Erhard Schütz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Erhard Schütz, 2014

Erhard Schütz (* 17. Februar 1946 in Holzhausen) ist ein deutscher Literaturwissenschaftler und Professor a. A. für Neuere deutsche Literatur an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1967 bis 1972 studierte Erhard Schütz Germanistik, Politikwissenschaften und Philosophie an den Universitäten Gießen und Würzburg. Er promovierte 1975 zum Dr. phil.; 1979 erfolgte die Habilitation.

Von 1985 bis 1989 war er Professor auf Zeit (C2) an der Universität-Gesamthochschule Essen und von 1989 bis 1996 erhielt er die Erik Reger-Stiftungsprofessur auf Lebenszeit (C3) für Neuere deutsche Literatur an der Freien Universität Berlin in den Fächern Publizistik und neuere deutsche Literatur. Zugleich war Erhard Schütz Direktor des Instituts für Kommunikationsgeschichte und angewandte Kulturwissenschaften der FU Berlin. Von 1996 bis 2011 war er Professor für Neuere deutsche Literatur (Schwerpunkt 18. bis 20. Jahrhundert) am Institut für deutsche Literatur an der Humboldt-Universität zu Berlin. Schütz ist seit 2011 im Ruhestand.

Seine Arbeitsschwerpunkte umfassen Verschränkungen von Literatur und Journalismus, Sachbuchforschung, Mediengeschichte, Literatur und Technik, den Literaturmarkt, die Geschichte des Feuilletonromans, die Literatur der Weimarer Republik und des „Dritten Reichs“ sowie Berlin als Motiv in Film und Literatur.[1] Ferner befasste er sich mit der populären und literarischen Rezeption der Zeitgeschichte im 20. Jahrhundert. Gemeinsam mit David Oels, Michael Schikowski und Ute Schneider leitet er ein universitätsübergreifendes, kultur-, literatur- und medienwissenschaftlich ausgerichtetes Forschungsprojekt, das sich der Erforschung der Geschichte und der Poetik des Sachbuchs im 20. Jahrhundert widmet.

Erhard Schütz war von 1996 bis 2018 Mitherausgeber der Zeitschrift für Germanistik (ZfGerm); er ist u. a. Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland und Beiratsmitglied des Fritz-Hüser-Instituts.[2][3] Als Literaturkritiker schreibt Erhard Schütz regelmäßig für die Wochenzeitung Der Freitag, den Tagesspiegel und die Kulturzeitschrift Das Magazin.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Autor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alfred Andersch. C.H. Beck / Edition Text und Kritik, München 1980, ISBN 3-406-07883-4.
  • Romane der Weimarer Republik. Fink, München 1986, ISBN 3-7705-2342-3.
  • Willkommen und Abschied der Maschinen. Bestandsaufnahme eines Themas. Klartext, Essen 1988, ISBN 3-88474-436-4.
  • Echte falsche Pracht. Kleine Schriften zur Literatur. Verbrecher Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-940426-93-2.
  • „In den Wäldern selig verschollen“. Waldgänger in der deutschen Literatur seit der Romantik (= Pressburger Akzente. Heft 3). Edition Lumiere, Bremen 2013, ISBN 978-3-943245-12-7.

Als Mitautor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • mit Eckhard Gruber: Mythos Reichsautobahn. Bau und Inszenierung der „Straßen des Führers“ 1933–1941. Ch. Links, Berlin 1996, ISBN 3-86153-117-8.
  • mit Jörg Döring: Benn als Reporter: „Wie Miss Cavell erschossen wurde“. Universi, Siegen 2007, ISBN 978-3-936533-22-4.

Als Herausgeber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Mitherausgeber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Artikel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Michael Angele: Über Schönheit hinaus. Dem Germanisten Erhard Schütz zum Siebzigsten. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17. Februar 2016, S. 12.
  2. Wissenschaftliche Biographie, abgerufen am 18. Januar 2012.
  3. Institut für deutsche Literatur, Humboldt Universität zu Berlin@1@2Vorlage:Toter Link/www.literatur.hu-berlin.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., abgerufen am 18. Januar 2012.