Eric Schweitzer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Eric Schweitzer, 2012

Eric Schweitzer (* 24. Juli 1965 in Ipoh, Malaysia) ist ein deutscher Unternehmer. Schweitzer führt zusammen mit seinem Bruder Axel Schweitzer die Alba Group. Von 2004 bis 2016 war er ehrenamtlich Präsident der Industrie- und Handelskammer zu Berlin (IHK Berlin).[1] Am 20. März 2013 wurde er zum Präsidenten des Deutschen Industrie- und Handelskammertages gewählt.[2]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur 1983 an der Georg-Herwegh-Oberschule in Berlin studierte Eric Schweitzer bis 1987 Betriebswirtschaftslehre an der Freien Universität in Berlin. 1990 promovierte er dort zum Dr. rer. pol. über das Thema Ordnungspolitische Probleme der Abfallwirtschaft. Von 1994 bis 2006 war Schweitzer neben Alba-Vorstandstätigkeiten Mitglied des Präsidiums des Bundesverbandes der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V. (BDE) und von 2003 bis 2006 auch dessen stellvertretender Präsident. Ferner war er zwischen 1999 und 2003 Vizepräsident der Europäischen Föderation der Entsorgungswirtschaft (FEAD) in Brüssel. Von 2010 bis 2013 war er zudem Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung, der u. a. die Bundesregierung berät.[3] Außerdem Aufsichtsratsmitglied der Berlin Partner GmbH und Vorsitzender des Trägervereins ESCP Europe Wirtschaftshochschule Berlin. Bis Sommer 2012 war er zudem Mitglied der FDP.[4] Er ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in Berlin.[5]

Unternehmer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einem Aufenthalt 1990 in den Vereinigten Staaten und Tätigkeit in der dortigen Entsorgungswirtschaft kehrte er nach Berlin zurück und wurde Mitglied der Geschäftsleitung des von seinem Vater Franz Josef Schweitzer gegründeten Recyclingunternehmens Alba. Er war insbesondere für den Aufbau und die Aktivitäten in den neuen Bundesländern zuständig. 1993, nach dem Tod seines zwei Jahre älteren Bruders Frank Schweitzer,[6] wurde er in den Alba-Vorstand gerufen. Nach dem frühen Tod des Vaters 1998 formte er mit seinem Bruder Axel Schweitzer aus den geerbten Unternehmen Alba und Interseroh die seit Januar 2011 bestehende Dachmarke Alba Group.

Von 2004 bis Ende 2016 war Schweitzer Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Berlin.[7] 2011 wurde er Vorsitzender des Kuratoriums der Friede Springer Stiftung[8] und ab 1. Januar 2017 Mitglied des Stiftungsrates der Carl-Zeiss-Stiftung.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Lebenslauf. ALBA Group, 5. September 2012, abgerufen am 4. September 2012.
  2. Neuer Präsident des DIHK: Eric Schweitzer. Europäische Bewegung Deutschland, 20. März 2013, abgerufen am 22. März 2018.
  3. Rat für Nachhaltige Entwicklung. (Nicht mehr online verfügbar.) Rat für Nachhaltige Entwicklung, 5. September 2012, archiviert vom Original am 14. Mai 2012; abgerufen am 4. September 2012.
  4. Florian Gathmann, Philipp Wittrock: Krise der Liberalen: FDP-Wähler verzweifelt gesucht. In: Spiegel Online, 17. Dezember 2014.
  5. Eric Schweitzer: Alba-Chef als DIHK-Präsident im Gespräch. dpa-Artikel im Handelsblatt, 17. Juli 2012, abgerufen am 22. März 2018.
  6. Tobias Miller: Gründer des Recycling-Unternehmens wurde 63 Jahre / „Besondere Unternehmerpersönlichkeit“: Alba-Chef Schweitzer starb nach Operation. In: Berliner Zeitung, 20. März 1998, abgerufen am 22. März 2018.
  7. Präsidium der IHK Berlin. (Nicht mehr online verfügbar.) IHK Berlin, 20. September 2017, archiviert vom Original am 22. März 2018; abgerufen am 22. März 2018.
  8. Homepage der Friede Springer Stiftung, 30. Mai 2014, abgerufen am 22. März 2018.