Erlbach (Oberbayern)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen Deutschlandkarte
Erlbach (Oberbayern)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Erlbach hervorgehoben

Koordinaten: 48° 18′ N, 12° 47′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Altötting
Verwaltungs­gemeinschaft: Reischach
Höhe: 453 m ü. NHN
Fläche: 28,13 km2
Einwohner: 1196 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 43 Einwohner je km2
Postleitzahl: 84567
Vorwahl: 08670
Kfz-Kennzeichen: AÖ, LF
Gemeindeschlüssel: 09 1 71 115
Gemeindegliederung: 84 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfstraße 6
84567 Erlbach
Website: www.erlbach.de
Erste Bürgermeisterin: Monika Meyer (Unabhängige Wählergemeinschaft)
Lage der Gemeinde Erlbach im Landkreis Altötting
BurghausenEmmertingBurgkirchen an der AlzKastl (Landkreis Altötting)Haiming (Oberbayern)Mehring (Oberbayern)MarktlNeuöttingAltöttingFeichten an der AlzWinhöringTüßlingTöging am InnTeisingPleiskirchenGarching an der AlzUnterneukirchenTyrlachingStammham (am Inn)ReischachPerachKirchweidachHalsbachErlbach (Oberbayern)Landkreis Rottal-InnLandkreis Mühldorf am InnLandkreis TraunsteinÖsterreichKarte
Über dieses Bild

Erlbach ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Altötting. Das gleichnamige Pfarrdorf ist Sitz der Gemeindeverwaltung.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in der Region Südostoberbayern.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt 84 Gemeindeteile:[2][3]

Pfarrdörfer

  • Erlbach

Dörfer

Weiler mit Kirche

Weiler

Einöden

Es gibt die Gemarkungen Endlkirchen und Erlbach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hügelgräber beim Bamberger Holz lassen auf eine Besiedelung der Gegend bereits in der Bronzezeit schließen. Ein Herimann von Erlbach wurde 1140 als Siegelzeuge urkundlich erwähnt, 1170 ein Wilhelm von Erlbach. Zu Zeiten der Pest entstand ein bei Petzenthal gelegener Pestfriedhof.[4] Erlbach gehörte zum Rentamt Burghausen und zum Landgericht Altötting des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde Erlbach.

Gemeindefusion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern entstand die heutige Gemeinde am 1. Januar 1970 durch Zusammenlegung der Gemeinde Erlbach mit der Gemeinde Endlkirchen.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2018 sank die Einwohnerzahl von 1219 auf 1153 Einwohner bzw. um 5,4 %.

  • 1970: 1252 Einwohner
  • 1987: 1200 Einwohner
  • 1991: 1207 Einwohner
  • 1995: 1256 Einwohner
  • 2000: 1273 Einwohner
  • 2005: 1238 Einwohner
  • 2010: 1182 Einwohner
  • 2015: 1171 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Reischach. Erlbach ist seit 2017 Sitz derselben.

Bürgermeisterin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1. Mai 2020 ist Monika Meyer (Unabhängige Wählergemeinschaft) Erste Bürgermeisterin;[6] sie war die einzige Bewerberin und wurde am 15. März 2020 mit 94,92 % der Stimmen gewählt. Ihr Vorgänger war von Mai 2008 bis April 2020 Franz Watzinger (Unabhängige Erlbacher Liste); er kandidierte 2020 nicht mehr.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der letzten Gemeinderatswahl am 15. März 2020 hat der Gemeinderat zwölf Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 75,4 % (2014: 63,55 %). Es lag nur der Wahlvorschlag der Unabhängigen Wählergemeinschaft Erlbach vor, deren zwölf Bewerber mit den meisten Stimmen erhielten die Mandate für die nächsten sechs Jahre. In der Amtszeit 2014 bis 2020 hatte die Unabhängige Erlbacher Liste alle zwölf Sitze erhalten.

Der Gemeinderat besteht aus den zwölf Mitgliedern und der Ersten Bürgermeisterin.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Erlbach
Blasonierung:Gespalten von Rot und Silber, vorne ein senkrecht stehender silberner Schlüssel, hinten über grünem Dreiberg eine schwarze Pflugschar.“[7]

Dieses Wappen wird seit 1982 geführt.

Wappenbegründung: Der Schlüssel, Attribut des heiligen Petrus, weist auf das Petruspatrozinium der erst seit 1895 selbstständigen Pfarrgemeinde Erlbach hin, die sich zum großen Teil mit der politischen Gemeinde Erlbach deckt. Der grüne Dreiberg symbolisiert die geografische Lage im hügeligen Holzland. Die Pflugschar verweist auf die überwiegend landwirtschaftliche Struktur im Gemeindegebiet. Die Feldfarben Rot und Silber erinnern wohl an die historischen Beziehungen nach Salzburg; das Gebiet des heutigen Landkreises Altötting war seit dem 8. Jahrhundert weitgehend Salzburger Missionsgebiet und gehörte später zum Erzbistum Salzburg.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bodendenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1998 gab es nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe keine und im Bereich Handel und Verkehr ebenfalls keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es 357. Im verarbeitenden Gewerbe und im Bauhauptgewerbe gab es einen Betrieb. Zudem bestanden im Jahr 1999 117 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1925 ha, davon waren 1015 ha Ackerfläche.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sportverein SV Erlbach ist einer der größten Vereine des Ortes. Die erste Fußball-Herrenmannschaft spielt seit der Saison 2015/2016 in der Bayernliga Süd. Des Weiteren gibt es eine zweite und eine dritte Herrenmannschaft. Eine Damenmannschaft nahm 2006/2007 erstmals am Spielbetrieb teil. Alle Jugendmannschaften von der A-Jugend bis zur F-Jugend sind mit mindestens einer Mannschaft im Spielbetrieb.

Ein weiterer großer Verein des Ortes sind die Sportschützen Hubertus Erlbach. Hier wird Luftgewehr sowie Luftpistole geschossen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Erlbach (Oberbayern) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Genesis Online-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Statistik Tabelle 12411-001 Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Erlbach, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 19. März 2021.
  3. Gemeinde Erlbach in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 19. März 2021.
  4. Neue Presse Verlags GmbH Passau in Zusammenarbeit mit dem Kreistag des Landkreises Altötting (Hrsg.): Der Landkreis Altötting – Das Öttinger und Burghauser Land. Neue Presse Verlags-GmbH Passau, 1978, S. 111.
  5. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 416.
  6. Bürgermeisterwahl Erlbach komplett, 15. März 2020. Gemeinde Erlbach, abgerufen am 26. Juni 2020.
  7. Eintrag zum Wappen von Erlbach (Oberbayern) in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte