Erloschene Corps

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Als erloschene Corps werden diejenigen Corps bezeichnet, die seit mindestens 50 Jahren keinen aktiven Betrieb unterhalten. Dabei ist es gleichgültig, wie lange sie gelebt und aus welchen Gründen sie suspendiert haben. Die akademischen Corps waren im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert vor allem landsmannschaftliche Zusammenschlüsse. Im rechtsfreien Raum der Universität boten sie auswärtigen wie heimischen Studenten Schutz und Halt. Freundschaft war durch Jean Pauls Schwärmerei in aller Munde. Im Deutschen Idealismus verwurzelt, beanspruchten die Corps die Führung in der allgemeinen Studentenschaft.

Corps in Europa

Hintergrund[Bearbeiten]

Dass die meisten Neustiftungen bald eingingen, mag an mangelnder Ausstrahlung und Bindungskraft gelegen haben. Die Bünder hatten noch keine Philister oder Alten Herren und waren „Verbindungen“ auf Zeit. Und „die 1830er Jahre waren für die Korps eine schlimme Zeit. Die Torheiten der Demagogen mussten sie mitbüßen, jede freiere Regung wurde unbarmherzig unterdrückt und nur zeitweilig lastete der Polizeidruck mit geringerer Wucht auf dem deutschen Studentenleben“.[1] Bald kamen Probleme von der anderen Seite. In den 1840er Jahren setzte der liberale Progress den eher „konservativen“ Corps zu. Das aufschlussreichste Beispiel ist das Corps Littuania Königsberg.

Indem das Königreich Preußen zur deutschen Führungsmacht aufstieg und die Hohenzollern Corpsstudenten wurden, änderte sich der Zeitgeist wieder. Überall entstanden neue Corps; sie hatten aber keinen leichten Stand, weil sich alte behauptet hatten und der Kösener Senioren-Convents-Verband entstanden war. So erhellt der Blick auf die im 19. Jahrhundert erloschenen Corps die Sozialgeschichte der deutschen Universitäten.

Die Farben der meisten Bänder haben landesgeschichtliche Bezüge. Viele greifen auf Studentenorden und Kränzchen zurück.

„Es ist ferner zu berücksichtigen, daß das beängstigende Anwachsen der Studentenschaft in den letzten Jahrzehnten am wenigsten auf die Kreise zurückzuführen ist, auf die die Korps überhaupt rechnen können – und wollen.“

Wilhelm Fabricius (1907)

Hochschulorte[Bearbeiten]

Altdorf[Bearbeiten]

Die Altdorfina wurde am 24. September 1809 von König Maximilian I. Joseph (Bayern) aufgelöst.

  • Bavaria (1808) blau-weiß-rot
  • Franconia (1808) grün-weiß-rot [2]
  • Suevia (1808) ?

Basel[Bearbeiten]

Die 1460 gegründete Universität Basel war eine Hochburg der Buchdruckerkunst und des Humanismus. Zu den vier klassischen Fakultäten kamen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mehrere neue Fächer. Zur Universität gehört eine der größten Bibliotheken der Schweiz.

  • Alamannia (1865–1878) grün-rot-gold (v. u.)
  • Helvetia (1876), Corps Alt-Rhenania (1889–1916) schwarz-weiß-orange
  • Helvetia = „Gold-Helvetia“ (1876–1889) rot-weiß-gold
  • Markomannia VII (1825) rot-weiß-rot
  • Rauracia (1856) schwarz-weiß-grün

Berlin[Bearbeiten]

Bundeszeichen der Guestphalia I

Da die (pietistische) Universität Halle von Napoleon geschlossen worden war, gründete Preußen nach dem Frieden von Tilsit am 16. August 1809 die Alma mater berolinensis. Sie war Preußens zweite (mit Halle dritte) Universität und trug von 1828 bis 1946 den Namen von König Friedrich Wilhelm III..

