Eparchie Piana degli Albanesi

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Eparchie Piana degli Albanesi
Karte Eparchie Piana degli Albanesi
Basisdaten
Kirche Italo-albanische Kirche
Staat Italien
Kirchenregion Sizilien
Kirchenprovinz Immediat
Apostolischer Administrator Paolo Romeo
Emeritierter Diözesanbischof Sotìr Ferrara
Generalvikar Antonino Paratore
Fläche 420 km²
Pfarreien 15 (AP2008)
Einwohner 30.000 (AP2008)
Katholiken 28.500 (AP2008)
Anteil 95 %
Diözesanpriester 30 (AP2008)
Ordenspriester 1 (AP2008)
Ständige Diakone 1 (AP2008)
Katholiken je Priester 919
Ordensbrüder 8 (AP2008)
Ordensschwestern 121 (AP2008)
Ritus Byzantinischer Ritus
Liturgiesprache Griechisch
Latein
Albanisch
Italienisch
Kathedrale Kathedrale San Demetrio in Piana degli Albanesi
Konkathedrale San Nicolò dei Greci in Palermo
Website www.eparchiapiana.it

Die Eparchie Piana degli Albanesi (ital.: Eparchia di Piana degli Albanesi, alb.: Eparhia e Horës së Arbëreshëvet, lat.: Eparchia Planensis Albanensium) ist eine Eparchie, d.h. eine Diözese mit griechischen Ritus, der römisch-katholischen Kirche in Sizilien. Sie ist eines der zwei italo-albanischen Bistümer in Italien. Die Eparchie gehört zu der Kirchenregion Sizilien, ist aber keiner Kirchenprovinz zugeordnet, sondern immediat, also direkt dem Heiligen Stuhl unterstellt.

Allgemeines[Bearbeiten]

Kathedrale San Demetrio

Neben der Kathedrale San Demetrio gibt es in Piana degli Albanesi 11 weitere Kirchen der Eparchie. Weitere Orte, die zu der Eparchie gehören, sind Contessa Entellina mit 6 Kirchen, Mezzojuso mit 9 Kirchen, Palazzo Adriano mit 8 Kirchen und Santa Cristina Gela mit einer Kirche.

Die Konkathedrale Santa Maria dell’Ammiraglio in Palermo, genannt La Martorana ist auch Sitz der Pfarrei San Nicolò dei Greci für alle in Palermo wohnenden Gläubigen mit byzantinischem Ritus.


Geschichte[Bearbeiten]

Epiphanieprozession 2007

Im 15. und 16. Jahrhundert flohen zahlreiche Albaner und Griechen vor den Türken nach Süditalien und Sizilien und gründeten dort neue Siedlungen. Dabei bewahrten sie den in der Ostkirche gebräuchlichen byzantinischen Ritus, der später auch vom Hl. Stuhl gefördert wurde. Sie unterhielten bis ins 17. Jahrhundert hinein enge Beziehungen zur halbautonomen christlichen Gemeinde von Himara in Albanien. Mehrfach wurden dorthin Missionspriester entsandt. 1734 gründete der albanische Priester Giorgio Guzzetta mit Unterstützung des Erzbischofs das greco-albanische Seminar in Palermo, wo fortan die meisten der Priester des byzantinischen Ritus ausgebildet wurden.

Bis ins 20. Jahrhundert unterstanden diese Gemeinden mit byzantinischem Ritus den jeweiligen römisch-katholischen Ortsbischöfen der lateinischen Diözesen. Nachdem 1917 in Süditalien bereits eine eigene Diözese („Eparchie“) für die Gemeinden mit byzantinischem Ritus errichtet worden war, die Eparchie Lungro, erfolgte am 26. Oktober 1937 auch die Errichtung der Eparchie Piana degli Albanesi für die italo-albanischen Gemeinden in Sizilien. Während der Eparchie anfangs nur die Gemeinden mit byzantinischem Ritus angehörten, wurden ihr 1960 auch die auf ihrem Territorium liegenden Pfarreien mit lateinischem Ritus angegliedert.

Die Eparchie Piana degli Albanesi ist zusammen mit der Eparchie Lungro und Santa Maria di Grottaferrata, einer Territorialabtei des byzantinischen Ritus in der Nähe von Rom, in einem Konferenzverband zusammengeschlossen, der italo-albanischen Kirche. Im Jahr 2004 hielten die drei Jurisdiktionsbezirke in der Basilika von Grottaferrata ihre zweite gemeinsame Synode ab, die erste hatte 1940 am selben Ort stattgefunden.

Bischöfe[Bearbeiten]

Bischof Sotir Ferrara bei der Liturgie der Epiphanie 2007

Von 1937 bis 1967 wurde die Eparchie Piana degli Albanesi durch einen Apostolischen Administrator geleitet. 1967 wurde Giuseppe Perniciaro, bis dahin Weihbischof von Piana degli Albanesi, zum ersten Eparchen ernannt.

Apostolische Administratoren
Eparchen

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Paolo Gionfriddo: Piana degli Albanesi. In: Gaetano Zito (Hg.): Storia delle chiese in Sicilia Libreria Editrice Vaticana, Città del Vaticano 2009, S. 687-694 ISBN 978-88-209-8171-6

Weblinks[Bearbeiten]