Erich Neuwirth

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Erich Neuwirth (* 17. Oktober 1948 in Schleinbach) ist außerordentlicher Universitätsprofessor im Ruhestand für Statistik und Informatik an der Universität Wien.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neuwirth studierte an der Universität Wien Mathematik und Statistik im Rahmen eines studium irregulare. 1974 erfolgte seine Promotion zum Dr. Phil.

Er lehrte seit 1969 an der Universität Wien und wurde dort 1987 in den Fächern Statistik und Computerdidaktik habilitiert. Er war zuerst Lehrer und Forscher am Institut für Statistik und Decision Support. Nach einer Restrukturierung der Universität Wien wurde er Mitglied der Fakultät für Informatik und leitete dort das Fachdidaktische Zentrum für Informatik. 2010 ging er in den Ruhestand, lehrt aber weiter an der Universität Wien, der Universität Salzburg und der Fachhochschule St. Pölten.

Er war zu Forschungsaufenthalten am National Institute of Multimedia Education in Japan, an der Northeastern University in Boston und am KAIST (Korea Advanced Institute of Science and Technology) in Südkorea.

Der Filmer Manfred Neuwirth ist der Bruder von Erich Neuwirth.

Forschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kerngebiete seiner Forschung sind Wählerstromanalysen, Kombinatorik, Mathematik und Musik und die Verwendung von Spreadsheets im Unterricht. Ein weiteres Forschungsgebiet ist die PISA-Studie.[1] Bei der Auswertung der Studie aus dem Jahr 2003 zeigte er wesentliche Fehler auf. Seine Korrekturen wurden nachträglich übernommen.

Er publiziert regelmäßig in seinem statistischen und bildungspolitischen Blog mit Beiträgen zum Thema Bildung, Statistik und Politik.

Öffentliche Tätigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erich Neuwirth wirkte ab den frühen 70er-Jahren an den Wahlhochrechnungen von Prof. Bruckmann im ORF mit. 1983 erarbeitete er die erste Wählerstromanalyse, die im ORF gesendet wurde. Von 1986 bis 1996 (mit einer Unterbrechung 1994) führte er die Wahlhochrechnungen des ORF durch. Danach betreute er die Wahlhochrechnungen des Innenministeriums, und seit 1997 rechnet und präsentiert er die Hochrechnungen von ServusTV.

Er publiziert auch Analysen zu Wahlen auf mehreren Websites

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erich Neuwirth hat gemeinsam mit Thomas Baier den statconn Server und RExcel entwickelt.[2] Der statconn server bietet die Möglichkeit, R mit MS Excel, Open Office und diversen Programmiersprachen zu verbinden. RExcel ist ein Add-In für Microsoft Excel, um R von Excel aus zu verwenden.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1996: European Academic Software Award 1996 für STIMM.
  • 2017: Gerhart-Bruckmann-Preis der Österreichischen Statistischen Gesellschaft[3]

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Erich Neuwirth: Musikalische Stimmungen, Springer, Wien (Januar 1998), ISBN 3211830006
  • Erich Neuwirth, Ivo Ponocny und Wilfried Grossmann: PISA 2000 und PISA 2003: Vertiefende Analysen und Beiträge zur Methodik, Leykam (Taschenbuch – Juni 2006), ISBN 3701175691
  • Erich Neuwirth, Deane Arganbright: The Active Modeler: Mathematical Modeling with Microsoft Excel, Duxbury, ISBN 0534420850
  • Erich Neuwirth, Richard M. Heiberger: R Through Excel: A Spreadsheet Interface for Statistics, Data Analysis, and Graphics, Springer, ISBN 978-1-4419-0051-7

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Blog von Erich Neuwirth
  2. Statconn, RExcel
  3. Verleihung des Gerhart-Bruckmann-Preises 2017, auf der Website der Österreichischen Statistischen Gesellschaft.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]