  • Alemannia (1869–1887) grün-weiß-violett m. S. [3]
  • Borussia I (1815-1816)schwarz-weiß o. P. [4]
  • Curonia (1815–1821) grün-blau-weiß m. S. [5]
  • Franconia (1863–1864) lila (blau)-silber-rosa m. S.
  • Guestphalia I (1811-1821) grün-schwarz-weiß m. S. [6]
  • Hanseatia (1840–1846) grün-weiß-rot m. S. [7]
  • Lusatia I (1819–1821) blau-rot-gold o. P. [8]
  • Lusatia II (1840) blau-rot-gold m. G. [9]
  • Marco-Borussia (1833–1835) schwarz-weiß-orange
  • Neoborussia (1838–1866) schwarz-weiß-rosa m. S. [10]
  • Neo-Marchia (1816–1818) grün-orange o. P.
  • Neo-Pomerania (1817–1818) blau-weiß-gold o. P.
  • Pomerania I (1809–1821) blau-weiß mit S. [11]
  • Pomerania II (1838–1847) blau-silber-blau m. S.
  • Silesia I (1811-1813) blau-weiß o. P. [12]
  • Silesia II (1839–1840) rot-weiß-blau m. S.
  • Thuringia (1819–1820) grün-weiß-rot o. P.
  • Vandalia I (1811–1821) blutrot-gold m. G.

Bern[Bearbeiten]

Die 1834 gegründete Universität Bern erhielt 1874 eine Christkatholisch-theologische Fakultät. Als Reaktion auf das päpstliche Unfehlbarkeitsdogma sollte sie die Grundlagen für eine von Rom unabhängige nationale Kirche schaffen. Durch Teilung entstanden 1921 die philosophisch-historische und die philosophisch-naturwissenschaftliche Fakultät.

  • Alpigenia (1876–1896, Corps seit 1884) rot-weiß-grün
  • Rhaetia (1841–1848) blau-rot-gold
  • Rhenania I (1852) blau-weiß-rot
  • Rhenania II (1870–1880) schwarz-weiß-orange
  • Tigurinia (1883–1919, Corps seit 1889) rot-gold-rot

Bochum[Bearbeiten]

Marchia Bochum

In Konkurrenz zu Dortmund erhielt Bochum 1960 den Zuschlag für eine zweite Technische Hochschule in Westfalen. Heute hat die Ruhr-Universität Bochum 21 Fakultäten.

  • Marchia Bochum (1966–1971)

Bonn[Bearbeiten]

Die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität entstand 1818 als sechste preußische Hochschule. Nach dem Frieden von Tilsit hatte Preußen die katholische Universität Münster aufgegeben und die Alte Universität Duisburg nach Bonn verlegt.

  • Curonia I (1822–1823) grün-blau-weiß m. S.
  • Curonia II (1830) grün-blau-weiß m. S.
  • Hansea I (1838-1844) rot-weiß-rot m. S.Corps Hansea Bonn
  • Lahnania (1825–1827) schwarz-rot-weiß m. S.
  • Marcomannia (1855–1859) weiß-hellblau-gold
  • Rhenania I (1819) weiß-blau-rotRhenania
  • Saxo-Pomerania (1836/37) himmelblau-weiß-schwarz m. S.Saxonia
  • Sigambria (1828) blau-weiß-schwarz
  • Teutonia (1848-1936) grün-rot-gold

Bremen[Bearbeiten]

Bremer Hanseate

Die scherzhaft als „Marx und Moritz-Universität“ bezeichnete Hochschule wurde 1971 gegründet und integrierte die Pädagogische Hochschule Bremen. Bei ausdrücklich libertärem Anspruch war eine Universität mit den klassischen Fächern Jura, Medizin und Naturwissenschaften geplant.

Breslau[Bearbeiten]

Marchia (II) Breslau

Als Preußen sich nach den Niederlagen gegen Napoleon und dem Frieden von Tilsit neu formierte, entstand 1811 die Schlesische Friedrich-Wilhelms-Universität. Vor der Hallenser Wiedergründung (1817) war sie Preußens dritte Universität. Sie war die erste deutsche Universität mit einer katholischen und einer protestantischen Fakultät. Wie kein anderer hatte der SC zu Breslau viele katholische Theologen in seinen Reihen.

  • Marchia I (1811–1815) orange-weiß
  • Marchia II (1849–1860) orange-weiß-gold v. u.
  • Silesia (1811-1813)
  • Silesia et Marchia conjuncta (1813-1816)
  • Neo-Silesia (1849–1850) rosa-blau-weiß m. S.
  • Pomerania (1840) weiß-hellblau-dunkelblau m. S.
  • Saxonia (1847–1848) grün-gold-schwarz
  • Teutonia I (1816–1819) schwarz-rot-weiß
  • Teutonia II (1830–1833) grün-rot-gold

Brünn[Bearbeiten]

Die Deutsche Technische Hochschule Brünn ging 1849 aus der Ingenieurschule der Universität Olmütz (1715) hervor. Die Hauptstadt der Markgrafschaft Mähren hatte bis 1918 eine rein deutsche Gemeindevertretung. Die DTH-Brünn bestand 1918 nach der Gründung der Tschechoslowakei fort. Sie wurde 1945 nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges geschlossen.

  • Austria (1870–1924, ab 1919 Albia) hellblau-weiß-gold [14]

Czernowitz[Bearbeiten]

Dorpat[Bearbeiten]

Dresden[Bearbeiten]

1815 wurde die Chirurgisch-Medizinische Akademie (Carl Gustav Carus), 1828 die Technische Bildungsanstalt gegründet. 1871 in Königlich-Sächsisches Polytechnikum umbenannt und um nichttechnische Fächer (Volkswirtschaftslehre, Rechtswissenschaften, Philologie) erweitert, entwickelte sich daraus die Technische Universität. Daneben bestand die Tierärztliche Hochschule von 1889 bis 1923. So gab es in Dresden (bis 2009) nur Weinheimer und Rudolstädter Corps.

  • Franconia (1899–1934) schwarz-weiß-grün
  • Marcomannia (1864–1934) rot-weiß-gold
  • Franco-Marcomannia (Fusion, 1934–1935) rot-weiß-grün [15]
  • Thuringia (1866–1935) weiß-hellblau-schwarz [16]
  • Albingia (RSC) [17]

Erlangen[Bearbeiten]

Als Volluniversität 1742 von Markgraf Friedrich von Brandenburg-Bayreuth gegründet, fiel die Friedrich-Alexander-Universität nach dem Frieden von Tilsit mit den Gebieten um Ansbach und Bayreuth 1810 an das Königreich Bayern. Trotz weniger Studenten wurde sie nicht geschlossen, weil sie die einzige bayerische Landesuniversität mit einer lutherisch-theologischen Fakultät war. Vom Auszug nach Altdorf am 26. Februar 1822 kehrten die Erlanger Studenten am 5. März 1822 zurück.

  • Bavaria I (1821–1824) blau-weiß-gold o. P. [18]
  • Franconia I (1798–1803) grün-gold-rot [19]
  • Franconia II (1810–1831) grün-gelb-rosenrot m. G. [20]
  • Franconia III (1875–1878) grün-weiß-rot m. S. [21]
  • Guestphalia I (1794–1795) grün-weiß-schwarz, als Uhrband getragen
  • Guestphalia II (1798–1809) grün-weiß-schwarz o. P.
  • Marchia (1798–1806) schwarz-orange o. P. [22][23]
  • Rhenania (1821–1824) blau-weiß-rot m. S. [24]

Frankfurt am Main[Bearbeiten]

Die von Franz Adickes initiierte Stiftungsuniversität wurde am 18. Oktober 1914 eröffnet; da aber gerade der Erste Weltkrieg ausgebrochen war, kam die Johann Wolfgang Goethe-Universität erst 1918 zu eigentlichem Leben. 1920 ersetzte sie neben Köln und Hamburg die Straßburger Kaiser-Wilhelms-Universität, die nach dem Versailler Vertrag mit dem Reichsland Elsaß-Lothringen an Frankreich gefallen war.

  • Cimbria (1921–1924) schwarz-rot-grün
  • Frisia (1919–1935) hellblau-gold-schwarz [25]
  • Hassia (1949) weiß-rot-weiß [26]
  • Hasso-Borussia (1922-1935) schwarz-silber blau
  • Moenania (1908–1934) grün-silber-schwarz [27]
  • Normannia (1922–1927) schwarz-gelb-grün [28]
  • Saxo-Borussia (1921-ca. 1929) weiß-grün-schwarz-weiß

Frankfurt (Oder)[Bearbeiten]

Nach dem Frieden von Tilsit verlegte Preußen die Alma Mater Viadrina 1811 nach Breslau.

  • Borussia (1786–1808) schwarz-weiß-schwarz
  • Marchia (1786–1811) orange-weiß [29]
  • Pomerania (1786–1807) blau-gelb (?)
  • Silesia (1796–1811) schwarz-rosa

Freiburg im Breisgau[Bearbeiten]

Freiburg war nach Wien die zweite österreichisch-habsburgische Volluniversität. Seit 1620 unter jesuitischem Einfluss, wurde sie von Kaiser Joseph II. grundlegend reformiert. Um im kleinen Großherzogtum Baden neben der evangelischen Ruperto-Carola auch eine katholische Universität zu erhalten, festigte Großherzog Ludwig I. 1820 die Albert-Ludwigs-Universität. Wenn auch unterdrückt und gescheitert, gingen von ihr im Vormärz wichtige liberale Impulse aus.

  • Alemannia (1824–1832) schwarz-rot-blau m. S.
  • Helvetia I (1815–1832) rot-weiß-grün m. S. [30]
  • Helvetia II (1830–1834) grün-rot-gold
  • Helvetia III (1838–1844) grün-rot-gold [31]

Genf[Bearbeiten]

Johannes Calvin gründete 1559 die theologische und humanistische Académie de Genève. Mit der Einrichtung einer medizinischen Fakultät wurde sie 1873 zur Universität Genf.

  • Teutonia (1888–1917, Corps seit 1889) moosgrün-gold-schwarz

Gießen[Bearbeiten]

Hauptartikel: Gießener Senioren-Convent

Ludwig V. (Hessen-Darmstadt) gründete die lutherische Ludoviciana, die Hessische Ludwigs-Universität; denn die benachbarte Philipps-Universität Marburg war mit der Teilung Hessens 1605 calvinistisch geworden. Im 19. Jahrhundert mehrten vor allem Wilhelm Conrad Röntgen und Justus von Liebig den Ruf von Hessens ältester Volluniversität.

Am 28. Dezember 1813 gründete die Studentenschaft ein freiwilliges hessisches Jägercorps, das am 29. März 1814 gegen Napoleon ins Feld zog. Dreimal verließ die Studentenschaft die Stadt: am 4. August 1819 nach Gleiberg und Gladenbach, am 28. Mai 1826 wieder nach Gleiberg und am 7. August 1846 nach Staufenberg.

  • Constantia (1815–1818) schwarz-weiß-rot o. P. [32]
  • Franconia I (1788–1795) rosenrot-meergrün
  • Franconia II (1800–1821) schwarz-rot o. P., 1820 schwarz-weiß-rot m. S. [33]
  • Franconia III (1866–1867) grün-weiß-rot m. S. [34]
  • Guestphalia I-VII (1802–1825) grün-weiß-schwarz o. P. [35]
  • Hassia I schwarz-grün-rot m. G. [36]
  • Lahnania (1800–1805) hellblau-rot
  • Marcomannia I (ca. 1837-1839) hellblau-weiß-gold m. G. [37]
  • Marcomannia II (1842–1843) grün-weiß-rot m. G.
  • Marcomannia III (1849) grün-weiß-rot mit m. G. [38]
  • Nassovia I (1801–1802) blau-orange o. P.
  • Nassovia II (1815–1816) blau-orange o. P.
  • Nassovia III (1829–1830) blau-weiß-orange m. S.
  • Palatia (1833–1834) dunkelgrün-rot-gold m. G. [39]
  • Rhenania (1799–1861) blau-weiß-rot m. S. [40]
  • Starkenburgia I (1826-1831) grün-weiß-rot m. S.
  • Starkenburgia II (1832-1834), bis 18. Juli 1833 „Teutonia“ rot-weiß-gold m. S.
  • Vandalia I (1826–1827) blau-weiß-gold m. G.
  • Vandalia II (1830–1831) blau-weiß-gold m. G.

Göttingen[Bearbeiten]

Nachdem Preußen die (katholische) Universität Münster 1818 zugunsten der Universität Bonn aufgegeben hatte, war Göttingen die einzige vollwertige Universität im nordwestlichen Teil Deutschlands. Da das Herzogtum Nassau über keine eigene Universität verfügte, war Göttingen seit 1817 durch einen Staatsvertrag auch Nassauische Landesuniversität geworden und hatte so weitere Aufwertung besonders durch das hessische Bürgertum erfahren. Kiel lag in Schleswig-Holstein außen vor. An Hamburg oder Bremen war noch gar nicht zu denken. So gingen die meisten Landeskinder aus den napoleonischen Küstendepartments, aus Oldenburg, Verden, Lüneburg, Hannover, Braunschweig und Ostfriesland an die Georg-August-Universität.

Mehrmals verließ die Studentenschaft im 19. Jahrhundert die Stadt: am 5. Januar 1806 nach Hann. Münden, am 23. Juli 1818 nach Witzenhausen und 1848 nach Bovenden (wegen Konflikten mit der Polizei).

Göttinger Couleurmützen im Jahre 1827 …
… und vor dem Jahre 1827
  • Bado-Wirtembergia (1825–1830) blau-rot-weiß, ab 1827 blau-weiß-rot, ab 1828 weiß-blau-rot m. S.
  • Borussia I (1823–1831) weiß-schwarz, dann schwarz-weiß-schwarz m. S.
  • Borusso-Brunsviga (1845–1846) schwarz-blau-gold m. G.
  • Bremania (1825–1828) → Hanseatia weiß-rot-weiß m. S.
  • Eichsfeldia (1817, 1823) grün-rot-blau
  • Frisia I, zeitweilig „Ostfrisia“, → Bremensia Göttingen (1811–1812) schwarz-rot o. P.
  • Frisia II (1817–1820) rot-schwarz o. P.
  • Frisia III (1821–1826) blau-schwarz-kleinrot-kleingold m. G.
  • Frisia IV (1827–1834) blau-rot-schwarz m. S.
  • Frisia V (1846–1848) blau-rot-schwarz m. S. [41]
  • Friso-Lüneburgia (1854-1868), 1920 in Köln
  • Friso-Oldenburgia (1834–1835) hellblau-rot-dunkelblau m. S.
  • Guestphalia I (179?/1801–1805) grün-schwarz-weiß m. S. [42]
  • Guestphalia II (1806–1845) schwarz-grün-weiß m. S., dann grün-weiß-schwarz
  • Hansea I/Hammonia/Hamburgia (1825–1826) weiß-rot-weiß mit roter Perkussion
  • Hansea II (1878–1882) grün-weiß-rot m. S.
  • Hanseatia I/Bremano-Hanseatia (1829–1833) weiß-rot-weiß m. S.
  • Hanseatia II (1840/1844–1848) → Hannovera weiß-rot-weiß m. S. [43]
  • Hassia (1807–1833) bis 1815 schwarz-grün-rot o. P., 1816-1818 rot-weiß o. P., 1820-1822 als Hasso-Thuringia grün-weiß-rot m. S., zuletzt grün-rot-weiß m. S. [44][45]
  • Hasso-Nassovia (1845–1847) hellgrün-weiß-blau m. S.
  • Helvetia (1824–1829) grün-rot-gelb m. G.
  • Hercynia (1827–1829) hellgrün-gold-schwarz m. G., ab 1828 schwarz-blau-gold m. G.
  • Hildesia I (1820–1824) gelb-rot m. G.
  • Hildesia II (1825-1835) rot-gelb m. G., 1827 rot-gelb-rot m. G., 1828/29 rot-gelb m. G., seit 1830 rot-gelb-rot m. G.
  • Holsatia I (1816–1818) rot-weiß o. P., dann rot-weiß-rot m. S.
  • Holsatia II (1820–1827) rot-weiß-rot m. S.
  • Holsatia III (1827–1831) rot-weiß-rot m. S.
  • Holsatia IV (1841–1842) rot-weiß-rot m. S.
  • Lunaburgia I (1820–1827) rot-blau-weiß m. S.
  • Lunaburgia II (1827–1833) blau-weiß-rot m. S., ab 1828 rot-blau-weiß m. S.
  • Lunaburgia III (1838–1847) rot-blau-weiß m. S.
  • Lunaburgia IV (1848, zuvor Frisia V) blau-weiß-rot m. S.
  • Nassovia (1826–1845) hellblau-weiß-orange m. S., 1828 orange-blau-weiß m. S., 1829 wieder hellblau-weiß-orange m. S.
  • Oldenburgia (1825–1833) blau-rot-gold m. G. [46]
  • Osnabrugia (1826–1828) grün-weiß-schwarz-weiß (gleich breit) m. S.
  • Pomerania (1810–1813) blau-gelb o. P.
  • Rhenania I (1802–1804) blau-weiß-rot
  • Rhenania II, Vereinigte rheinisch-hannöversche Landsmannschaft (1809-1811) blau-rot-weiß o. P.
  • Saxo-Borussia (1850–1851) schmalweiß-grün-schwarz-schmalweiß m. S.
  • Teutonia I (1824-1826) himmelblau-karmoisinrot m. G.
  • Teutonia II (1854 gestiftet, 1882 „Borussia“, 1914 als Teutonia rekonstituiert) rot-weiß-blau m. S.
  • Thuringia (1824–1829) rot-schwarz-weiß m. S., 1827 rot-schwarz-weiß m. S., 1828 rot-schwarz-weiß m. S.
  • Vandalia (1806–1837) rot-gold o. P., dann schmalgold-breitrot-schmalgold mit roter Perkussion
  • Verdensia (1876–1880) schwarz-weiß-schwarz m. S. [47]

Graz[Bearbeiten]

Hauptartikel: Österreichische Corps

Die 1585 von Erzherzog Karl II. gegründete Jesuitenuniversität wurde 1773 verstaatlicht. Rechtswissenschaften und Medizin kamen Ende des 18. Jahrhunderts hinzu. Kaiser Franz I. restituierte 1827 die Hochschule, die seither Karl-Franzens-Universität heißt. Nach den Vorschlägen Wilhelm von Humboldts wurden 1848 die Akademische Freiheit und die weitgehende Autonomie der Hochschule eingeführt. Daneben bestand seit 1811 die technische Erzherzog-Johann-Universität. Die ersten Grazer Corps kamen erst nach dem Ersten Weltkrieg in den KSCV.

  • Franconia (1864–1866) weiß-schwarz-blau
  • Gothia (1864–1870) rot-schwarz-weiß
  • Honoria (1863–1864) weiß-rot-schwarz
  • Tartarus (1861–1864) weiß-schwarz-grün

Greifswald[Bearbeiten]

Als Schwedisch-Pommern 1815 an Preußen kam, wurde die pommersche Landesuniversität nach Königsberg, Halle, Berlin und Breslau die fünfte und zugleich älteste preußische Universität. In Medizin, Theologie und Philologie kam sie zu hohem Ansehen.

  • Baltia (1878–1889), 1873 als Landsmannschaft Saxo-Rhenania gegründet rot-silber-hellblau m. S.
  • Borussia (1832-1834) schwarz-rosa-weiß m. S. [48]
  • Guestphalia (1837-1850) grün-weiß-schwarz m. S.
  • Marchia (1832–1834) orange-weiß-gold m. G.
  • Neu-Pomerania (1816–1817), auch „Nova Pomerania“ und „Rugia“ blau-weiß-gelb [48]
  • Saxonia (1850–1851) dunkelblau-weiß-hellblau m. S. [48]
  • Silesia (1838–1847) hellblau-weiß (silber)-rot m. S.
  • Sueco-Pomerania (1813–1815) hellblau-weiß-gelb o. P. [49]

Halle[Bearbeiten]

Die 1694 gestiftete Friedrichs-Universität Halle war die zweite Universität Preußens. Als Hochburg von Pietismus und Aufklärung wurde sie bald zur bedeutendsten ganz Deutschlands. Von Napoleon Bonaparte am 19. Oktober 1806 aufgehoben, wurde sie am 15. November 1813 wiedereröffnet und 1817 mit der Wittenberger Leucorea vereinigt.

Am 31. März 1796 wurden die Kränzchen durch einen Dekanatsbeschluß aufgelöst. Die sächsischen SC von Jena, Leipzig und Halle vereinbarten am 4. März 1821 einen Allgemeinen Senioren-Convent. Als Vorläufer des KSCV trat der ASC bis 1842 (seit 1838 ohne Halle) geheim an wechselnden Orten zusammen.

  • Askano-Thuringia (1828-1830?) grün-rot-weiß m. S. [50]
  • Borussia I (1811-1813) schwarz-weiß o. P.
  • Borussia II (1833-1835) schwarz-weiß-schwarz m. S.
  • Cheruscia (1848–1850) schwarz-weiß-blau [51]
  • Franconia (1849–1850) grün-weiß-rot m. S. [52]
  • Halberstadtensia (1795–1802), mit Magdeburgia → Saxonia rot-weiß o. P.
  • Magdeburgia (1792–1802) mit Halberstadtensia → Saxonia grün-rot o. P.
  • Marchia I (1799–1810) orange-weiß o. P., orange-weiß-gold o. P.
  • Marchia II (1819–1835) orange-weiß-gelb o. P.
  • Marchia III (1838–1866) orange-weiß-gelb m. G.
  • Neoborussia (1849-1935) purpur-schwarz-weiß-schwarz v. u.
  • Neo-Marchia (1820) → Thuringia I rot-weiß-dunkelgrün/dunkelgrün-rot-weiß m. G.
  • Pomerania I (1791–1813) himmelblau-weiß o. P.
  • Pomerania II (1819–1834) himmelblau-weiß o. P., seit 1830 blau-weiß-blau m. S.
  • Pomerania III (1843–1851) hellblau-weiß-hellrot m. S.
  • Pomerania IV (1877–1879), 1865 als Verein gegründet hellblau-weiß-schwarz m. S.
  • Rhenania (1827-1828) blau-weiß-rot m. S.
  • Salingia (1877–1882), 1845 als Progressverbindung gegründet; Tradition 1931 zu Neoborussia schwarz-rot-weiß v. u., m. S.
  • Saxonia I (1802-1804) grün-rot-weiß o. P.
  • Saxonia II (1804–1896) dunkelblau-weiß-hellblau v. u., o. P., 1810 grün-rot-weiß o. P., 1820 dunkelblau-weiß-hellblau m. S.
  • Silesia (1791-1806?) weiß-blau o. P.
  • Sileso-Borussia (1823–1827) → Thuringia II [53]
  • Teutonia I (1814–1817) schwarz-weiß o. P. [54]
  • Teutonia II (1853–1935) blau-weiß-rot [55]
  • Thuringia I (aus Neo-Marchia, 1820-1825?) dunkelgrün-dunkelrot-weiß m. S.
  • Thuringia II (aus Sileso-Borussia, 1827–1833) hellgrün-rot-weiß m. S.
  • Thuringia III (1844–1851, Rekonstitution 1855) rot-weiß-schwarz v. u., m. S.
  • Thuringo-Guestphalia (1835/36)

