Erdmann Rudolf Fischer

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Gemälde von Erdmann Rudolph Fischer (ca. 1948)

Erdmann Rudolf Fischer, auch: Erdmann Rudolph Fischer, (* 28. November 1687 in Hafenpreppach; † 1. Juni 1776 in Coburg) war ein deutscher lutherischer Theologe.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der aus einem Pfarrhaus stammende Fischer besuchte das Gymnasium in Coburg bei Ernst Salomon Cyprian (1673–1745). Am 29. April 1708 immatrikulierte er sich an der Universität Wittenberg, wo er von Gottlieb Wernsdorf der Ältere zu einem theologischen Vertreter der lutherischen Orthodoxie herangebildet wurde. Aufgrund gesundheitlicher Probleme seines Vaters ging er 1717 als dessen Substitut nach Einberg, wurde 1721 vierter Diakon in Coburg, stieg 1724 zum dritten Diakon auf, 1726 zum zweiten Diakon und wurde 1741 Archidiakon und Senior.

1747 wurde Fischer Beichtvater des Herzog Franz Josias von Sachsen-Coburg, auf dessen Protektion hin er 1758 Generalsuperintendent und Konsistorialrat von Sachsen-Coburg wurde. Damit war das Amt des Pastors an der Moritzkirche verbunden und er war Gymnasialprofessor der Theologie am Coburger Casimirianum. Neben einigen Predigten, die vereinzelt erschienen, war Fischer seit 1724 Mitarbeiter an der fortgesetzten Sammlung von alten und neuen theologischen Sachen. Zudem gab er das Coburgische Gesangbuch 1723, 1731 und 1739 neu herausgegeben.

Werkauswahl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herausgeberschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Job. Lorenz Mosheim’s Gedanken über die Lehre von dem Ende der Höllenstrafen. mit einer Vorrede. Coburg 1728
  • E. S. Cypriani de eligenda inter Christianos religione dissidentes sententia brevis Consultatio; ob argumenti praestantiam et saeculi nostri genium seorsum excusa; cum praefatione. Coburg 1734

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • August BeckFischer, Erdmann Rudolf. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 7, Duncker & Humblot, Leipzig 1877, S. 62.
  • Johann Georg Meusel: Lexikon der vom Jahr 1750 bis 1800 verstorbenen teutschen Schriftsteller. Gerhard Fleischer der Jüngere, Leipzig, 1804, Bd. 3, S. 346 (Online bei Google Buchsuche)
  • Carl Joseph Bouginé: Handbuch der allgemeinen Litterargeschichte nach Heumanns Grundriss. Orell – Geßner –Füßli; Zürich, 1791 Bd. 4 S. 140
  • Wilhelm Kosch: Deutsches Literatur-Lexikon. Francke Verlag, 1978, S. 95
  • Georg Christoph Hamberger, Johann Georg Meusel: Das Gelehrte Teutschland: Oder, Lexikon der jetzlebenden Teutschen Schriftsteller. Verlag der Meyerischen Buchhandlung, Lemgo, 1776, S. 269