Epprath

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Lage des ehemaligen Ortes Epprath sowie des Umsiedlungsortes Kaster im Rheinischen Braunkohlerevier

Neu-Epprath ist ein Teil von Kaster, einem Stadtteil von Bedburg im Rhein-Erft-Kreis in Nordrhein-Westfalen. Der ursprüngliche Ort Epprath (heutige Bezeichnung: Alt-Epprath) musste bis 1968 aufgrund des Tagebaus Garzweiler und des Tagebaus Fortuna-Garsdorf umsiedeln.

Alt-Epprath[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Epprath auf der Tranchotkarte

Das alte Dorf Epprath grenzte im Norden an die ebenfalls abgebaggerte Ortschaft Morken-Harff, im Süden an Darshoven und Tollhausen (Bedburg), beides Ortsteile von Epprath. Westlich von Epprath verlief die Erft, welche wegen des Tagebaus Fortuna-Garsdorf bzw. des Tagebaus Garzweiler verlegt werden musste. Nordwestlich von Epprath grenzte Schloss Harff.

Dorfbeschreibung und Umsiedlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf war sehr landwirtschaftlich geprägt. Im Dorf liefen bis ins 20. Jahrhundert noch Hühner und Kühe durch die Straßen.

Alt-Epprath musste trotz starkem Protest mit dem sehenswerten Dorf Morken-Harff mit Schloss Harff und dem Dorf Alt-Königshoven umsiedeln. Lediglich Kaster und Broich (Bedburg) konnten ihre Umsiedlung verhindern. 1968 waren von den vormals 449 Einwohnern nur noch 101 im Ort.

Werwolf von Epprath[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Werwolf von Epprath wird hingerichtet

Peter Stump, ein Bauer aus Epprath, soll im 16. Jahrhundert nach Auffassung der damaligen Justiz im Zeitraum von 25 Jahren in der Gestalt eines Werwolfs mindestens 16 Morde, Vergewaltigungen sowie Inzest begangen haben. Er wurde am 31. Oktober 1589 hinter dem heutigen Silverberg-Gymnasium in Bedburg durch Rädern und Enthauptung hingerichtet und sein Leichnam verbrannt. Insgesamt sollen 4000 Zuschauer zugegen gewesen sein, als Peter Stump qualvoll starb. Nach dem Prozess und seinem Tod wurden zahlreiche Flugblätter verteilt.

Ausführlichere Informationen findet man in den Artikeln Peter Stump und Bedburg; Geschichte.

Neu-Epprath[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neu-Epprath liegt im Süden von Alt-Kaster und im Osten von Neu Morken-Harff. Im Süden liegt die Stadt Bedburg. An die ehemalige Ortschaft erinnern im neuen Ort, ein Ortsschild aus Holz an einem Parkplatz in Nähe des Wohngebietes, die Epprather Kapelle am Sportplatz, die Epprather Straße und Darshovener Straße.

Der neue Ort wurde 1968 für die Umsiedler aus dem alten Ort errichtet. Teilweise wurden von Rheinbraun schlüsselfertige Häuser für die Umsiedler gebaut, daher auch der einheitliche Baustil im Dorf. Für Landwirte war in Neu-Epprath kaum Platz, sie siedelten sich bei Grevenbroich und Neuss an.

Neu-Epprath ist kein eigener Stadtteil, er gehört mit Neu Morken-Harff zu Kaster.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 51° 0′ N, 6° 34′ O