Erik Breukink

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Erik Breukink
Erik Breukink bei der Tour de France 2007

Erik Christiaan Breukink (* 1. April 1964 in Rheden, Niederlande) ist ein ehemaliger niederländischer Profi-Radsportler.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1982 wurde Erik Breukink niederländischer Juniorenmeister in der Einerverfolgung auf der Bahn. 1984 gewann er eine Halbetappe der Olympia’s Tour, im Jahr darauf Prolog und wiederum eine Etappe. Zwei Jahre später startete er bei der Tour de Suisse und entschied eine Etappe sowie die Bergwertung für sich. 1987 gewann er jeweils eine Etappe der Tour de France sowie eine beim 1987, wo er zudem zwei Tage lang das Maglia Rosa des Führenden trug. Im Jahr darauf gewann er die Nachwuchswertung der Tour de France.

Elf Mal nahm Breuking an der Tour de France teil; seine beste Gesamtplatzierung errang er 1990 als Dritter der Gesamtwertung. Zudem holte er Etappensiege in allen drei Großen Rundfahrten (Tour de France, Vuelta a España, Giro d’Italia), bei letzterer 1987 in San Romolo eine kurze schwere Etappe und ein Jahr später in Bormio eine legendäre Etappe bei Schnee und Kälte über den Gavia-Pass, in der er den späteren Gesamtsieger Andrew Hampsten schlug.[1] In der Gesamtwertung belegte er in jenem Jahr Platz drei, im Jahr darauf Platz zwei und 1989 Platz vier. Insgesamt errang er im Laufe seiner Karriere 64 Siege.[2]

Nachdem Breukink einige Jahre als Co-Kommentator beim niederländischen TV-Sender NOS und Kolumnist für das Algemeen Dagblad tätig war, war er ab 2004 Sportlicher Leiter des niederländischen Radsport-Teams Rabobank. Seit 2014 arbeitet er in gleicher Funktion für das Team Roompot Oranje Peloton.[2]

Nach ihm war das Etappenrennen Grand Prix Erik Breukink benannt, das in den Jahren 2002 und 2003 stattfand.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erik Breukink entstammt einer Familie, die dem Radsport und dem Fahrrad vielfältig verbunden ist: Sein Großvater war Jan Breukink, ein Neffe des Firmengründers von Gazelle Wilhelm Kölling, bis 1958 auch Direktor des Unternehmens, gemeinsam mit weiteren Familienangehörigen. Auf ihn folgte in der Leitung des Unternehmens sein Sohn Wim Breukink, der sich darüber hinaus im Radsport engagierte, etwa als Sportlicher Leiter der Holland-Rundfahrt. Bei einer der Austragungen, bei der sein Sohn Erik startete, begann es zu regnen, und die Fahrer, darunter auch Breukink, stellten sich unter einer Brücke unter. Der ansonsten als äußerst ruhig bekannte Willem Breukink sah dies, als er in einem Begleitfahrzeug vorbeifuhr und rief seinem Sohn erbost zu: „Een echte Breukink rijdt ook door de regen.“ („Ein echter Breukink fährt auch durch den Regen.“)[3]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1986
1987
1988
1989
1990
1991
1992
1993
1995
  • MaillotHolanda.PNG Niederländischer Meister - Einzelzeitfahren
1997
  • MaillotHolanda.PNG Niederländischer Meister - Einzelzeitfahren

Grand Tour-Platzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grand Tour 1987 1988 1989 1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997
Pink jersey Giro d’Italia 3 2 4 - - - - - - - -
Yellow jersey Tour de France 21 12 WD 3 WD 7 WD 29 20 34 52
red jersey Vuelta a España - - - - - - 7 - - - -

Legende: WD: withdrawal, Fahrer hat die Rundfahrt nach einer Etappe abgebrochen

Mannschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1985 Skala - Gazelle
  • 1986 Panasonic (von 1987 bis 1989 Panasonic-Isostar)
  • 1990–1992 PDM Videocassettes - Concorde
  • 1993–1995 ONCE
  • 1996–1997 Rabobank

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Erik Breukink – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Christoph Fisch: Als starke Männer weinten. In: Neue Zürcher Zeitung. 24. Mai 2013, abgerufen am 26. Dezember 2015.
  2. a b Erik Breukink als spreker boeken bij SportsSpeakers.nl – SportsSpeakers. In: sportsspeakers.nl. 2010-57-12, abgerufen am 26. Dezember 2015 (niederländisch).
  3. Willem Breukink, een baken van rust in het keiharde peloton. In: trouw.nl. Abgerufen am 9. Juni 2016 (niederländisch).