Erdbebenzone

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Die Erdbeben­zonen nach DIN 4149

Die Erdbebenzone nach DIN 4149 (bis 12 2010) ist eine Klassifizierung von Gebieten nach ihrer Erdbebengefährdung. Die Versuche, Erdbebenzonen europaweit zu klassifizieren und die Auslegung von Hochbauten an diesen Zonen zu orientieren, haben zur Entwicklung der Euronorm EN 1998-1 geführt, die aber nicht in allen Ländern umgesetzt worden ist.

Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Momentan wird die Klassifizierung in Deutschland nach der DIN EN 1998-1/NA:2011 01 Nationaler Anhang - National festgelegte Parameter - Eurocode 8: Auslegung von Bauwerken gegen Erdbeben - Teil 1: Grundlagen, Erdbebeneinwirkungen und Regeln für Hochbau (Gilt in Verbindung mit DIN EN 1998-1 (2010-12)) durchgeführt.

Zonen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Man unterscheidet vier Zonen, die mit 0 (keine Gefährdung) bis 3 (hohe Gefährdung) bezeichnet sind.[1]

Untergrundklassen, Baugrundklassen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für das Errichten von Gebäuden sind weiter maßgeblich:

  • Untergrundklassen (R: felsartig, S: tief-sedimentär, T: Übergangsgebiete)
  • Baugrundklassen (A: unverwitterter Fels, B: mäßig verwittert, C: Lockergestein)[2]

Italien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der italienische Zivilschutz unterscheidet vier Gefahrenzonen:[3]

  • Zone 1 - größte Erdbebengefahr mit der Möglichkeit stärkster Beben und einer maximalen Bodenbeschleunigung von 0,35 g (das entspricht einer Stärke von 6 bis 7 auf der Richterskala; z. B. liegt der von einem Beben 2016 schwer betroffene Ort Amatrice in dieser Zone)
  • Zone 2 - sehr gefährlich, stärkste Beben möglich
  • Zone 3 - starke Beben möglich
  • Zone 4 - starke Beben möglich, aber selten

USA[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die UBC-Norm von 1997 unterscheidet vier Gefahrenzonen (und eine Zone Null). Die gefährlichste Zone 4 ist durch eine Bodenbeschleunigung von 0,4 g gekennzeichnet.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Deutsches GeoForschungsZentrum, DIN EN 1998-1/NA:2011-01, Erdbebenzonenkarte
  2. Deutsches GeoForschungsZentrum, Seismische Lastannahmen für den gesuchten Ort
  3. Klassifikation der Erdbebenzonen, Abruf 3. September 2016