Erik Lesser

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Erik Lesser Biathlon
Erik Lesser, Nové Město 2015
Verband DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag 17. Mai 1988 (29 Jahre)
Geburtsort Suhl, Deutschland Demokratische Republik 1949DDR DDR
Karriere
Beruf Sportsoldat
Verein SV Eintracht Frankenhain
Trainer Mark Kirchner
Aufnahme in den
Nationalkader
2007 (C)
Debüt im Europacup/IBU-Cup 2009
Europacup-/IBU-Cup-Siege 8
Debüt im Weltcup 2010
Weltcupsiege 5 (2 Einzelsiege)
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 0 × Gold 2 × Silber 0 × Bronze
WM-Medaillen 2 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
EM-Medaillen 2 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
DM-Medaillen 2 × Gold 1 × Silber 2 × Bronze
JWM-Medaillen 1 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
JSWM-Medaillen 2 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
0Silber0 2014 Sotschi Einzel
0Silber0 2014 Sotschi Staffel
IBU Biathlon-Weltmeisterschaften
0Bronze0 2013 Nové Město Staffel
0Gold0 2015 Kontiolahti Verfolgung
0Gold0 2015 Kontiolahti Staffel
0Silber0 2016 Oslo Staffel
IBU Biathlon-Europameisterschaften
0Gold0 2010 Otepää Staffel
0Silber0 2010 Otepää Verfolgung
0Gold0 2011 Ridnaun Staffel
0Gold0 2012 Osrblie Staffel
0Bronze0 2012 Osrblie Einzel
Deutscher Skiverband Deutsche Meisterschaften
0Bronze0 Langdorf 2013 Verfolgung
0Gold0 Langdorf 2013 Staffel
0Silber0 Altenberg 2014 Sprint
0Bronze0 Altenberg 2014 Verfolgung
0Gold0 Oberhof 2014 Einzel
IBU Biathlon-Juniorenweltmeisterschaften
0Gold0 2009 Canmore Staffel
0Bronze0 2009 Canmore Einzel
IBU Junioren-Sommerbiathlon-WM
0Gold0 2009 Oberhof Skiroller-Sprint
0Gold0 2009 Oberhof Skiroller-Verfolgung
Weltcupbilanz
Gesamtweltcup 10. (2014/15, 2016/17)
Einzelweltcup 07. (2014/15)
Sprintweltcup 10. (2012/13)
Verfolgungsweltcup 05. (2014/15)
Massenstartweltcup 05. (2016/17)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
Einzel 0 0 1
Verfolgung 1 1 1
Massenstart 1 1 1
Staffel 3 7 7
letzte Änderung: Saisonende 2016/17

Erik Lesser (* 17. Mai 1988 in Suhl, DDR) ist ein deutscher Biathlet. Seine bisher größten Erfolge sind der Doppel-Weltmeistertitel in der Verfolgung und der Staffel bei der WM 2015 und der Gewinn der Silbermedaille im 20-km-Einzel-Wettbewerb bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erik Lesser (Startnummer 1) beim Start zum Verfolgungsrennen im IBU-Cup 2009 in Ridnaun, das er ebenso wie Einzel und Sprint gewann

Erik Lesser, Enkel des Skilangläufers Axel Lesser, lebt in Zella-Mehlis und trainiert überwiegend in Oberhof. Sein Trainer ist Mark Kirchner, zuvor Peter Sendel. Lesser begann im Alter von sechs Jahren mit dem Skilanglauf und wechselte 1999 im Alter von elf Jahren zum Biathlon. Der Absolvent des Sportgymnasiums Oberhof startet für den SV Eintracht Frankenhain. Der Sportsoldat bestritt seine ersten internationalen Rennen 2006 im Rahmen des Junioren-Europacups in Obertilliach. Schon in seinem zweiten Rennen, einem Verfolger, lief er als Sechstplatzierter unter die besten zehn. Ein Jahr später wurde er an selber Stelle in einem Einzel Zweiter und erreichte damit erstmals eine Podiumsplatzierung. Zwei weitere Podiumsplatzierungen folgten bis 2008, gewinnen konnte Lesser kein Junioren-Europacup-Rennen.

2008 startete er in Ruhpolding bei seiner ersten Junioren-Weltmeisterschaft und wurde dort Siebter im Einzel, 16. im Sprint und Achter in der Verfolgung. Ein Jahr später gewann er in Canmore die Bronzemedaille im Einzelwettbewerb, wurde Elfter in Sprint und Verfolgung und gewann als Startläufer gemeinsam mit Simon Schempp, Benedikt Doll und Florian Graf Staffelgold. Nach der WM durfte Lesser erstmals im IBU-Cup 2008/2009 der Senioren antreten und gewann dort beim Saisonfinale auf Anhieb seine ersten drei Rennen in Ridnaun. Im Sommer gewann er bei der Junioren-Sommer-WM in Oberhof auf Skirollern die Titel im Sprint und in der Verfolgung. Bei den Biathlon-Europameisterschaften 2010 in Otepää gewann Lesser zusammen mit Simon Schempp, Daniel Böhm und Christoph Knie Gold in der Herrenstaffel und Silber in der Verfolgung. Schon im Sprint erreichte er mit Rang sechs und im Einzel mit dem vierten Platz gute Ergebnisse.

