Erich Weede

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Erich Weede (* 4. Januar 1942 in Hildesheim) ist ein deutscher Soziologe, diplomierter Psychologe,[1] promovierter und habilitierter Politikwissenschaftler und seit 2004 emeritierter Lehrstuhlinhaber[1][2] für Soziologie der Universität Bonn.[3]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erich Weede erwarb 1966 den Grad eines Diplom-Psychologen an der Universität Hamburg. Er absolvierte ein Zweitstudium der Soziologie und der Politikwissenschaft sowie ein Studienjahr in den Vereinigten Staaten. 1970 folgte die Promotion zum Dr. phil., 1975 erhielt er die Lehrbefugnis in Politischer Wissenschaft an der Universität Mannheim.[3]

In den Jahren 1974 bis 1978 war Weede leitender wissenschaftlicher Angestellter beim Zentrum für Umfragen, Methoden und Analysen (ZUMA) in Mannheim. 1978 wurde er als Professor für Soziologie an die Universität Köln berufen. 1986 und 1987 lehrte er zusätzlich als Gastprofessor für Internationale Beziehungen am Bologna Center der Johns Hopkins University. 1997 folgte er einem Ruf der Universität Bonn an den renommierten Lehrstuhl für Soziologie von Friedrich Fürstenberg.[3]

Er schreibt regelmäßig für die Zeitschrift eigentümlich frei. Im Jahr 2004 erhielt Weede den Richardson Lifetime Achievement Award, der alle drei Jahre von dem European Consortium of Political Research (ECPR) vergeben wird.[4] Von der Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft erhielt er im Jahr 2012 die Hayek-Medaille.[5]

Weede ist neben Eckart Conze, Joachim Scholtyseck, Jürgen Frölich und Ewald Grothe seit 2012 Herausgeber des Jahrbuchs zur Liberalismus-Forschung der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit.[6]

Forschungsschwerpunkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Forschungsinteressen von Erich Weede sind laut dem Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie der Universität Bonn:[3]

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP), der Deutschen Gesellschaft für Politikwissenschaft (DGfPW), der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS), der Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft, der International Political Science Association (IPSA), International Sociological Association (ISA), der International Studies Association (ISA), der List-Gesellschaft, der Mont Pelerin Society, sowie der PSS(I) abgekürzten Peace Science Society (International).[3]

Weede ist laut seinem Universitätsinstitut Mitglied der Redaktionsbeiräte verschiedener Zeitschriften:[3]

In den Jahren 1982 und 1983 war Weede Präsident der PSS(I), 1985 bis 1986 war er Vizepräsident der International Studies Association (ISA) sowie von 1988 bis 1997 Europaredakteur der Zeitschrift International Interactions.[3]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erich Weede hat über 200 wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht, darunter 11 Monographien:

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Wirtschaftliche Freiheit – Die Gäste. In: Wirtschaftliche Freiheit. Archiviert vom Original am 18. Juli 2013. Abgerufen am 18. Juli 2013.
  2. Lehrkörper. Universität Bonn. 13. Januar 2013. Abgerufen am 18. Juli 2013.
  3. a b c d e f g Prof. Dr. Erich Weede. Universität Bonn. Archiviert vom Original am 18. Juli 2013. Abgerufen am 18. Juli 2013.
  4. Gerald Schneider: erich weede: a nonconformist conflict researcher (PDF; 83 kB), european political science: 4 / 2005, 256 -262
  5. Hajek-Tage 2012 Dokumentation Abgerufen am 24. Juli 2012.
  6. Eintrag auf H-Soz-Kult. Abgerufen am 1. April 2015.
  7. Erich Weede. In: eigentümlich frei. Archiviert vom Original am 18. Juli 2013. Abgerufen am 18. Juli 2013.