Ercole Baldini

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Ercole Baldini bei der Tour de France 1960

Ercole Baldini (* 26. Januar 1933 in Villanova di Forlì) ist ein ehemaliger italienischer Rad-Profi.

Radsport-Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem Ercole Baldini 1954 bereits den Stundenweltrekord für Amateure mit 44,870 km gebrochen hatte, verbesserte er am 19. September 1956 auf der Mailänder Vigorelli-Bahn mit 46,394 km den allgemein geltenden Stundenweltrekord für Profis. Damit übertraf er den gerade erst drei Monate alten Rekord des fünfmaligen Tour-de-France-Siegers Jacques Anquetil um 235 m. Baldini wurde im Jahre 1957 Profi, nachdem er 1956 in Melbourne Olympiasieger im Straßenrennen geworden war. Aufgrund seiner Meistertitel und seiner Erfolge gilt Baldini in Italien als Campionissimo – besonders in seiner mittelitalienischen Heimat, der Emilia Romagna, ist er sehr populär. 1958 gewann er die Straßen-Radweltmeisterschaft der Profis.

Baldini, der den Beinamen Il Treno di Forlì (ital.= der Zug aus Forli) war sowohl auf der Bahn als auch in Straßenradsportwettbewerben erfolgreich. Vor allem seine große Tempohärte und sein sauberer Fahrstil machten ihn zum erfolgreichen Zeitfahrer – was er durch den erwähnten Stundenweltrekord, den Weltmeistertitel in der Einerverfolgung wie auch in verschiedenen Einzel- und Paarzeitfahren, etwa beim Trofeo Baracchi (vier Siege) und beim GP des Nations bewies. Durch seine gut ausgebildeten Allrounder-Fähigkeiten gelang ihm im Jahre 1958 der Sieg beim Giro d’Italia.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rad der Marke Legnano im Museo del Ciclismo Madonna del Ghisallo, mit dem Baldini 1958 Weltmeister wurde
1954
  • Stundenweltrekord der Amateure – 44,870 km
1956
1957
1958
  • Stundenweltrekord – 46,394 km
  • vier Etappen und Gesamtwertung Giro d’Italia
  • Weltmeister – Straßenrennen
  • GP Industria e Commercio
  • Baracchi-Trophäe (mit Aldo Moser)
1959
1960
  • GP des Nations
1961
  • Baracchi-Trophäe
1963
außerdem
  • dreifacher Italienischer Meister (Straße und Bahn)

Teams[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1957–1958 Legnano
  • 1959 Ignis-Frejus
  • 1960–1961 Ignis
  • 1962 Ignis-Moschettieri
  • 1963 Cynar
  • 1964 Salvarani

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rino Negri/Maurizio Rizzi: La storia di Ercole Baldini, il treno de Forli. Edizioni Ciclofer, 2000

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ercole Baldini – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien