Epic Games

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Epic Games Inc.

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Rechtsform Corporation
Gründung 1991
Sitz Raleigh, North Carolina,
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Leitung Tim Sweeney
Branche Softwareentwicklung
Website www.epicgames.com

Epic Games ist ein Softwareunternehmen mit Sitz in Raleigh im US-amerikanischen Bundesstaat North Carolina. Das Unternehmen ist seit 1991 als Entwickler von Computer- und Videospielen tätig. Durch die Lizenzierung und Weiterentwicklung der hauseigenen Unreal Engine, einer Entwicklungssoftware für Computerspiele, zählt das Unternehmen mittlerweile zu den führenden Anbietern im Bereich der Spiel-Engines.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unternehmenssitz von Epic Games in Raleigh
Eingangsbereich der Büroräume von Epic Games, 2016

Epic Games wurde im Jahr 1991 als Epic MegaGames von Tim Sweeney in Rockville, Maryland gegründet und veröffentlichte bereits im Jahr der Gründung das erste Spiel ZZT. In den nächsten Jahren machte sich Epic MegaGames durch die Veröffentlichung von Sharewarespielen wie Jill of the Jungle und Jazz Jackrabbit einen Namen. 1992 erschien mit OverKill eines der ersten vertikal scrollenden Shoot ’em ups im Shareware-Bereich.

1998 wurde der First-Person-Shooter Unreal veröffentlicht. Dessen Erfolg wurde durch die Fortsetzung der Unreal-Serie und durch den Vertrieb der jeweiligen Unreal Engine weitergeführt. Im Jahr 1999 firmierte Epic MegaGames in Epic Games um und verlegte den Hauptsitz nach Raleigh in North Carolina.

Zwischen 2006 und 2011 entwickelte Epic in Zusammenarbeit mit Publisher Microsoft den Deckungsshooter Gears of War und seine beiden Nachfolger, hauptsächlich für die Spielkonsole Xbox 360. Leitender Entwickler war der Jazz-Jackrabbit-Erfinder Cliff Bleszinski. 2012 verließ Bleszinski das Unternehmen.[1] 2014 verkaufte Epic die Markenrechte der Serie an Microsoft und gab die Verantwortung für die Weiterentwicklung an Microsofts Black Tusk Studios ab.[2]

Im Mai 2012 übernahm Epic Games viele Mitarbeiter des in Konkurs gegangenen Entwicklers Big Huge Games. Die neuen Mitarbeiter wurden Teil des neuen Entwicklerstudios Impossible Games in Baltimore.[3] Bereits im Februar 2013 schloss Epic das Studio jedoch wieder.[4] Im Juni 2012 erwarb das chinesische Internet-Unternehmen Tencent für 330 Millionen US-Dollar etwa 48,4 % der Anteile von Epic Games und hält somit in etwa 40 % des Unternehmens. Zwei Vertreter von Tencent sitzen seitdem im Board of Directors des Spieleentwicklers.[5] Im November 2013 übernahm das Studio den polnischen Entwickler People Can Fly und benannte das Studio in Epic Games Poland um.[6] 2015 wurde es jedoch wieder unabhängig und firmierte zu seinem ursprünglichen Namen um.[7]

2017 veröffentlichte Epic mit Fortnite: Battle Royale einen Konkurrenten zu PlayerUnknown's Battlegrounds, der den Wegbereiter der Battle-Royale-Spiele umsatzmäßig 2018 überholen konnte.[8] Für die Entwicklung des Battle-Royale-Modus waren zuvor die Arbeiten an einer Neuauflage von Unreal Tournament auf Eis gelegt.[9] 2018 erwirtschaftete Epic nach Insiderangaben vor allem durch den Fortnite-Erfolg einen Gewinn von drei Milliarden US-Dollar, der Unternehmenswert wurde auf 15 Milliarden Dollar beziffert.[10] Tim Sweeney als Hauptanteilseigner der Firma fand dadurch Aufnahme in der Liste der 500 reichsten Menschen von Bloomberg, mit einem geschätzten Vermögen von mehr als sieben Milliarden Dollar.[11] Die Popularität des Spiels wirkte über seinen Bereich hinaus. Zum Beispiel wurden die darin vorkommenden Siegestänze außerhalb des Spielkontexts imitiert, etwa als Torjubel im Profifußball.[12] Allerdings überforderte der zunehmende Erfolg des Spiels laut eines Berichts der Spielewebsite Polygon auch die Kapazitäten des Entwicklerstudios. Mitarbeiter beklagten sich demnach über Arbeitszeiten von 70 bis 100 Stunden pro Woche, um wöchentlich neue Inhalte veröffentlichen und den Umsatz des Spiels aufrechtzuerhalten. Trotz guter Bezahlung wären die negativen Auswirkungen auf die Mitarbeiter ignoriert worden. Offiziell als „freiwillige Leistung“ deklariert, seien Mitarbeiter bei Weigerung zur Überstundenleistung gekündigt worden, da sie die gesetzten Fristen für Aufgaben anders nicht einhalten konnten.[13]

