Erdeed

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Ardud
Erdeed
Erdőd
Wappen von Erdeed
Erdeed (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Sathmar
Kreis: Satu Mare
Koordinaten: 47° 38′ N, 22° 53′ O47.63583333333322.884722222222148Koordinaten: 47° 38′ 9″ N, 22° 53′ 5″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 148 m
Fläche: 142,63 km²
Einwohner: 6.231 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 44 Einwohner je km²
Postleitzahl: 447020
Telefonvorwahl: (+40) 02 61
Kfz-Kennzeichen: SM
Struktur und Verwaltung (Stand: 2012)
Gemeindeart: Stadt
Gliederung: 5 Gemarkungen/Katastralgemeinden: Mădăras, Baba Novac, Gerăușa, Sărătura, Ardud Vii
Bürgermeister: Ovidiu Marius Duma (USL)
Postanschrift: Str. Ștefan cel Mare, nr. 37
loc. Ardud, jud. Satu Mare, RO–447020
Website:
Sonstiges
Stadtfest: 15. August

Erdeed[2] (rumänisch Ardud, ungarisch Erdőd) ist eine Kleinstadt im Kreis Satu Mare im Nordwesten Rumäniens.

Lage[Bearbeiten]

Erdeed liegt in einer hügeligen Region im Nordwesten Rumäniens. Die Kreishauptstadt Satu Mare befindet sich etwa 15 km nördlich.

Geschichte[Bearbeiten]

Die ältesten archäologischen Funde der Region stammen aus der Bronzezeit.[3]

Erdeed ist 1215 unter dem Namen Herdeud erstmals urkundlich erwähnt.[3]

1378 wurde der Ort ein regionales Verwaltungszentrum. 1481 wurde nordwestlich von Erdeed eine Burg errichtet. Diese verlor bald ihre militärische Bedeutung und wurde ab 1730 zum Schloss umgebaut.[3] Im 19. Jahrhundert verfiel das Schloss und wurde im Zweiten Weltkrieg endgültig zerstört.[4]

Im 18. Jahrhundert siedelten sich in Erdeed wie auch in anderen Regionen des Komitats Sathmar Deutsche – die Sathmarer Schwaben – an.

Bis 1918 gehörte der Ort zum Königreich Ungarn bzw. zu Österreich-Ungarn. Nach dem Ersten Weltkrieg kam er zu Rumänien, von 1940 bis 1944 infolge des Zweiten Wiener Schiedsspruches vorübergehend wieder zu Ungarn. 2006 erhielt Erdeed den Status einer Stadt.

Die wichtigsten Wirtschaftszweige sind die Holz-, die Bauindustrie, die Landwirtschaft und der Handel.

Bevölkerung[Bearbeiten]

1880 lebten auf dem Gebiet der heutigen Stadt 4071 Personen, darunter 1877 Rumänen, 1227 Deutsche, 925 Ungarn und 11 Slowaken. 2159 wohnten in Ardud selbst, die übrigen 2107 in den fünf heute eingemeindeten Ortschaften. 1930 wurden außerdem 172 Juden registriert. Das Bevölkerungsmaximum wurde 1977 mit 8393 erreicht.

Bei der Volkszählung 2002 lebten in Erdeed 6486 Einwohner, davon 4219 in der Stadt selbst, 2267 in den eingemeindeten Dörfern. 2082 waren Rumänen, 1161 Ungarn, 591 Roma und 373 Deutsche.[5]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Burgruine in Erdeed
Römisch-katholische Kirche in Erdeed
  • Burgruine (1481/1730)
  • Katholische Kirche (1482)

Verkehr[Bearbeiten]

Erdeed verfügt über keinen Bahnanschluss. Die einst hier verkehrende Kleinbahn ist stillgelegt. Durch die Stadt führt die Europastraße 81. Regelmäßige Busverbindungen bestehen nach Satu Mare.

Partnerstädte[Bearbeiten]

Erdeed unterhält Partnerschaften mit:[6]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ardud – Sammlung von Bildern, Videos und AudiodateienVorlage:Commonscat/Wartung/P 2 fehlt, P 1 ungleich Lemma

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien bei citypopulation.de
  2. Amtlicher deutschsprachiger Name laut rumänischem Regierungsbeschluß 1415 vom 6. Dezember 2002 (Amtsblatt)
  3. a b c Istoric (Memento vom 3. Januar 2006 im Internet Archive)
  4.  (Seite nicht mehr abrufbar; Suche in Webarchiven)@1 @2 Vorlage:Toter Link/www.rumaenienburgen.com
  5. Volkszählung 2002, abgerufen am 5 April 2009 (PDF; 648 kB)
  6. Infratiri