Erich Meyer (Astronom)

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Entdeckte Asteroiden: 21
Nummer und Name Entdeckungsdatum
(9236) Obermair 12. März 1997
(13682) Pressberger1 10. August 1997
(14057) Manfredstoll2 15. Januar 1996
(14977) Bressler 26. September 1997
(15949) Rhaeticus2 17. Januar 1998
(15955) Johannesgmunden 26. Januar 1998
(16802) Rainer 25. September 1997
(24916) Stelzhamer 7. März 1997
(26355) Grueber 23. Dezember 1998
(29427) Oswaldthomas 7. März 1997
(43955) Fixlmüller2 6. Februar 1997
(48681) Zeilinger2 21. Januar 1996
(48801) Penninger 22. Oktober 1997
(58499) Stüber2 3. November 1996
(85411) Paulflora2 3. November 1996
(96506) Oberösterreich 26. Juli 1998
(100417) Philipglass 3. März 1996
(100485) Russelldavies2 3. November 1996
(130078) Taschner 26. November 1999
(137632) Ramsauer 26. November 1999
(257515) Zapperudi 6. Februar 1997
[1] zusammen mit Herbert Raab
[2] zusammen mit Erwin Obermair

Erich Meyer (* 6. August 1951) ist ein österreichischer Ingenieur, Amateurastronom und Asteroidenentdecker.

Er entdeckte zwischen 1996 und 1999 an der Privatsternwarte Meyer/Obermair in Davidschlag insgesamt 21 Asteroiden, sieben davon zusammen mit seinem Kollegen Erwin Obermair und einen zusammen mit Herbert Raab[1]. Darüber hinaus war er im Zeitraum 1996 bis 2005 an sechs weiteren Asteroidenentdeckungen beteiligt, die von der Internationalen Astronomischen Union der Sternwarte Davidschlag zugesprochen wurden[2].

Zu den bedeutendsten Beobachtungen Meyers zählen präzise Positionsbestimmungen des Kometen Shoemaker-Levy 9, die er 1993 gemeinsam mit Erwin Obermair und Herbert Raab gewinnen konnte und die wesentlich dazu beigetragen haben, den späteren Impakt dieses Kometen auf dem Planeten Jupiter vorherzusagen[3].

Im Jahr 2018 gelang es Erich Meyer – rechtzeitig zum 400. Jahrestag der Entdeckung des 3. Keplergesetzes – das Wohnhaus von Johannes Kepler in der Linzer Hofgasse (Haus Nr. 7) zu identifizieren[4], welches Kepler mit seiner Familie von 1613 bis 1620 bewohnte.

Meyer ist Mitglied der Linzer Astronomischen Gemeinschaft und führt Sternführungen an der Johannes-Kepler-Sternwarte Linz durch. Beruflich war Meyer als Ingenieur im Bereich der Instandhaltung von Industrieanlagen tätig[5].

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 4. April 1997 wurde Meyer das Silberne Verdienstzeichen der Republik Österreich verliehen[6]. Der Asteroid (7940) Erichmeyer wurde am 10. Juni 1998 nach ihm benannt[7]. Im Jahr 2005 wurde Meyer von der Planetary Society ein Gene Shoemaker NEO Grant zur Unterstützung seiner Arbeit auf dem Gebiet der erdnahen Asteroiden zugesprochen.[8] Am 5. Oktober 2018 wurde Meyer vom Land Oberösterreich der Titel "Konsulent für Wissenschaft" verliehen.[9]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Minor Planet Discoverers. Abgerufen am 10. Jänner 2015.
  2. Minor Planet Discoveries - Webseite der Sternwarte Davidschlag (Memento des Originals vom 10. Januar 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.astrometrica.at. Abgerufen am 14. Mai 2018.
  3. IAUC 5800: Periodic Comet Shoemaker-Levy 9 (1993e). Abgerufen am 10. Jänner 2015.
  4. Keplers Wohnadresse in Linz entdeckt - science.ORF.at. In: science.ORF.at. 8. Mai 2018 (orf.at [abgerufen am 11. Mai 2018]).
  5. http://www.bilfinger.com/karriere/people-at-bilfinger/erich-meyer/ Abgerufen am 20. Juli 2015
  6. Liste der Träger des Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich. Abgerufen am 10. Jänner 2015.
  7. L. D. Schmadel: "Dictionary of Minor Planet Names", 5. Ed., S. 624
  8. The 2005 Gene Shoemaker NEO Grant Recipients. Abgerufen am 26. Juni 2015.
  9. Landeshauptmann Thomas Stelzer überreicht Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst, Kulturmedaillen und Ernennungsdekrete an neue Kulturkonsulentinnen und Kulturkonsulenten. Abgerufen am 23. Oktober 2018.