltung Zürich, 2006. Stand vom 24. Juni 2021
  30. Talk in(g) space HfG KA. Stand vom 24. Juni 2021
  31. Guerilla Transit, Plakat. Stand vom 24. Juni 2021
  32. Über Wut – On Rage, Programm, 14. März 2010-09. Mai 2010, HKW, Berlin. Stand vom 24. Juni 2021
  33. Yana Milev, Emergency Design – The Art to Resist, 17. März 2010, Über Wut – On Rage, HKW, Berlin. Stand vom 24. Juni 2021
  34. Yana Milev, Emergency Design. Semiotic meaning within the Micro-Politics of Survival and Resistance, Valerie Smith, Susanne Stemmler, Cordula Hamschmidt, On Rage, Haus der Kulturen der Welt, Berlin, 2011, S. 301-315, ISBN 978-3-86895-135-6
  35. Diaspora und Emergency Design: Designstrategien in den Zonen der Anomie, KCTOS: Wissen, Kreativität und Transformationen von Gesellschaften, Wien, 6. Bis 9. Dezember 2007. Stand vom 24.6.21
  36. Yana Milev, Emergency Design – New Semiotic Orders of Urban Survival, in: Andrea Gleiniger, Angelika Hilbeck, Jill Scott (Eds.), Transdiscourse 1, Springer Wien New York, 2011, S. 145-160, ISBN 978-3-7091-0288-6
  37. Prekärsein in der Symptomgesellschaft. Zur Prekarisierung der Wahrnehmung durch mediokratische Operationen, in: Rolf Hepp, Rober Riesinger, David Kergel (Hrsg.), Verunsicherte Gesellschaft. Prekarisierung auf dem Weg ins Zentrum, Springer VS, Wiesbaden, 2016, S. 195-219, ISBN 978-3-658-12901-9
  38. Yana Milev, Die Abgehängten. Blinde Flecken der Gesellschaft. Soziale Mobilität und politische Psychologie in Ostdeutschland seit 1989, in: Soziologie heute, Juni 2017, siehe Archiv: http://www.aobbme.com/wordpress/wp-content/uploads/SOZIOLOGIEHEUTE_JUNIausgabe2017_Layoutentwurf-MilevENDLAYOUT.pdf, Stand vom 27. Juli 2021.
  39. Yana Milev, Subordination und Diskriminierung DDR-Sozialisierter. Zur neokolonialen Assimilationspolitik in den «Neuländern» nach 1989/90, in: Michael Thomas, Ulrich Busch (Hg.), Streitfall Ostdeutschland. Grenzen einer Transformationserzählung, Bd. 72, Abhandlungen der Leibnitz-Sozietät der Wissenschaften, trafo Verlagsgruppe, Berlin, 2021, S. 145-158.
  40. Yana Milev, The Suspended: Blind Spots in Society – Social Mobility and Political Psychology of Devaluation in East German since 1989, in: Rolf-Dieter Hepp, David Kergel, Robert Riesinger (Hg.), Precarized Society. Social Transformation of the Welfare State, Springer VS, Wiesbaden, 2020, S. 237-248.
  41. Entkoppelte Gesellschaft, Edition, Peter Lang International Academic Publishers. Stand vom 21. Juni 2021
  42. a b Frank Schumann, Der Osten wird vom Westen verwaltet und beherrscht. Ein Gespräch mit Yana Milev. Über kulturkoloniale Dominanz der BRD, die Mär von der „Wiedervereinigung“ und die Ähnlichkeit der DDR mit der Schweiz, Junge Welt, Ausgabe vom 13. Juli 2019.
  43. Yana Milev, Der Vollstreckungsfeldzug: „Eile, Verkaufszwang und Verjährungsgesetze: Zum fatalen Wirken der Treuhandanstalt und der Bundesanstalt für vereinigunsgbedingte Sonderaufgaben“, Junge Welt, Ausgabe vom 7. September 2020
  44. Yana Milev, Der Schock. Was nach der Wende kam, in: Kreuzer Online, 3. Oktober 2020, Osterweiterung, Stand vom 27. Juli 2021.
  45. Kathrin Gerlof, Kein Stein blieb. Teuhand: Yana Milev sieht koloniale Gewalt bei der Abwicklung der DDR, derFreitag, Ausgabe 11/2020. Stand vom 24. Juni 2021
  46. Stefan Bollinger, Nicht nur ein Kulturkonflikt. Sie Soziologin Yana Milev erklärt, warum der Osten anders tickt, nd, 28.01.2021. Stand vom 24. Juni 2021
  47. Gerd Bedszent, Grausige Bilanz. Die Zahlen zur Katastrophe: Dritte Band der Reihe über Ostdeutschland nach 1989/90, Junge Welt, 26./27. Juni 2021. Stand vom 24. Juni 2021
  48. Michael Mayen, Der Think Tank Yana Milev, Das mediale Erbe der DDR, 16.10.2020. Stand vom 24. Juni 2021
  49. «Overall, Milev stresses that the “policy of memory” in post-1990 Germany mostly excludes East German academics of the age cohort born between 1945 and 1975. In addition, she highlights the “devaluation of everyday culture and the cultural heritage of the GDR” as an “act of colonial violence.” Her effort to research against the grain is enabled by the Zurich University of the Arts and other institutions. It will be interesting to observe to what extent her monumental and dissident “Remembrance of Things Past” will be recognized as a significant contribution to the “policy of memory” in the German media and cultural landscape.», in: Jörg Michael Dostal, Germany's Post-Reunification Effort to Achieve National Reconciliation: Muddling Through, Routinization, and Policy Failure. International Journal of Korean Unification Studies, 28(2), 1-35, 2019, p. 13. Stand vom 24. Juni 2021
  50. Mareile Flitsch, Karoline Noack, Museum, materielle Kultur und Universität. Überlegungen zur Parallelität und Zeitgenossenschaft der DDR/BRD-Ethnologie im Hinblick auf eine Standortbestimmung mit Zukunftsaussichten, Zeitschrift für Ethnologie, Band 122, 2019. Stand vom 24. Juni 2021
  51. Mareile Flitsch, Karoline Noack, Museum, Material Culture and Universities. Reflections on the Parallelism and Contemporaneity of GDR/FRG Social Anthropologies in View of a Positioning with Future Prospects, in: boasblog.org, https://boasblogs.org/dcntr/museums-material-culture-and-universities/, Stand vom 27. Juli 2021
  52. Preisträger, Kunstsammlungen Zwickau. Abgerufen am 23. Juni 2021.