Epoche (Zeitschrift)

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Epoche

Beschreibung deutsche politische Zeitschrift
Erstausgabe 1976
Gründer Hans Habe
Erscheinungsweise vierteljährlich
ISSN (Print)

Epoche war eine vierteljährlich erscheinende rechtskonservative Zeitschrift des Verbands für Publizistik und Jugendbildung Epoche e.V. in Bad Reichenhall. Sie wurde 1976 von Hans Habe gegründet. Die letzte Ausgabe Nr. 149 erschien im Jahr 2001.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Zeitschrift verstand sich als „Kompendium“ des gemeinnützigen Vereins, der sich als „christlich-konservative-freiheitliche Denkfabrik“ definierte. „Jugend- und Schülerzeitungen, Jugendgruppen und nicht-linke Studentenorganisationen“ sollten mit dieser Publikation „mit Argumenten und Ideen“ ausgestattet werden.

Ein EPOCHE-Online-Artikeldienst erlaubte es Jugendzeitschriften, Schülerzeitungen und Studentenpublikationen und „allen Organen der christlich-pädagogischen Publizistik, Beiträge kostenlos zu übernehmen.“ Eine Quellenangabe war „auf Wunsch auch ohne Hinweis auf die EPOCHE“, nach Eigenbekundung der Zeitschrift, nicht notwendig.

Die Zeitschrift war nach eigenen Angaben ausgerichtet auf „junge Meinungsführer“, die als „geistig wache junge Menschen, die linkem Wunschdenken misstrauen“ und sich dabei „zur konservativ-freiheitlichen Seite hingezogen fühlen“.

Gründungspräsidenten des Vereins waren der frühere bayerische Wirtschaftsminister Otto Schedl und der damalige stellvertretende Bundesvorsitzende der Deutschen Union Dietrich Bahner. Als wichtige frühe Förderer werden Winfried Martini, Walter Hoeres, Karl Ludwig Bayer, Hans Habe, Hans Weigel, Walter Eckhardt, Gerhard Wolfgang Goldberg und Franz Josef Strauß in der Zeitschrift benannt.

Geschäftsführer des Vereins war Karl Ludwig Bayer, ehemaliger Pressesprecher der bayerischen NPD (1971), späteres Präsidiumsmitglied der Bundes-NPD (1975) und späterer Leiter des „antikommunistischen“ und rechtsextremen Historisch-Kulturellen Arbeitskreises. Dieser hat sich von seiner Vergangenheit distanziert und vertritt heute eine gemäßigt konservativ-liberale Politik.

Thomas Goppel, CSU, bayerischer Wissenschaftsminister, hat nach eigenen Angaben 1996 als damaliger bayerischer Umweltminister die Schirmherrschaft für das Umweltforum der Zeitschrift übernommen und diese 2001 offiziell aufgekündigt.

Der Verein existiert seit 2002 nicht mehr.

Autoren (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Referenzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über ihre Resonanz schreibt ihr Online-Dienst v. 1. August 2005:

  • "»ein geistiges Skalpell« (Matthias Walden); »erzkonservatives Jugendmagazin« (Süddeutsche Zeitung);
  • »notwendiges Korrektiv« (Alfred Dregger);
  • »bedeutendes Sprachrohr des modernen freiheitlichen Konservatismus« (Prof. Hans Maier);
  • »politisch-intellektuelles Leuchtfeuer« (Peter Ramsauer MdB);
  • »konservatives Korrektiv gegen die an Schulen und Universitäten besonders rührige Linkspublizistik« (Michael Schottenhamel);
  • »konservative Publikation von Format« (Max Streibl);
  • erfolgreich durch »mutiges journalistisches Engagement« (Franz Josef Strauß);
  • »geprägt von klaren weltanschaulichen Grundsätzen« (Lothar Späth).
  • Axel Springer nannte die EPOCHE »meine Lieblingslektüre« und schrieb am 23. Oktober 1984: »Jeden Monat freue ich mich auf die Lektüre der EPOCHE.« Ein Schreiben Axel Springers endete mit dem Satz: »Wie gut, daß es die EPOCHE gibt!« 
  • Arnulf Baring erklärte, dass er die EPOCHE »jedes Mal mit Vergnügen und Zustimmung studiere«.
  • Manfred Wörner (NATO-Generalsekretär 1988-1994) nannte die EPOCHE ein Ideenmagazin, das wichtige bewußtseinsbildende Arbeit leiste und als »Argumente- und Informationsmagazin für Meinungsführer und Multiplikatoren« wirke.
  • Otto von Habsburg urteilte, die EPOCHE sei »wirklich sehr interessant formuliert, entspricht den Bedürfnissen der Gegenwart und kann in einer kritischen Zeit tatsächlich viel für die gute Sache tun«.
  • Peter Ramsauer (Parlamentarischer Geschäftsführer der CSU im Bundestag) schrieb an Karl Ludwig Bayer, er wisse es aus eigener Anschauung zu schätzen, „wie sehr Sie auf Ihren Tagungen und Symposien gerade Elite- und Nachwuchsförderung – und damit wichtige Bildungs- und Erziehungsarbeit – betrieben haben. Man kann auch mit Fug und Recht sagen, daß im Laufe der Zeit viele der von Ihnen geförderten jungen Leute wichtige Positionen im öffentlichen Leben bis hin zu politischen Führungsämtern und Mandaten in Landtagen, dem Deutschen Bundestag und im Europaparlament erlangt haben.“
  • Der frühere israelische Botschafter Ehud Avriel nannte die EPOCHE »anständig«.
  • Auch Bernhard Vogel, der nacheinander Ministerpräsident eines alten (Rheinland-Pfalz) und eines neuen Bundeslandes (Thüringen) war, äußerte sich zur EPOCHE: »Kontinuierlich und unerschrocken ein bestimmtes Profil zu wahren, auch gegen Zeitströme zu schwimmen, bedeutet eine beachtliche Leistung. Dies trifft auf die EPOCHE zu. Sie hat eindeutig, fern jedes Gefälligkeits-Journalismus ihre Linie vertreten, die von einem freiheitlichen Konservatismus geprägt ist. Die Arbeit ist gekennzeichnet durch den Einsatz für unsere freiheitliche Gesellschaftsordnung, die repräsentative Demokratie, den sozialen Rechtsstaat, die Soziale Marktwirtschaft und für das atlantische Bündnis, das auf unserer gemeinsamen Wertvorstellung beruht. Damit hat der Herausgeber, Herr Karl Ludwig Bayer, seine Mitarbeiter und die Autoren einen wichtigen Beitrag zur Meinungsbildung in der Bundesrepublik Deutschland geleistet. Dieser Beitrag ist auch für unsere Zukunft unverzichtbar.«
  • Der Physiker Edward Teller äußerte sich wie folgt: "It is always a pleasure to receive a new copy of Epoche." (deutsch: Es ist immer ein Vergnügen, eine neue Ausgabe der Epoche zu erhalten)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Presseberichte der Süddeutschen Zeitung, insb. Januar 2002 [1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]