Hann. Münden[Bearbeiten]

Die 1868 gegründete Königlich Preußische Forstakademie Hannoversch Münden wurde 1922 Forstliche Hochschule. Im Mai 1939 wurde sie als Forstliche Fakultät der Georg-August-Universität angegliedert und zum Wintersemester 1970/71 nach Göttingen verlegt.

  • Cheruscia (1929–1930) schwarz-grün-rot
  • Saxonia (1907/1930–1935) rot-weiß-grün

Heidelberg[Bearbeiten]

Die älteste Volluniversität in den heutigen Grenzen Deutschlands wurde 1386 von Kurfürst Ruprecht von der Pfalz gegründet. 1556 in eine evangelische Landeshochschule umgewandelt, kam sie in der Gegenreformation immer mehr unter jesuitischen Einfluss. 1802 an das Großherzogtum Baden gefallen, wurde sie von Karl Friedrich (Baden) verstaatlicht. Unter dem Eindruck des Neuhumanismus wurde die Ruprecht-Karls-Universität im 19. Jahrhundert zu einer europäischen Hochburg der Rechts- und Geschichtswissenschaften. Trotz großer Namen erhielten die Naturwissenschaften erst 1890 eine eigenständige (die fünfte) Fakultät.

Die Studentenschaft zog dreimal aus: am 13. Juli 1804 nach Neuenheim, am 14. August 1828 nach Frankenthal und am 17. Juli 1848 nach Neustadt a. H.. Wegen der „Ladenburger Exzesse“ wurde der Heidelberger Senioren-Convent am 16. Juli 1856 suspendiert.

Bernhard Kaeswurm – Lithuania, Saxo-Borussia und Helvetia (III) Heidelberg (1847) [56]
  • Alemannia (1828–1831) schwarz-blau-weiß, seit 1829 schwarz-weiß-blau m. S. [57]
  • Curonia (1805–1820) grün-blau-weiß m. S. [58]
  • Franco-Badenia (1803-1805) ?
  • Hannovera (1810–1812) blau-rot o. P. [59][60]
  • Hanseatia (1828–1841) weiß-rot-weiß m. S.
  • Hassia I (1818-1825) schwarz-grün-rot o. P.
  • Hassia II (1829-1836) dunkelgrün-weiß-rot m. S.
  • Hassia I (1818–1825) schwarz-grün-rot, seit 1821 rot-weiß-rot
  • Hassia II (1829–1836) grün-weiß-rot
  • Helvetia I (1811–1817) grün-rot-gold o. P.
  • Helvetia II (1824–1828) grün-rot-gold m. G.
  • Helvetia III (1831–1847) grün-rot-gold m. G.
  • Helvetia IV (1859–1862) rot-weiß-schmalrot m. S.
  • Holsatia I (1811–1818) rot-weiß o. P.
  • Holsatia II (1818–1825) rot-weiß-rot m. S.
  • Livonia (1806) rot-grün-weiß o. P. [61]
  • Nassovia I (1812–1818) violenblau-orange o. P. [62]
  • Nassovia II (1838–1849) blau-weiß-orange m. G.
  • Palatia I (1805) [63]
  • Palatia II (1831–1832) grün-weiß-blau m. S.
  • Palatia III (1842–1844) grün-weiß-blau m. S.
  • Rhenania I (1802–1805) blau-weiß-rot m. G.
  • Rhenania II, Oberrheiner (1806–1816) blau-weiß-rot m. G. [64]
  • Rhenania II, Niederrheiner (1806-1810) blau-weiß-rot m. G. [65]
  • Rhenania III (1820–1833) blau-weiß-rot m. G.
  • Rhenania IV (1836-1842) blau-weiß-rot m. G.
  • Saxonia (1812–1813) dunkelblau-hellblau-weiß o. P.
  • Suevia I (1805-1808) schwarz-gelb-weiß v. u.
  • Vandalia I (1806-1807) blutigrot-gold o. P.
  • Vandalia II (1810-1813) blutigrot-gold o. P.
  • Vandalia III (1836) blau-rot-gold m. G. [66]

