Eppe

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51.2353805555568.7714638888889366Koordinaten: 51° 14′ 7″ N, 8° 46′ 17″ O

Eppe
Kreisstadt Korbach
Höhe: 366 m
Einwohner: 655 (31. Dez. 2009)
Eingemeindung: 1. Juli 1970
Postleitzahl: 34497
Vorwahl: 05636

Eppe ist ein südwestlicher und ländlich strukturierter Stadtteil von Korbach im Landkreis Waldeck-Frankenberg im Nordwesten Hessens (Deutschland)

Geographie[Bearbeiten]

Eppe liegt auf zirka 360 m Höhe rund 2 km östlich der hessischen Grenze zu Nordrhein-Westfalen in den äußersten (nord)östlichen Ausläufern des Rothaargebirges etwa 8 km südwestlich der Kernstadt Korbach bzw. rund 6 km nordöstlich der westfälischen Stadt Medebach. Unmittelbar östlich des Orts verläuft in Nord-Süd-Richtung die Wilde Aa („Aar“). Südlich breitet sich die Medebacher Bucht aus, östlich das Waldecker Land und wenige Kilometer nördlich das Upland.

Geschichte[Bearbeiten]

Eppe wurde 1214 erstmals urkundlich erwähnt. Ursprünglich Heppehe und Eppehe genannt, war der Ort Stammsitz des mit Reinhard von Eppe (1214–1254) erstmals bekundeten Adelsgeschlechts derer von Eppe. Ein Heinrich von Eppe (1240–1276) und sein Bruder waren Burgmannen in Warburg. 1289 war ein Herbold von Eppehe Bürgermeister der Stadt Korbach. Ein Dietrich von Eppe (1332–1374) war Amtmann zu Fürstenberg, einem heutigen Ortsteil von Lichtenfels.

Am 1. Juli 1970 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Eppe in die Kreisstadt Korbach eingegliedert.[1]

Im Ort befinden sich ein Kindergarten und eine Grundschule. Die Bevölkerung ist in zahlreichen Vereinen aktiv.

Kirchen[Bearbeiten]

Bis zum Jahr 1865 hatte der Ort eine Kirche, die von beiden Konfessionen gemeinsam genutzt wurde. Sie musste wegen Baufälligkeit abgerissen werden. 1869 entstand für die katholische Gemeinde die Kirche St. Peter und Paul, die am 4. Oktober 1870 eingeweiht wurde. Zur katholischen Kirchengemeinde Eppe gehören auch die Dörfer Nieder-Schleidern und Alleringhausen.

Die evangelische Kirche wurde im Jahr 1876 erbaut.

Heidenstraße[Bearbeiten]

Die Heidenstraße ist eine mehr als 1000 Jahre alte Heer- und Handelsstraße durch das Aartal. Sie führte von Leipzig über Kassel, Korbach, Eppe und Medebach nach Köln und war ca. 500 km lang. Im Verlauf der Jahrhunderte wurden hier nicht nur Güter transportiert, sie wurde auch von Siedlern und Pilgern benutzt; auch die Kaiser Otto III. (1000) und Karl IV. (1349) sollen sie benutzt haben. Zudem wird sie als Zubringer zum „Jakobspfad“, einer weiteren Pilger- und Handelsstraße, angesehen. Noch heute finden sich Spuren dieser Straße.

Seit dem 1. Juni 2009 erinnert ein Gedenkstein mit Gedenktafel an die Heidenstraße. Es ist der erste Gedenkstein für die Heidenstraße im Landkreis Waldeck-Frankenberg und Hessen.

Institutionen[Bearbeiten]

In Eppe befindet sich ein Jugendheim des CVJM (Wolfhagen), in dem viele Jugendliche Freizeiten erlebt haben.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Der Tennisprofi Rainer Schüttler, der am Korbacher Gymnasium, der „Alten Landesschule“, sein Abitur machte, stammt aus Eppe.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 407.

Weblinks[Bearbeiten]