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Erlenbach bei Dahn

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Wappen Deutschlandkarte
Erlenbach bei Dahn
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Erlenbach bei Dahn hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 49° 7′ N,  52′ OKoordinaten: 49° 7′ N,  52′ O
Bundesland:Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südwestpfalz
Verbandsgemeinde: Dahner Felsenland
Höhe: 205 m ü. NHN
Fläche: 12,99 km²
Einwohner: 346 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 27 Einwohner je km²
Postleitzahl: 76891
Vorwahl: 06398
Kfz-Kennzeichen: PS, ZW
Gemeindeschlüssel: 07 3 40 010
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulstraße 29
66994 Dahn
Website: www.erlenbach-am-berwartstein.de
Ortsbürgermeister: Dirk Eichberger
Lage der Ortsgemeinde Erlenbach bei Dahn im Landkreis Südwestpfalz
KarteDarsteinDimbach (Pfalz)Hauenstein (Pfalz)HinterweidenthalLug (Pfalz)Schwanheim (Pfalz)SpirkelbachSpirkelbachWilgartswiesenWilgartswiesenClausenDonsiedersLeimen (Pfalz)MerzalbenMünchweiler an der RodalbRodalbenBottenbachEppenbrunnHilstKröppenKröppenLemberg (Pfalz)ObersimtenRuppertsweilerSchweixTrulbenVinningenBobenthalBruchweiler-BärenbachBundenthalBusenbergDahnErfweilerErlenbach bei DahnFischbach bei DahnHirschthal (Pfalz)LudwigswinkelNiederschlettenbachNothweilerRumbachSchindhardSchönau (Pfalz)BiedershausenHerschbergHettenhausen (Pfalz)Knopp-LabachKrähenbergObernheim-KirchenarnbachSaalstadtSchauerbergSchmitshausenWallhalbenWeselbergWinterbach (Pfalz)GeiselbergHeltersbergHermersbergHöheinödHorbach (Pfalz)SchmalenbergSteinalbenWaldfischbach-BurgalbenAlthornbachBattweilerBechhofen (Pfalz)ContwigDellfeldDietrichingenGroßbundenbachGroßsteinhausenHornbachKäshofenKleinbundenbachKleinsteinhausenMauschbachRiedelbergRosenkopfWalshausenWiesbach (Pfalz)HöheischweilerHöhfröschenMaßweilerNünschweilerPetersberg (Pfalz)ReifenbergRieschweiler-MühlbachThaleischweiler-FröschenPirmasensZweibrückenSaarlandSaarlandFrankreichLandkreis Südliche WeinstraßeKaiserslauternLandkreis KaiserslauternLandkreis KaiserslauternLandkreis KuselLandau in der PfalzLandkreis Bad Dürkheim
Karte
Blick von der Burg Berwartstein auf Erlenbach

Erlenbach bei Dahn ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Dahner Felsenland an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Dahn hat und innerhalb derer Erlenbach hinsichtlich seiner Einwohnerzahl die fünftkleinste Ortsgemeinde ist.

Erlenbach liegt im deutschen Teil des Wasgaus, wie der Südteil des Pfälzerwaldes auch genannt wird, im sogenannten Dahner Felsenland. 87,6 Prozent der Gemarkungsfläche sind bewaldet.[2]

Zu Erlenbach gehören zusätzlich der Ortsteil Lauterschwan sowie die Wohnplätze Berwartstein und Seehof.[3] Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn – Vorderweidenthal, Birkenhördt, Böllenborn, Bobenthal, Niederschlettenbach, Bundenthal, Bruchweiler-Bärenbach und Busenberg.

Unmittelbar östlich des Siedlungsgebiets befindet sich der Grünberg. Im Süden der Gemarkung erstreckt sich der 402 m ü. NHN hohe Nestelberg, das 304,6 m ü. NHN messende Mückenköpfel und an der Grenze zu Bobenthal das 490 m ü. NHN hohe Hirzeck. Im Osten befinden sich auf Gemarkung der Ortsgemeinde der Kuhnenkopf sowie die Westflanke des 431 m ü. NHN messenden Hohen Kopfes. Im Nordwesten an der Grenze zu Busenberg erstreckt sich der 420 m ü. NHN hohe Heidenberg.

Der Erlenbach durchfließt in Nord-Süd-Richtung das Siedlungsgebiet; kurz vor Erreichen des letzteren nimmt er von rechts den Eisenbach auf, der größtenteils die Gemarkungsgrenze zu Busenberg bildet. Rund zwei Kilometer östlich des Erlenbachs und westlich von Lauterschwan verläuft in dieselbe Richtung der Portzbach. Er ist auf dem Gemeindegebiet zu mehreren Woogen aufgestaut, darunter befinden sich der Frauenwoog und der Seehofweiher.

760 wurde der Bach Erlenbach erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort selbst wird erst 1348 genannt. Von 1500 bis 1650 gehörte er zur Kurpfalz.

Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war Erlenbach in den Kanton Dahn eingegliedert. 1815 wurde der Ort Österreich zugeschlagen. Bereits ein Jahr später wechselte Erlenbach in das Königreich Bayern. Ab 1818 war der Ort Bestandteil des Landkommissariats Pirmasens, das 1862 in ein Bezirksamt umgewandelt wurde.

1939 wurde Erlenbach in den Landkreis Pirmasens (ab 1997 Landkreis Südwestpfalz) eingegliedert. Da der Ort sich in der Roten Zone befand, wurden die Bewohner mit Beginn des Zweiten Weltkriegs vorübergehend evakuiert. Nach dem Krieg wurde die Gemeinde innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wurde Erlenbach 1972 Teil der neugeschaffenen Verbandsgemeinde Dahner Felsenland zugeordnet.

Konfessionsstatistik

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Mit Stand Juni 2005 waren 65,6 % der Einwohner katholisch und 16 % evangelisch. Die übrige 18,4 % gehörten einer anderen Glaubensgemeinschaft an oder waren konfessionslos.[4] Der Anteil der Protestanten und Katholiken an der Gesamtbevölkerung ist seitdem jährlich um 1 Prozentpunkt gesunken. Mit Stand Dezember 2024 waren von den Einwohnern 44,0 % katholisch und 16,0 % evangelisch; 40,1 % gehörten sonstigen oder keinen Glaubensgemeinschaften an.[5]

Erlenbach hat eine katholische Kirche. Mit dem Namen Maria Himmelfahrt und St. Ägidius steht sie unter dem Patrozinium der Gottesmutter Maria und des heiligen Ägidius, eines der Vierzehn Nothelfer.[6]

Erlenbachs jüdische Gemeinde bestand seit dem 18. Jahrhunderts; 1760 gab es mehrere jüdische Familien mit etwa 30 Personen.

Sie verfügte seit 1828 über ein rituelles Bad und bezog 1842 eine neue Synagoge. Dazu kam eine Religionsschule, deren Inneneinrichtung Anfang Oktober 1938 teilweise verwüstet wurde. Das Gebäude selbst wurde bei einem Bombenangriff der Alliierten am 19. März 1945 zerstört; die Ruine der Synagoge wurde 1948 abgetragen.

1877 lebten folgende jüdische Familien in Erlenbach, benannt nach den Familienvorständen: Leopold Pfeiffer (Eisenhändler), Abraham Kullmann (Krämer, Spezialagent), Benedikt Kullmann (Krämer), Simon Schwarz (Krämer und Weinwirt), Marx Levy (Makler), Jeremias Samuel (Makler und Viehhändler), Benjamin Kullmann, Leopold Louis und Johannes Pfeiffer (Viehhändler). 1907 werden genannt: Jeanette Kahn (Büglerin, Kleidermacherin), Lazarus Kullmann (Kolonial- und Spezereiwaren, Manufakturwaren, Viehhändler), Elias Samuel Witwe (Kolonial- und Spezereiwaren), Leopold Samuel (Kolonial- und Spezereiwaren, Kurz- und Wollwaren, Manufakturwaren, Mehl- und Getreidehändler, Samenhandlung), Leopold Pfeiffer (Manufakturwaren), Edmund Hagenauer (Mehl- und Getreidehändler), Bernhard Pfeiffer (Versicherungsagent, Viehhändler), Moritz Samuel, Jakob Pfeiffer (damals Gemeinderatsmitglied der bürgerlichen Gemeinde) und Simon Pfeiffer (Viehhändler).[7]

Die Mitglieder von Erlenbachs jüdischer Gemeinde wurden im nahen Busenberg beerdigt.

Insgesamt 13 Erlenbacher Juden kamen in der NS-Zeit ums Leben. Die letzten beiden jüdischen Einwohner (Max Samuel und Johanna Samuel) wurden im Oktober 1940 in das Konzentrationslager Gurs in Südfrankreich deportiert. Beide konnten von Gurs aus noch über Les Milles und Marseille in die USA auswandern.

In Erinnerung an die während des Dritten Reichs deportierten Juden wurden im November 2007 Stolpersteine verlegt.

Der Gemeinderat in Erlenbach besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[8][9]

Dirk Eichberger wurde am 26. März 2016 Ortsbürgermeister von Erlenbach.[10] Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 wurde er mit einem Stimmenanteil von 84,62 %[11] und am 9. Juni 2024 als einziger Bewerber mit 77,2 % jeweils für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt.[12]

Eichbergers Vorgänger, der langjährige Ortsbürgermeister Bernd Arnold, war im Februar 2016 verstorben.[13]

Wappen von Erlenbach bei Dahn
Wappen von Erlenbach bei Dahn
Blasonierung: „In gespaltenem und rechts von Rot und Gold geteiltem Schild oben ein fünfblättriger goldener Erlenzweig, unten auf rotem Dreiberg ein stehender schwarzer Rabe, einen roten Ring im Schnabel haltend, links in Schwarz auf rotem Grund eine goldene Burg.“[14]

Das Wappen wurde 1950 vom Mainzer Innenministerium genehmigt.

