Epoch Times

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Epoch Times Deutschland
Beschreibung Wochenzeitung
Verlag Epoch Times Europe GmbH
Erstausgabe Januar 2005
Erscheinungsweise zweiwöchentlich/mittwochs
Chefredakteur Renate Lilge-Stodieck
Weblink www.epochtimes.de
ISSN 1860-5818Vorlage:Infobox Publikation/Unspezifische ISSN-Angabe

Die Epoch Times (chinesisch 大紀元 / 大纪元, Pinyin Dàjìyuán) ist eine mehrsprachige, internationale Zeitschrift mit Sitz in New York. Seit 2005 erscheint sie als Wochenzeitung auch in deutscher Sprache, zunächst unter dem Namen Die Neue Epoche, seit August 2007 unter dem Namen Epoch Times Deutschland.

Die Epoch Times Deutschland erschien bis 2012 als Printmedium in einem Umfang von 20 Seiten, jetzt nur noch online. Sie berichtet schwerpunktmäßig in den Rubriken Deutschland, Internationales (mit einem Schwerpunkt auf China), Wirtschaft, Menschen & Meinungen, Wissen, Kultur und Lifestyle. Die Auflage der Epoch Times Deutschland betrug monatlich bis zu 180.000 Exemplaren, die in den deutschen Großstädten Hamburg, Berlin, Frankfurt, München und Düsseldorf in guten Wohnlagen verteilt wurden. Außerdem war die Zeitung im Abonnement erhältlich. (Stand Mai 2016)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Epoch Times Deutschland zählt zur internationalen Epoch-Times-Gruppe, die mit der Herausgabe der chinesischsprachigen Zeitung Da Ji Yuan im Jahre 1999 in New York als Reaktion auf die Unterdrückung von Falun Gong und die damit verbundene Medienzensur in China von Falun Gong nahestehenden Aktivisten gegründet wurde.[1][2][3] Da Ji Yuan (chinesisch Große Epoche) berichtet in chinesischer Sprache neben den allgemeinen Inhalten der Tagespresse auch über Themen, die den Chinesen aufgrund der staatlich kontrollierten Medien und der Informationsblockade in China oft vorenthalten werden. Dazu zählen Informationen über Menschenrechtsverletzungen in der Volksrepublik China oder Korruptionsfälle im chinesischen Beamtenapparat.

Da Ji Yuan entwickelte sich innerhalb von wenigen Jahren zu einer der größten chinesischsprachigen Wochenzeitungen außerhalb Chinas mit einer weltweiten Auflage von rund 1,5 Millionen Exemplaren. Derzeit erscheinen Print- oder Online-Zeitungen der Epoch-Times-Gruppe in 44 Ländern und in 17 Sprachen.

Auszeichnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) hat Die Neue Epoche für ihre „umfangreiche und regelmäßige Berichterstattung“ über Menschenrechtsverletzungen in China 2006 mit einem Medien-Sonderpreis ausgezeichnet.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

James Bettinger, Professor für Kommunikationswissenschaften an der Stanford University und Direktor der S. Knight Journalism Fellowships, attestiert der Zeitung eine einseitige Parteinahme für Falun Gong gegen die Politik der Volksrepublik China: „Selbst wenn die Epoch Times nicht mit Falun Gong in Verbindung steht, wenn sie jedoch ständig über Falun Gong aus derselben Perspektive schreibt oder keine Artikel, die sich tiefer gehend mit Falun Gong befassen, dann wird sie nicht als glaubwürdig angesehen.“ (“Even if the Epoch Times is not associated with Falun Gong, if they consistently write about Falun Gong in the same perspective, or if there are no articles examining Falun Gong, people would perceive it as being not credible.”).[4]

Der Dissident Jiao Guobiao, der wegen seiner Kritik an der Propagandaabteilung der Kommunistischen Partei Chinas aus dem Universitätsdienst entlassen wurde, sieht in der Berichterstattung der Epoch Times einen Gegenpol zur Propaganda der Kommunistischen Partei Chinas.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Epoch Times – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Postmedia News, "Tory MP says China using gifts, sex to influence our politicians", Canada.com
  2. China's Campaign Against Falungong, Human Rights Watch
  3. China uses Rule of Law to Crackdown on Falun Gong, Human Rights Watch
  4. Eugenia Chien: Falun Gong-Linked Media Venture Makes Waves, Raises Questions, in: New America Media, News Analysis, 16. Mai 2006.
  5. Patricia M. Thornton: Manufacturing Dissent in Transnational China. In: Kevin J. O’Brien (Hrsg.): Popular Protest in China. Harvard University Press, 2008, ISBN 978-0-674-03060-2, S. 200 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).