Epaulette

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Epauletten und Achselstücke Deutschland Kaiserzeit
Typen von Epauletten der russischen Streitkräfte.
Reihe 1. Infanterie-Ausführung
1a. Ranggruppe Oberoffizier; hier Porutschik Seiner Majestät Erewaner 13. Leibgarde-Grenadierregiment
1b. Ranggruppe Stabsoffizier; hier Oberst 46. Artilleriebrigade
1c. Ranggruppe Generalität; hier Generalfeldmarschall Seiner Majestät (Wilhelm II., König von Preußen) Wüborger 85. Infanterieregiment
Reihe 2. Garde-Ausführung
2a. Ranggruppe Oberoffizier; hier Hauptmann Michailower Artillerieschule
2b. Ranggruppe Stabsoffizier; hier Oberst Litowsker Leibgarde-Regiment
2c.Ranggruppe Flaggoffizier; hier Vizeadmiral
Reihe 3. Kavallerie-Ausführung
3a. Ranggruppe Unteroffizier; hier Unterfeldwebel Seiner Majestät Aleksander III Smolensker 3. Ulanregiment
3b. Ranggruppe Oberoffizier; hier Podesaul Kisljar-Grebensker 1. Reiterregiment der Terskoer Kosaken
3c. Ranggruppe Stabsoffizier; hier Oberstleutnant Seiner Majestät – Ihrer Majestät Marie Fjodorowna Pskowsker 2. Leibgarde-Dragonerregiment
3d. Ranggruppe Generalität; hier Kavalleriegeneral, General-Adjutant des Kaisers
Reihe 4. Andere Ausführungen
4a. Ranggruppe Oberoffizier; hier Titular-Berater, Veterinärmediziner
4b. Ranggruppe Stabsoffizier; hier Flaggschiff Ingenieur-Techniker, Ingenieur-Technisches Korps der Flotte
4c. Ranggruppe Generalität; Geheimrat, hier Professor Kaiserliche Militärmedizinische Akademie

Eine Epaulette (frz. épaulette, zu épaule „Schulter“) ist ein Schulterstück einer Uniform. Im Deutschen bezeichnet man so üblicherweise eine spezielle Form, die sich von der einfachen „Schulterklappe“ unterscheidet. Diese Epauletten in engeren Sinn bestehen aus den Halbmonden, dem Feld, dem Schieber sowie meist auch Raupen oder Fransen. Gehalten werden sie durch je einen Schulterknopf und je eine Passante, das ist ein quergesetzter Streifen aus farbigem Tuch oder Tresse auf der Schulter, durch die die Epaulette geschoben wird.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich waren die Epauletten ein Schulterschutz gegen Säbelhiebe, verhinderten jedoch auch ein Abrutschen der Schulterriemen. Im 19. Jahrhundert dienten Epauletten in vielen Staaten (Ausnahme war Österreich) als Rangabzeichen der Offiziere, wurden aber auch Bestandteil der Gala-Uniform mancher höheren Zivilbeamten. Die Generale trugen in den meisten Armeen volle Epauletten mit dicken Raupen (starre Kantillen), die Stabsoffiziere mit dünnen Fransen (lose Kantillen). Die Konterepauletten der Subalternoffiziere hatten keine Fransen. Im französischen Heer trugen auch die Mannschaften Epauletten aus Wolle (einzelne Truppenteile bis heute); im deutschen Heer trugen nur die Mannschaften der Ulanen den Offiziersepauletten ähnliche Epauletten. Die Offiziere der deutschen und russischen Armee trugen im Feld Schulterstücke. Auch bei den Offizieren der deutschen Marine wurden Epauletten zur Großen Uniform bis 1939 getragen.[1]

Gegenwart[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fremdenlegionäre mit Epauletten

In Frankreich tragen die Mannschaften der Fremdenlegion Stoffepauletten. Heute werden Epauletten ebenfalls in der Mode zur Betonung der Schulter verwendet.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Schach gibt es das Epaulettenmatt. Hier stehen an beiden „Schulterseiten“ des Königs eigene Figuren und versperren Fluchtfelder.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eberhart Hettler: Uniformen der Deutschen Wehrmacht, Berlin 1939, S. 75 f

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Epaulettes – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien