Entladungsgrad

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Der Entladungsgrad, auch als Entladetiefe oder in der Fachliteratur kurz als DOD (auch DoD; von englisch depth of discharge) bezeichnet, ist eine Methode den Ladezustand eines elektrischen Energiespeichers (Batterien, Akkumulatoren, Kondensatoren) anzugeben. Er beschreibt das Verhältnis der entnommenen Menge von elektrischer Ladung (meist in Amperestunde, Ah) zur Gesamtkapazität.

Der Entladungsgrad ist eine alternative Methode zur Bewertung des Ladezustands (SoC) von wiederaufladbaren Energiespeichern (Akkus) und ist entgegengesetzt dem Ladezustand, der den Füllstand positiv definiert. Ein Entladungsgrad von 100 % bedeutet, dass der Akku leer ist. Wie auch der Ladezustand wird der Entladungsgrad normalerweise in Prozent angegeben. Manchmal werden auch Amperestunden für die entnommene Energiemenge angegeben.

100 % Entladegrad sind bei Erreichen der vom Hersteller definierten Entladeschlussspannung, die normalerweise für eine Entladerate von C20 – einer hundertprozentigen Entladung über eine Zeitspanne von 20 Stunden – angegeben wird, erreicht. Dieser Wert kann jedoch gerade bei hochstromfähigen Akkumulatoren auch auf andere Entladeraten bezogen sein.

Da Batterien z. B. aufgrund von Sicherheitsreserven oder Fertigungsschwankungen auch eine höhere Kapazität als ihre auf dem Typenschild angegebene Nominalkapazität haben können, ist ein Entladungsgrad über 100 % möglich (z. B. 55 Ah bei einer 50-Ah-Batterie, was einem Entladungsgrad von 110 % entspricht).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Thomas B. Reddy: Linden's Handbook of Batteries. 4. Auflage. McGraw-Hill, New York 2010, ISBN 0-07-162421-X, S. 71 (englisch).