Erich Hamann (Chocolatier)

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Erich Hamann (* 6. Januar 1880 in Memel/Ostpreußen (heute Litauen); † 20. Dezember 1949 in Berlin) war ein deutscher Unternehmer und Chocolatier.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hamann, Sohn eines Reeders und Kapitäns, erlernte das Handwerk des Konditors. 1912 gelang es ihm, sich mit eigenen Mitteln selbständig zu machen und wurde Begründer der nach ihm benannten Schokoladenmanufaktur in Berlin. Zunächst in der Kurfürstenstraße angesiedelt, hat sie seit 1928 durchgängig ihren Sitz in Berlin-Wilmersdorf in der Brandenburgischen Straße 17. Der Verkaufsladen im Erdgeschoss der Manufaktur, von Johannes Itten 1928 im Bauhaus-Stil entworfen, ist noch heute originalgetreu erhalten und deshalb bis heute Ziel Baukunstinteressierter. Im Laden werden vor allem die Erzeugnisse aus dem eigenen Haus angeboten, die sich durch eine als „Edelbitter“ bezeichnete Geschmacksrichtung auszeichnen. Wie der Laden, so sind auch viele der Produkte und das Verpackungsdesign der Manufaktur seit den Gründertagen unverändert. Die Erzeugnisse des Hauses Erich Hamann wurden in der Blütezeit der Schokoladenmetropole Berlin in bis zu acht eigenen Läden in Berlin verkauft, heute sind sie außer im Verkaufsladen der Manufaktur im Raum Berlin in Fachgeschäften oder den Fachabteilungen großer Kaufhäuser, wie z.B. dem KaDeWe, erhältlich, sowie im auf hochpreisliche Produkte spezialisierten Versandhandel.

Nach einem Schlaganfall Erich Hamanns und seinem Tod 1949 übernahm seine Frau Anna geb. Kanter (7. November 1877-9. Oktober 1964) die Leitung der Geschäfte und führte bis 1960 das Haus durch schwierige Nachkriegsjahre.

Beide sind mit anderen Prominenten auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf bei Berlin begraben[1], die Schokoladenmanufaktur Erich Hamann wird in dritter Generation in Familienbesitz weiter geführt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Märkische Allgemeine: Nur das Beste.. (Memento vom 23. Mai 2013 im Internet Archive)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]