Erich Bethe

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel befasst sich mit dem klassischen Philologen Erich Bethe. Zum Unternehmer siehe Erich Bethe (Stifter)

Erich Julius Adolf Bethe (* 2. Mai 1863 in Stettin; † 19. Oktober 1940 in Leipzig) war ein deutscher klassischer Philologe.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erich Bethe war ein Sohn des Stettiner Arztes Eduard Bethe († 1910) und dessen Ehefrau Marie Gerstaecker (* 1830; † 1917) aus Berlin, einer Nichte des Reiseschriftstellers Friedrich Gerstäcker. Sein Bruder Martin Bethe wurde Arzt und betätigte sich nebenbei als Genealoge, sein Bruder Albrecht Bethe wurde Professor für Physiologie.

Bethe studierte Klassische Philologie, Geschichte und Archäologie in Greifswald und Göttingen, wo er 1887 bei Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff promoviert wurde. Anschließend setzte er die Studien in Bonn (bei Georg Loeschcke) fort, wo er sich 1891 habilitierte. Nach drei Jahren als Privatdozent in Bonn und ausgedehnten Reisen im Mittelmeerraum heiratete er 1894 die Malerin Margarete Loewe[1][2] und ging als außerordentlicher Professor an die Universität Rostock. 1897 wechselte Bethe als ordentlicher Professor nach Basel, 1903 nach Gießen. 1906 folgte er einem Ruf an die Universität Leipzig, wo er bis zu seiner Emeritierung 1931 lehrte und forschte. Im akademischen Jahr 1927/1928 war er Rektor der Universität.

Nach der Machtübergabe unterschrieb Bethe zum 11. November 1933 das Bekenntnis der Professoren an den deutschen Universitäten und Hochschulen zu Adolf Hitler und dem nationalsozialistischen Staat.[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wikisource: Erich Bethe – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Grabmal der Malerin Margarete Loewe-Bethe abgerufen am 27. Januar 2017
  2. Bethe, Erich, Biografie im Portal kulturportal-west-ost.eu, abgerufen am 29. Juni 2017
  3. Original-Scan Wahlaufruf für Hitlers Politik, Nov. 1933. E. B.: S. 135, Rubrik "Einzelne Wissenschaftler", linke Spalte. Text des Aufrufs vorweg in 5 Sprachen