Erima

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Dieser Artikel behandelt den Sportartikelhersteller. Für den gleichnamigen Ort auf Papua-Neuguinea siehe Erima (Papua-Neuguinea).
ERIMA GmbH
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Rechtsform GmbH
Gründung 1900
Sitz Pfullingen, Deutschland
Leitung Wolfram Mannherz (geschäftsführender Gesellschafter)
Mitarbeiter 249 (2014)[1]
Umsatz 46,63 Mio. Euro (2014)[1]
Branche Sportbekleidung und Accessoires
Website www.erima.de

Die Erima GmbH (Eigenschreibweise: ERIMA bzw. erima)[2] ist ein deutscher Sportbekleidungshersteller im Bereich Teamsport mit Sitz in Pfullingen. Das Unternehmen hat Tochtergesellschaften in Frankreich, Österreich, der Schweiz, Belgien sowie den Niederlanden.

Unternehmensgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1900 gründete Remigius Wehrstein in Reutlingen die Sportbekleidungsfabrik von Wirkwaren für Gymnastik, Turnen, Leichtathletik und Fechtsport. 1936 wurde Erich Mak neuer Inhaber des Unternehmens und stand fortan für den Unternehmensnamen Erima Pate. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich Erima zu einem bedeutenden Hersteller von Sporttextilien und war von 1960 bis 1972 Ausrüster der deutschen Olympiamannschaften. Auch die deutsche Fußballnationalmannschaft wurde 1974 in Erima-Trikots Weltmeister.

1976 erfolgte der Verkauf des Unternehmens an Adidas. Erima beschäftigte zu diesem Zeitpunkt rund 600 Mitarbeiter. In den 1970er und 1980er Jahren engagierte sich Erima besonders im deutschen Fußball. Neben den Bundesligamannschaften von Borussia Mönchengladbach, FC Schalke 04, Borussia Dortmund, Hamburger SV, VfB Stuttgart, 1. FC Köln und einigen anderen, spielte auch die deutsche Fußballnationalmannschaft bei der WM 1978 in Argentinien erneut in Erima-Trikots.

In den 1980er Jahren erfolgte ein Umbruch: Adidas übernahm nach und nach die Sponsoringverträge von Erima und ließ das Markenlogo des Pfullinger Unternehmens zunehmend aus der Öffentlichkeit verschwinden. Anfang der 1990er Jahre gab der Mutterkonzern dann dem großen Preisdruck auf dem Sportartikelmarkt nach und verlagerte die Produktion der Textilien nach Asien, was zur kompletten Schließung der Erima-Produktion im Jahr 1993 führte. Damit stand das Traditionsunternehmen vor dem Aus.

1995 beschloss Adidas ein Sanierungskonzept und der heutige Inhaber Wolfram Mannherz begann seine Tätigkeit bei Erima. Nach dem Umsatztiefpunkt 1998 ging es wieder bergauf.

Nach einem Management-Buy-Out wurde 2005 Wolfram Mannherz alleiniger Eigentümer des Unternehmens, das nun auch wieder den Namen Erima verwendet. 2008 wurde Erima Ausrüster des FC Dornbirn, TSV 1860 München, des TBV Lemgo und des FC Thun, 2009 des Österreichischen Olympischen Comités. 2010 stieg Erima in die polnische T-Mobile Ekstraklasa ein und rüstete bis Ende 2012 den polnischen Rekordmeister Górnik Zabrze aus. Im Sommer 2012 vereinbarte Erima für drei Jahre eine Partnerschaft mit dem damaligen Fußball-Zweitligisten 1. FC Köln,[3] welche im Mai 2014 bis 2018 verlängert wurde.[4] Seit der Saison 2015/16 ist Erima vertragsgemäß für drei Saisons Ausrüster des deutschen Zweitligisten SG Dynamo Dresden.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014. Erima GmbH, 3. August 2015. In: Bundesanzeiger, 16. Februar 2016. (Mitarbeiter: Jahresdurchschnitt einschließlich 118 Teilzeitmitarbeitern)
  2. ERIMA lt. Impressum der Website, erima lt. Handelsregister (Amtsgericht Stuttgart HRB 350659). Abgerufen am 12. Juni 2016.
  3. ERIMA wird neuer Ausrüster des 1. FC Köln. Offizielle Pressemitteilung vom 1. FC Köln (abgerufen 19. Januar 2012)
  4. ERIMA bleibt Ausrüster des FC. 1. FC Köln GmbH & Co. KGaA, 5. Mai 2014, abgerufen am 11. Mai 2014.
  5. http://www.dynamo-dresden.de/partner/news/newsdetails/erima-wird-neuer-ausruester-der-sg-dynamo-dresden.html