Gemeindepartnerschaften

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Mit der thüringischen Landstadt Gefell besteht eine Partnerschaft.

Kulturdenkmäler

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Burg Berwartstein

Die in der Gemarkung der Ortsgemeinde befindlichen Burgen Berwartstein und Klein-Frankreich sind als Denkmalzonen ausgewiesen.

Erstere ist die einzige in der Gegenwart bewohnte Burg im Wasgau. Vermutlich um 1000 gebaut, wurde sie 1152 erstmals urkundlich erwähnt, als sie von Kaiser Friedrich Barbarossa dem damaligen Speyerer Bischof Günther von Henneberg zum Geschenk gemacht wurde. Nach mehreren Zerstörungen und Wiederaufbauten wurde sie in der heutigen Form um 1900 wiederhergestellt. Klein-Frankreich bildete einen sogenannten „Geschützturm“ und diente als Vorwerk von Berwartstein.

Hinzu kommen 15 Einzelobjekte, die unter Denkmalschutz stehen.

Erlenbach liegt im Naturpark Pfälzerwald innerhalb des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Vosges du Nord. Die Felsformation Buchkammer am Heidenberg ist als Naturdenkmal ausgewiesen. Auf Gemarkung der Gemeinde befindet sich der Ritterstein 29. Er trägt die Aufschrift Ehem. Bleierzgrube und liegt im Portzbachtal.

Wirtschaft und Infrastruktur

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Landesstraße 490 innerhalb von Erlenbach bei Dahn

Durch den Kernort verläuft in Nord-Süd-Richtung die Landesstraße 490 und durch Lauterschwan die Bundesstraße 427. Die nächstgelegene Autobahn ist die A 65 im Osten. Die Kreisstraße 50 verbindet den Kernort mit der Burg Berwartstein.

Über die Buslinien 525 und 545 des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar ist die Ortsgemeinde mit Bad Bergzabern sowie mit Dahn und mit Annweiler am Trifels verbunden.

Über Erlenbach verläuft die Südroute der Pfälzer Jakobswege. Durch die Gemeinde führt außerdem der Prädikatswanderweg Pfälzer Waldpfad; dabei bildet er ein Etappenziel zwischen Dahn und Schweigen-Rechtenbach. Hinzu kommen der mit einem blauen Balken markierte Fernwanderweg Staudernheim–Soultz-sous-Forêts, der mit einem gelben Balken gekennzeichnete Fernwanderweg Pirmasens–Belfort sowie ein weiterer Wanderweg, der mit einem blau-gelben Balken markiert ist, der von Lauterecken bis nach Sankt Germanshof verläuft, und ein solcher, der mit einem roten Punkt markiert ist.

Persönlichkeiten

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Söhne und Töchter der Gemeinde

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Personen, die in Erlenbach wirkten

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  • Heinrich Voit (1834–1914), Orgelbauer, stattete im Jahr 1900 die örtliche katholische Kirche mit einer erhaltenen und zwischenzeitlich restaurierten Orgel aus.
Commons: Erlenbach bei Dahn – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Bevölkerungsstand von Land, Landkreisen, Gemeinden und Verbandsgemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2022) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten. Abgerufen am 12. April 2020.
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Februar 2022[Version 2026 liegt vor.]. S. 163 f. (PDF; 3,3 MB).
  4. Gemeindestatistik Stand: 31. Dezember 2005
  5. Einwohnerstatistik, abgerufen am 17. Januar 2025
  6. https://www.heiliger-petrus.de/gemeinde/erlenbach/
  7. https://www.alemannia-judaica.de/erlenbach_ps_synagoge.htm#Zur%20Geschichte%20der%20Synagoge
  8. Zahl der zu wählenden Ratsmitglieder in der Verbandsgemeinde Dahner Felsenland bei den Kommunalwahlen am 09.06.2024. (PDF; 83,5 kB) Erlenbach bei Dahn. Verbandsgemeinde Dahner Felsenland, abgerufen am 20. Februar 2025.
  9. Erlenbach, Gemeinderatswahl 09.06.2024. In: Kommunalwahlergebnisse Erlenbach. Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, abgerufen am 20. Februar 2025.
  10. Dirk Eichberger ist neuer Ortsbürgermeister. In: Archiv. Ortsgemeinde Erlenbach, abgerufen am 8. April 2020.
  11. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. Abgerufen am 8. April 2020 (siehe Dahner Felsenland, Verbandsgemeinde, fünfte Ergebniszeile).
  12. Erlenbach, Ortsbürgermeisterwahl (Gemeinde) 09.06.2024. In: Kommunalwahlergebnisse Erlenbach. Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, abgerufen am 20. Februar 2025.
  13. Nachruf Bernd Arnold. In: Archiv. Ortsgemeinde Erlenbach, abgerufen am 20. Februar 2025.
  14. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3.