Erich Dieckmann (Möbeldesigner)

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Schultisch, 1925 ca.

Erich Dieckmann (geboren 5. November 1896 in Kauernik, Kreis Löbau, Westpreußen; gestorben 8. November 1944 in Berlin) war ein deutscher Möbeldesigner für Sitzmöbel.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über die Jugend Dieckmanns ist wenig bekannt. Mit 16 Jahren fuhr er zur See, 1914 meldete er sich freiwillig für den Kriegsdienst und wurde verwundet.[1] An der Technischen Hochschule Danzig studierte er von 1918 bis 1920 Architektur. Danach begann er in Dresden ein Mal- und Zeichenstudium. Von 1921 bis 1925 machte er am Bauhaus in Weimar eine Tischlerlehre. Nach dem Umzug des Bauhauses nach Dessau blieb er in Weimar an der Staatlichen Bauhochschule und wurde 1925 Leiter der Tischlereiwerkstatt. Von 1931 bis zur Entlassung durch die Nationalsozialisten 1933 leitete er die Tischlereiwerkstatt der Kunstgewerbeschule Burg Giebichenstein. 1936 war er Sachbearbeiter für Betriebsgestaltung beim Amt Schönheit der Arbeit in Hannover.[1] Ab 1939 arbeitete er als Referent für das deutsche Kunsthandwerk bei der Reichskammer der bildenden Künste in Berlin.[1]

Die Inneneinrichtung des Musikheims in Frankfurt/Oder sowie das Speise- und Herrenzimmer im Musterhaus Am Horn in Weimar stammen von ihm.

Dieckmann gehört zu den wichtigsten Möbeldesignern des Bauhauses. Seine Entwürfe sind streng geometrisch mit nahezu quadratischen Vierkant- oder Flachhölzern. Dazu verwandte er qualitätvolle Hölzer wie Esche, Buche, Kirsche oder Eiche. Er experimentierte auch wie der Bauhäusler Marcel Breuer mit Stahlrohr.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Katherina Dieckmann: Erich Dieckmann; Teil: Möbelbau in Holz, Rohr und Stahl, Nachdruck der Ausgabe: Hoffmann, Stuttgart 1931, Vitra Design Museum 1990, ISBN 3-9802539-2-9.
  • Anita Bach; Alexander von Vegesack; Erich Dieckmann, Teil: Praktiker der Avantgarde: Möbelbau 1921 - 1933, Bauhaus Weimar, Bauhochschule Weimar, Burg Giebichenstein, Ausstellung 13. Juni – 30. September 1990, Vitra Design Museum, 1990, ISBN 3-9802539-1-0.
  • Josef Straßer: 50 Bauhaus-Ikonen, die man kennen sollte. München : Prestel, 2009

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Erich Dieckmann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Josef Straßer: 50 Bauhaus-Ikonen, 2009, S. 78f.