Bambara-Erdnuss

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Erderbse)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Bambara-Erdnuss
Die unterirdischen Früchte der Bambara-Erdnuss (Vigna subterranea)

Die unterirdischen Früchte der Bambara-Erdnuss (Vigna subterranea)

Systematik
Ordnung: Schmetterlingsblütenartige (Fabales)
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Unterfamilie: Schmetterlingsblütler (Faboideae)
Tribus: Phaseoleae
Gattung: Vigna
Art: Bambara-Erdnuss
Wissenschaftlicher Name
Vigna subterranea
(L.) Verdc.

Die Bambara-Erdnuss (Vigna subterranea), im deutschen Sprachraum auch Erderbse oder Angola-Erbse, sowie früher auch Kriechender Erdbohrer genannt, ist eine Pflanzenart, die zur Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae oder Leguminosae) gehört. Diese Nutzpflanze ist nahe verwandt mit einer Reihe anderer „Bohnen“ genannter Feldfrüchte.

Sie stammt aus Westafrika, und wird heute in ganz Afrika, Asien, Australien und Mittel- und Südamerika kultiviert. Ihr Name leitet sich vom Volk der Bambara her. Haupterzeugerländer sind Burkina Faso, Mali, Kamerun und Niger, sowie Nigeria, Tschad und Ghana. Sie ist eine ausgesprochen trockenheitsresistente Pflanze, die auch nährstoffarme Böden verträgt. Ähnlich sind die häufig genutzten Samen der Augenbohne oder der Erdbohne.

Beschreibung und Ökologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Illustration
Feld mit der Bambara-Erdnuss (Vigna subterranea)
Früchte und Samen
In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen noch folgende wichtige Informationen:
Alle merkmale sind nur marginal oder gar nicht beschrieben
Hilf der Wikipedia, indem du sie recherchierst und einfügst.

Vegetative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bambara-Erdnuss ist eine einjährige, ursprünglich flach kriechende, domestiziert aufrechte, bis etwa 30 Zentimeter hohe krautige Pflanze, mit einer Pfahlwurzel. Die dreizähligen Blätter sind wechselständig, mit bis 30 Zentimeter langen Stielen. Die kurz gestielten, bis 10 Zentimeter langen Blättchen sind elliptisch bis eiförmig mit abgerundeter bis eingebuchteter Spitze. Die Nebenblätter, Stipeln der Fiederblättchen sind sehr klein. Die 1 bis 3 blütigen, haarig gestielten Blütenstände sind nahe dem Boden. Die kurz gestielten, weißlich-gelben und zwittrigen Schmetterlingsblüten haben einen fünflappigen kurzen Kelch und 10 Staubblätter, wovon nur eins frei ist. Der einkammerige Fruchtknoten ist oberständig, mit einem langen, gebogenen, im oberen Teil bärtigen Griffel mit zweiteiliger Narbe. Es sind extraflorale Nektarien vorhanden, oft an einer abortiven Blütenknospen.

Generative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die rundliche, bis etwa 2,5–4 Zentimeter lange und hellbräunliche, leicht runzlige Hülsenfrucht enthält nur einen oder zwei glatte Samen. Die etwa 1 Zentimeter großen, rundlich bis ellipsoiden, teils abgeflachten und harten Samen sind von unterschiedlicher Farbe (hell, rot, orange, schwarz, auch gefleckt). Um das weiße Hilum ist manchmal ein farbiges „Auge“ ausgebildet. Die Hülsen wachsen, wie auch bei der Erdnuss an einem langen Karpophor, unter der Erde, sie sind aber härter. Dies ist eine Anpassung an Buschfeuer, die das Verbrennen der Samen verhindert. Es ist also eine geokarpe, boden-, erdfrüchtige Pflanze.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 22.[1]

Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Man kann die jungen Hülsenfrüchte oder die getrockneten Samen verwenden. Letztere werden entweder eingeweicht und gekocht, oder zu Mehl gemahlen.

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vigna subterranea gehört zur Sektion Vigna in der Untergattung Vigna innerhalb der Gattung Vigna.[2]

1648 beschrieb sie erstmals Marcgrave de Liebstad als „Mandubi d'Angola“. Die Erstveröffentlichung erfolgte 1763 unter dem Namen (Basionym) Glycine subterranea durch Carl von Linné. Die Neukombination zu Vigna subterranea (L.) Verdc. wurde 1980 durch Bernard Verdcourt in Kew Bulletin, Volume 35, S. 474 veröffentlicht. Synonyme für Vigna subterranea (L.) Verdc. sind: Voandzeia subterranea (L.) Thouars ex DC.[2] Weiter Synonyme waren Arachis africana Burm. und Cryptolobus subterraneus Spreng.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Voandzeia subterranea bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. Louis
  2. a b Vigna subterranea im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bambara-Erdnuss (Vigna subterranea) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien