Entwässerungsrinne

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Die Artikel Straßenentwässerung, Rinnstein, Gosse, Entwässerungsrinne und Kandel (Abfluss) überschneiden sich thematisch. Hilf mit, die Artikel besser voneinander abzugrenzen oder zusammenzuführen (→ Anleitung). Beteilige dich dazu an der betreffenden Redundanzdiskussion. Bitte entferne diesen Baustein erst nach vollständiger Abarbeitung der Redundanz und vergiss nicht, den betreffenden Eintrag auf der Redundanzdiskussionsseite mit {{Erledigt|1=~~~~}} zu markieren. Kai Kemmann (Diskussion) - Verbessern statt löschen. - 21:13, 21. Nov. 2017 (CET)

Eine Entwässerungsrinne dient zur (Linien-)Entwässerung von Oberflächen. Niederschlagswasser wird von angrenzenden befestigten Flächen zur Rinne geleitet und von dieser der Kanalisation oder einer Versickerung zugeführt. Durch Linienentwässerung entwässerte Flächen sind gleichmäßig zur Entwässerungsrinne hin geneigt, während Flächen mit Punktentwässerung zweiachsig geneigt oder konkav geformt sind (siehe Gefälle).

Als Rinnstein, Gosse und Kandel werden Entwässerungsrinnen bezeichnet, die ablaufendes Wasser in einer flachen, muldenförmigen Rinne oberflächlich abführen.

Vorgefertigte Entwässerungsrinnen besitzen oft einen unter der Oberfläche liegenden Rinnenkörper zur Aufnahme und unsichtbaren Abführung des ablaufenden Wassers. Diese gibt es in verschiedenen Nennweiten (Nennweiten = lichtes Innenmaß).

Rinnen mit Rostabdeckungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese Rinnen bestehen aus einem Rinnenunterteil und einem z. B. geschlitzten Rost als Auflage. Die Unterteile können aus verschiedenen Materialien (Edelstahl, bandverzinktem oder feuerverzinktem Stahl, Gusseisen, faserbewehrtem Beton, Polymerbeton, Stahlbeton, Kunststoff) gefertigt sein, je nach Belastungsklasse und Verwendungszweck der Rinne. Die Roste können ebenfalls aus verschiedenen Materialien hergestellt sein und unterschiedliche Schlitzweiten bzw. Maschenweiten aufweisen. Die Roste werden entweder eingelegt oder aufgelegt und mechanisch verriegelt oder mit dem Rinnenunterteil verschraubt. Daneben gibt es auch fest eingebaute Roste, welche sich nicht entfernen lassen.

Schlitzrinnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schlitzrinne aus Edelstahl mit Kleinpflasterzeilen eingefasst

Eine andere Form der Linienentwässerung sind Schlitzrinnen. Dies sind z.B. Betonfertigteile, die neben einer runden oder ovalen Wasserführung an der Oberseite einen durchgehenden oder unterbrochenen Schlitz zur Aufnahme des zufließenden Wassers. Schlitzrinnen gibt es auch mit anbetoniertem Bordstein sowie aus Edelstahl oder verzinktem Stahl. Letztere werden als Fassaden-Schlitzrinnen auch in Balkonen, Terrassen und Laubengängen eingesetzt.

Abführung des Wassers[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Entwässerung der Rinne erfolgt über einen Abflussstutzen am Rinnenkörper in genormter Größe (nach Nennweite der Rinne, z.B. DN 100, 150, ...) oder über einen Sinkkasten. Am Stutzen wird die Entwässerungsleitung angeschlossen, die über einen Schacht oder ein Abzweigstück in den Abwasserkanal einbindet.

Entwässerungsrinnen werden gefertigt

  • mit eingebautem Gefälle (z.B. in 10 unterschiedlichen Gefällestufen) oder
  • ohne Gefälle. In diesem Fall geschieht der Abfluß durch das freie Wasserspiegelgefälle. Ein Innengefälle ist hydraulisch nicht notwendig. Da Entwässerungsrinnen in der Regel nicht abgedichtet werden, können zurückbleibende Wassermengen versickern.

Entwässerungsrinnen werden in genormten Belastungsklassen A 15 bis F 900 von Fußgänger- bis Schwerlastverkehr angeboten. Die Belastungsklassen sind in der EN 1433 beschrieben. Rinnen, die dieser Norm entsprechen, müssen ein CE Zeichen besitzen. Entwässerungsrinnen der Belastungsklasse D 400 sind für Autobahnen zugelassen, nicht aber quer zur Fahrtrichtung.

Im Straßenbau sind die RAS-Ew zu beachten.

Bei der Herstellung und beim Einbau sind geltende Normen, insbesondere die EN 1433, zu beachten.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]