Erik Neukirchner

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Erik Neukirchner (* 1972 in Karl-Marx-Stadt) ist ein deutscher Bildhauer.

Biografisches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erik Neukirchner wirkte seit 1994 als freischaffender Bildhauer in Chemnitz. In diesem Jahr initiierte er ein Projekt zur Errichtung eines Spielplatzes für blinde Kinder.

Später absolvierte Neukirchner ein Gaststudium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Im Jahr 2001 gründete er seine eigene Bronzegießerei „Bronzeguss Chemnitz“.

Mittlerweile lebt er in Hennersdorf, wo er sich seine Werkstatt eingerichtet hat.

Kunststil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Kunstwissenschaftlerin beschreibt das Werk von Neukirchner als „eine erneuerte formale Radikalität und Eigenständigkeit figürlicher Plastik. In seinen ideellen Modulationen taucht eine neue Körperlandschaft auf, eine fast gotische Zartheit, in der selbst die Schreckensfolgen von Krieg und Gewalt eindrucksvoll gefasst sind. Als Künstler hat er einen eigenen ästhetischen Stil ausgebildet, mit dem er auf die Umstände der soziokulturellen Situation, in der er lebt, antwortet und in einer Weise reagiert, die zugleich Teilnahme und Widerstand ist.“[1]

Neukirchners Skulpturen fallen durch grobe Oberflächen auf, die wie unfertig wirken. Außerdem sind es vor allem sehr schlanke und meist unbekleidete Figuren.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neukirchner arbeitet seine Skulpturen fast ausschließlich in Bronze.

  • 2000: neue Portalplastiken am Georgius-Agricola-Gymnasium Chemnitz (jeweils zwei Figuren aus gebrannter Keramik in rotbraunen bis braunschwarzen Tönen, die in jeder der vier Etagen neben den Treppenfenstern an der Fassade angebracht sind; nach Vorbildern der in der NS-Zeit entfernten Kunstwerke des Künstlers Heinrich Brenner)[2]
  • 2005: Schöner Scheitern I, II und III; Stehende Figur, Kleine Büste
  • 2008: Gehender, Kurgast, Traum vom Fliegen
  • 2009: Großer Gehender, Eva
  • 2011: Bewegte Figur, Ruhender Kopf, Portraitkopf, Schwangere, Büsten
  • 2012: Katzenmumie I und Katzenmumie II (Reliefs)
Allein die Toten haben das Ende des Krieges gesehen“, Reste (Relief), Ecce homo (für A.Y.)

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinschaftsausstellungen (G) und Soloausstellungen (S)

  • (G) 1997: Neue Sächsische Galerie, Chemnitz
(G) Chemnitzer Kunstmesse
  • (G) 2000: Neue Sächsische Galerie, Chemnitz
  • (G) 2002: Galerie Rosenkranz, Chemnitz: Figur und Position (gemeinsam mit Heinz Tetzner, Hans Brockhage und Volkmar Kühn)
  • (S) 2005: (Erste) Personalausstellung
  • (S) 2008: Bad Kissingen Kunst-Stationen: Blickwechsel – Menschenbilder nach der Klassischen Moderne
  • (G) 2011: Städtische galerie ada, Meiningen: Berge und Geschöpfe mit Konrad Henker
(G) Kunstgalerie Altes Rathaus, Schwarzenbach an der Saale, Gemeinschaftsausstellung mit Bettina Haller
(S) Galerie Borssenanger Chemnitz: Plastik

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1995 erhielt Neukirchner den Sächsischen Staatspreis für Design in Bronze. Die Ausstellungen in der Neuen Sächsischen Galerie (1997, 2000) wurden jeweils mit dem Ruth-Leibnitz-Preis ausgezeichnet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kuratorin der Ausstellung im Kulturhaus Karlshorst, zitiert in der Pressemitteilung des Bezirksamts vom 4. November 2014.
  2. Tilo Richter: Von der Rückkehr des doppelten Jünglings, Details und Abbildung der neuen Bronzefiguren am Agricola-Gymnasium auf Statstreicher-Magazin, online; abgerufen am 9. Nov. 2014.
  3. Details zur Ausstellung Sinn und Form; abgerufen am 9. Nov. 2014.