Eppe

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Koordinaten: 51° 14′ 7″ N, 8° 46′ 17″ O

Eppe
Kreisstadt Korbach
Höhe: 380 m ü. NHN
Fläche: 10,83 km²[1]
Einwohner: 625 (30. Jun. 2015)[2]
Bevölkerungsdichte: 58 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1970
Postleitzahl: 34497
Vorwahl: 05636

Eppe ist ein südwestlicher und ländlich strukturierter Stadtteil von Korbach im Landkreis Waldeck-Frankenberg im Nordwesten Hessens (Deutschland)

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eppe liegt auf zirka 360 m Höhe rund 2 km östlich der hessischen Grenze zu Nordrhein-Westfalen in den äußersten (nord)östlichen Ausläufern des Rothaargebirges etwa 8 km südwestlich der Kernstadt Korbach bzw. rund 6 km nordöstlich der westfälischen Stadt Medebach. Unmittelbar östlich des Orts verläuft in Nord-Süd-Richtung die Wilde Aa („Aar“). Südlich breitet sich die Medebacher Bucht aus, östlich das Waldecker Land und wenige Kilometer nördlich das Upland.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eppe wurde 1214 erstmals urkundlich erwähnt. Ursprünglich Heppehe und Eppehe genannt, war der Ort Stammsitz des mit Reinhard von Eppe (1214–1254) erstmals bekundeten Adelsgeschlechts derer von Eppe. Ein Heinrich von Eppe (1240–1276) und sein Bruder waren Burgmannen in Warburg. 1289 war ein Herbold von Eppehe Bürgermeister der Stadt Korbach. Ein Dietrich von Eppe (1332–1374) war Amtmann zu Fürstenberg, einem heutigen Ortsteil von Lichtenfels.

Am 1. Juli 1970 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Eppe in die Kreisstadt Korbach eingegliedert.[3] Die Gemeinde Eppe hatte eine Fläche von 10,83 km².[4]

Im Ort befinden sich ein Kindergarten und eine Grundschule. Die Bevölkerung ist in zahlreichen Vereinen aktiv.

Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Innenansicht der Sankt-Peter-und-Paul-Kirche in Eppe

Bis zum Jahr 1865 hatte der Ort eine Simultankirche, die von beiden Konfessionen gemeinsam genutzt wurde. Diese musste wegen Baufälligkeit abgerissen werden. 1869 wurde für die katholische Gemeinde die Kirche St. Peter und Paul errichtet und am 4. Oktober 1870 geweiht. Damit ist sie nach der Reformation der erste Neubau einer katholischen Kirche im Waldecker Land. Zur katholischen Kirchengemeinde Eppe gehören auch die Dörfer Nieder-Schleidern und Alleringhausen. Sie ist dem Pastoralverbund Korbach im Dekanat Waldeck zugeordnet und gehört, obwohl in Nordhessen gelegen, wie das ganze Gebiet des ehemaligen Landkreises Waldeck zum westfälischen Erzbistum Paderborn.

Die evangelische Kirche wurde im Jahr 1876 erbaut.

Heidenstraße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Heidenstraße ist eine mehr als 1000 Jahre alte Heer- und Handelsstraße durch das Aartal. Sie führte von Leipzig über Kassel, Korbach, Eppe und Medebach nach Köln und war ca. 500 km lang. Im Verlauf der Jahrhunderte wurden hier nicht nur Güter transportiert, sie wurde auch von Siedlern und Pilgern benutzt; auch die Kaiser Otto III. (1000) und Karl IV. (1349) sollen sie benutzt haben. Zudem wird sie als Zubringer zum „Jakobspfad“, einer weiteren Pilger- und Handelsstraße, angesehen. Noch heute finden sich Spuren dieser Straße.

Seit dem 1. Juni 2009 erinnert ein Gedenkstein mit Gedenktafel an die Heidenstraße. Es ist der erste Gedenkstein für die Heidenstraße im Landkreis Waldeck-Frankenberg und Hessen.

Institutionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Eppe befindet sich ein Jugendheim des CVJM (Wolfhagen), in dem viele Jugendliche Freizeiten erlebt haben.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Tennisprofi Rainer Schüttler, der am Korbacher Gymnasium, der „Alten Landesschule“, sein Abitur machte, stammt aus Eppe.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Eppe, Landkreis Waldeck-Frankenberg“. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). (Stand: 20. Dezember 2012)
  2. „Daten & Fakten“ im Internetauftritt der Stadt Korbach, abgerufen im Februar 2016.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 407.
  4. Statistisches Bundesamt: Amtliches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland mit Übersichten über die Verwaltungsgliederung und Angaben über die Zugehörigkeit der Gemeinden zu Ortsklassen, Postleitgebieten und einigen wichtigen Verwaltungseinheiten. Ausgabe 1957, S. 275

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]