Bei seiner Weltcup-Premiere in Kontiolahti am 12. März 2010 belegte Lesser in der deutschen Mixed-Staffel mit Kati Wilhelm, Magdalena Neuner und Simon Schempp den zweiten Platz. Sein Debüt in einem Einzelrennen beendete er als 44. im Sprint, womit er sich für die Verfolgung qualifizierte, die Lesser auf dem 51. Rang beendete. Am Holmenkollen in Oslo gewann er in der Saison 2010/11 als 40. seinen ersten Weltcuppunkt und verbesserte seine beste Leistung im Verfolgungsrennen auf den 24. Platz. Im IBU-Cup gewann er in der Saison drei Rennen. Bei den Europameisterschaften 2012 in Osrblie gewann Lesser als Schlussläufer mit Daniel Böhm, Matthias Bischl und Johannes Kühn erneut den Titel im Staffelrennen sowie den Titel im Einzel und Bronze im Verfolgungsrennen. Im Sprint wurde er zudem Elfter, im Verfolgungsrennen Siebter. Wenig später kam er in Kontiolahti erneut zu Weltcupeinsätzen und lief im Sprint auf Rang 23 und im darauf folgenden Verfolger auf Platz 22 und gewann damit seine ersten Punkte im Biathlon-Weltcup. Beim ersten Rennen des Weltcups 2012/13 in Östersund stand Lesser zum ersten Mal auf dem Weltcup-Siegerpodest. Er belegte dank eines Rennens ohne Schießfehler im Einzel den dritten Platz.

Bei den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi gewann Erik Lesser Silbermedaillen im Einzelwettbewerb und mit der deutschen Staffel. Am Schlusstag nahm er am 50-km-Langlauf teil und belegte hier den 42. Platz unter 64 Startern. Für seine Medaillengewinne erhielt er von Bundespräsident Gauck am 8. Mai 2014 das Silberne Lorbeerblatt.[1]

Bei den Weltmeisterschaften 2015 belegte Erik Lesser im Sprintrennen den fünften Platz. In der anschließenden Verfolgung gewann er die Goldmedaille und feierte damit auch seinen ersten Weltcupsieg überhaupt. Mit dem Staffelsieg bei der WM wurde Lesser Doppelweltmeister. In der Saison 2015/16 gewann Lesser in Ruhpolding das Rennen im Massenstart und feierte seinen zweiten Weltcupsieg.[2]

IBU-Cup-Siege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Ort Disziplin
11. März 2009 ItalienItalien Ridnaun Einzel
13. März 2009 ItalienItalien Ridnaun Sprint
14. März 2009 ItalienItalien Ridnaun Verfolgung
13. Dezember 2009 ItalienItalien Ridnaun Sprint
8. Januar 2011 TschechienTschechien Nove Mesto Einzel
5. Februar 2011 SlowakeiSlowakei Osrblie Einzel
6. Februar 2011 SlowakeiSlowakei Osrblie Sprint
7. Januar 2012 ItalienItalien Forni Avoltri Einzel
8. Januar 2012 ItalienItalien Forni Avoltri Sprint
11. März 2012 DeutschlandDeutschland Altenberg Verfolgung

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcupsiege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelrennen Staffelrennen
Nr. Datum Ort Disziplin
1. 08. Mär. 2015 FinnlandFinnland Kontiolahti (WM) Verfolgung
2. 16. Jan. 2016 DeutschlandDeutschland Ruhpolding Massenstart
Nr. Datum Ort Disziplin
1. 13. Dez. 2013 FrankreichFrankreich Annecy-Le Grand Bornand Staffel1
2. 14. Mär. 2015 FinnlandFinnland Kontiolahti (WM) Staffel2
3. 21. Jan. 2017 ItalienItalien Antholz Staffel3
2 mit Daniel Böhm, Arnd Peiffer und Simon Schempp
3 mit Benedikt Doll, Arnd Peiffer und Simon Schempp

Weltcup-Platzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tabelle zeigt alle Platzierungen (je nach Austragungsjahr einschließlich Olympische Spiele und Weltmeisterschaften).

  • 1.–3. Platz: Anzahl der Podiumsplatzierungen
  • Top 10: Anzahl der Platzierungen unter den ersten zehn (einschließlich Podium)
  • Punkteränge: Anzahl der Platzierungen innerhalb der Punkteränge (einschließlich Podium und Top 10)
  • Starts: Anzahl gelaufener Rennen in der jeweiligen Disziplin
  • Staffel: inklusive Mixed-Staffel
Platzierung Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Staffel Gesamt
1. Platz 1 1 3 5
2. Platz 1 1 7 9
3. Platz 1 1 1 7 10
Top 10 6 9 8 5 30 58
Punkteränge 13 40 37 20 30 140
Starts 15 49 40 20 30 154
Stand: Saisonende 2016/17

Auftritte in Film und Fernsehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Thüringens Sportler des Jahres 2015[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Erik Lesser – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Silbernes Lorbeerblatt Website des Bundespräsidenten, 5. Mai 2014.
  2. http://www.t-online.de/sport/wintersport/biathlon/id_76660260/biathlon-weltcup-erik-lesser-feiert-sensationssieg-in-ruhpolding.html
  3. Sportler des Jahres: Ball des Thüringer Sports. In: ball-des-thueringer-sports.de. Abgerufen am 15. April 2016.