Entrechaux

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Entrechaux
Wappen von Entrechaux
Entrechaux (Frankreich)
Entrechaux
Region Provence-Alpes-Côte d’Azur
Département Vaucluse
Arrondissement Carpentras
Kanton Vaison-la-Romaine
Gemeindeverband Pays Vaison Ventoux
Koordinaten 44° 13′ N, 5° 8′ OKoordinaten: 44° 13′ N, 5° 8′ O
Höhe 210–463 m
Fläche 14,91 km2
Einwohner 1.162 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 78 Einw./km2
Postleitzahl 84340
INSEE-Code

Blick vom Dorfplatz auf den Donjonhügel

Entrechaux ist eine französische Gemeinde mit 1162 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Département Vaucluse in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entrechaux befindet sich ungefähr 6 km südöstlich von Vaison-la-Romaine, zwischen dem Fluss Ouvèze und dem Mont Ventoux gelegen.[1] Im Nordosten mündet der Toulourenc als linker Nebenfluss in die Ouvèze und bildet gleichzeitig die Grenze zur benachbarten Gemeinde Mollans-sur-Ouvèze und zum Département Drôme. Weitere umliegende Gemeinden sind Malaucène, Crestet, Saint-Marcellin-lès-Vaison, Saint-Romain-en-Viennois und Faucon. Nächstgrößere Stadt ist das 19 km entfernte Carpentras im Süden.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Route départementale D13 verläuft quer durch den Ort von Mollans-sur-Ouvèze kommend in Richtung Südwesten. Von der D13 zweigt westlich die D54 in Richtung Crestet ab.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Antike besiedelten Gallier vom keltischen Stamm der Vocontier das Gebiet um Entrechaux. Unter dem Altar der Kapelle Notre-Dame-de-Nazareth wurde eine Inschrift gefunden, die wahrscheinlich zu den ältesten dieses Volkes gehört.[2]

Die erste urkundliche Erwähnung geht in das Jahr 1108 zurück. In einem Papstbrief wird der Bischof von Vaison als Miteigentümer von Entrechaux bestätigt. Der Donjon wurde bereits im 10. oder 11. Jahrhundert errichtet.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2008
Einwohner 615 635 637 724 809 869 989 1012

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entrechaux wird vom 20 m hohen Donjon (Château d’Entrechaux) überragt, auf dem die Bischöfe von Vaison residierten.[3] Gleich daneben steht die ehemalige Pfarrkirche Saint-Laurent, die im 15. Jahrhundert auf den Mauern des Donjons errichtet wurde. Östlich des Ortes befinden sich die Kapellen Notre-Dame-de-Nazareth d’Entrechaux und Saint-André. Die Kapelle Saint-Laurent d’Entrechaux im Westen stammt aus dem 11. Jahrhundert.

Entrechaux Notre-Dame-de-Nazareth 52.JPG
Chapelle Saint-Laurent d'Entrechaux 1.JPG


Kapellen Notre-Dame-de-Nazareth und Saint-Laurent.


Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jules Courtet: Dictionnaire géographique, géologique, historique, archéologique et biographique du département du Vaucluse. Avignon 1876.
  • Robert Bailly: Dictionnaire des communes du Vaucluse. A. Barthélemy, Avignon 1986.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Entrechaux – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Gemeinde auf annuaire-mairie.fr
  2. a b Geschichte von Entrechaux. entrechaux.info, abgerufen am 19. Dezember 2011 (französisch)..
  3. Stefan Brandenburg, Ines Mache: Provence. Das komplette Handbuch für individuelles Reisen und Entdecken in der Provence, der Camargue und in Marseille. 6. aktualisierte Auflage. Reise Know-How Verlag Rump, Bielefeld 2008, ISBN 978-3-8317-1665-4, S. 217.