Anfang Dezember 2018 kündigte Epic die Eröffnung eines eigenen digitalen Webshops für Computerspiele, um eine Alternative zum marktdominierenden Anbieter Steam zu etablieren. Als Hauptanreiz für Anbieter bot Epic einen höheren Anteil an den Einnahmen und zusätzliche Vergünstigungen bei Nutzung der Unreal-Engine.[14] Wenige Tage nach der Ankündigung, im Rahmen des Computerspielpreises The Game Awards, wurde der Epic Games Store offiziell eröffnet.[15] Für den Markteinstieg sicherte sich Epic in den Folgemonaten zahlreiche exklusive Vertriebsrechte,[16] die in einigen Kundenkreisen auf deutliche Kritik stießen, vor allem weil in einigen Fällen wie Metro Exodus bereits auf Steam vorbestellbare Spiele dort wieder aus dem Angebot verschwanden.[17] Die Exklusivverträge garantierten den Entwicklern etwa einen Mindestumsatz, den Epic bei Nichterreichen der notwendigen Verkaufszahlen aus eigenen Mitteln auszugleichen versprach.[18]

Bekannte Spiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Epic Games – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cliff Bleszinski out at Epic Games. Gamespot. Archiviert vom Original am 9. Oktober 2012. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/uk.gamespot.com Abgerufen am 8. Oktober 2012.
  2. Microsoft acquires Gears of War from Epic, hires series producer Rod Fergusson
  3. Matt Martin: Epic building new studio with Big Huge Games staff. In: GamesIndustry.biz. 3. Juni 2012, abgerufen am 13. Februar 2013 (englisch).
  4. Mike Williams: Epic Games closes Impossible Studios, delays Infinity Blade: Dungeons. In: GamesIndustry.biz. 8. Februar 2013, abgerufen am 13. Februar 2013 (englisch).
  5. Matt Martin: Tencent paid $330m for 40% share in Epic Games. In: GamesIndustry.biz. 22. März 2013, abgerufen am 22. März 2013 (englisch).
  6. Bulletstorm studio People Can Fly is now Epic Games Poland; helping develop sandbox shooter Fortnite. In: VentureBeat. 1. November 2013, abgerufen am 25. April 2019 (amerikanisches Englisch).
  7. Epic Games: Entwicklerstudio People Can Fly wieder unabhängig. In: Golem.de. Abgerufen am 25. April 2019 (deutsch).
  8. Daniel Herbig: Phänomen Battle Royale: Wie Fortnite PUBG den Rang abgelaufen hat. In: heise online. Abgerufen am 25. April 2019.
  9. Unreal Tournament - Entwicklung eingestellt, Download bleibt. In: Gamestar. 6. Dezember 2018, abgerufen am 25. April 2019.
  10. Fortnite - Epic Games macht 2018 drei Milliarden US-Dollar Gewinn. In: Gamestar. 28. Dezember 2018, abgerufen am 25. April 2019.
  11. Reich durch Fortnite - Epic-Chef Tim Sweeney inzwischen Milliardär. In: Gamestar. 9. Januar 2019, abgerufen am 25. April 2019.
  12. Jörg Kramer: Fußball und "Fortnite": Freude aus der Konsole. In: Die Zeit. 17. Februar 2019, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 25. April 2019]).
  13. Colin Campbell: How Fortnite’s success led to months of intense crunch at Epic Games. 23. April 2019, abgerufen am 24. April 2019.
  14. Allegra Frank: Epic Games is launching its own store, and taking a smaller cut than Steam. In: Polygon. 4. Dezember 2018, abgerufen am 25. April 2019.
  15. Kyle Orland: Epic Games Store launches with extremely limited selection of games. In: Ars Technica. 7. Dezember 2018, abgerufen am 25. April 2019 (amerikanisches Englisch).
  16. Kampfansage an Steam - Liste aller Exklusiv-Titel des Epic Games Store. In: Gamestar. 3. April 2019, abgerufen am 25. April 2019.
  17. Epic Games Store: Großer Erfolg für Metro Exodus, Aufschrei wegen Outer Worlds. In: PC Games Hardware. 21. März 2019, abgerufen am 25. April 2019.
  18. Phoenix Point bei Epic - Die Details zum Exklusivdeal. In: Gamestar. 14. März 2019, abgerufen am 25. April 2019.
  19. Psyonix is Joining the Epic Family! Abgerufen am 1. Mai 2019.