Innsbruck[Bearbeiten]

Hauptartikel: Österreichische Corps

Die Universität Innsbruck (1669) wurde 1826 von Kaiser Franz I. als (heute zweitgrößte) Volluniversität Österreichs wiedergegründet.

  • Teutonia II (1848–1862) rot-gold-schwarz
  • Chinesia (1858–1863) rot-weiß-rot [67]

Jena[Bearbeiten]

Hauen und Stechen – Hospiz in Altdorf, 1725

Die 1558 gegründete Universität Jena wurde im 19. Jahrhundert unter Kuratel der Ernestinischen Herzogtümer gestellt. Gleichwohl gab die Großherzoglich Sächsische Gesamtuniversität wichtige Anstöße für Demokratie und Akademische Freiheit. Dreimal verließ die Studentenschaft die Stadt, am 19. Juli 1792 nach Nohra (bei Weimar), am 2. Dezember 1822 nach Kahla und am 15. Juli 1830 nach Blankenhain.

Die sächsischen SC von Jena, Leipzig und Halle vereinbarten am 4. März 1821 einen Allgemeinen Senioren-Convent. Als Vorläufer des KSCV trat der ASC bis 1842 (seit 1838 ohne Halle) geheim an wechselnden Orten zusammen.

  • Alemannia (1851-1853) achwarz-blau-gold v. u., m. G. [68]
  • Altenburgia I (1792-1800) rot-gelb v. u., o. P. [69]
  • Altenburgia II (1805-1808) [70]
  • Altenburgia III (1810-1811) dunkelblau-hellblau-weiß v. u., o. P. [69]
  • Curonia I (um 1800–1805) grün-blau-weiß v. u., o. P.
  • Curonia II (1810–1811) grün-blau-weiß v. u., o. P. [71]
  • Curonia III (1815) grün-blau-weiß v. u., o. P. [72]
  • Estho-Livonia (1802-1804) rot-grün-weiß v. u., o. P. [73]
  • Franconia I (vor 1800-1806) grün-rot v. u., o. P.
  • Franconia II (1807-1815) grün-rot-gelb und grün-rot-gold v. u., o. P. [74]
  • Gothania (1805-1808) schwarz-blau v. u., o. P. [75]
  • Guestphalia I (lange vor 1800-1806) schwarz-grün-weiß v. u., o. P.
  • Guestphalia II (1808-1813) schwarz-grün-weiß v. u., o. P.
  • Holsatia/Hanseatia (vor 1800-1805) rot-weiß v. u., o. P.
  • Pomerania (1800-1806) blau-weiß v. u., o. P.
  • Rhenania I (1795-1806)
  • Rhenania II (1826-1827) dunkelrot-lichtrot-weiß v. u., m. S.
  • Saxonia I (1805-1815) schwarz-blau-weiß v. u., o. P. [76]
  • Teutonia (1825–1830) schwarz-grün-rot-gold v. u., m. G. [77]
  • Thuringia (1805-1815) schwarz-rot-weiß v. u. [78]
  • Vandalia I (1811–1815) rot-gold v. u., o. P. [79]
  • Vandalia II (1829-1833) blau-rot-gold v. u., m. G. [80]

Kiel[Bearbeiten]

Die Christian-Albrechts-Universität war um 1800 die nördlichste deutsche und die südlichste dänische Universität; denn der König von Dänemark war in Personalunion auch Herzog von Holstein. Zwischen 1815 und 1848 war die Kieler Universität ein Zentrum der Urburschenschaft und des Liberalismus. Als die Herzogtümer Schleswig und Holstein 1866 zur preußischen Provinz Schleswig-Holstein wurden, verlor die Universität manche Privilegien, profitierte aber mit Kiel vom allgemeinen Aufschwung.

  • Franconia (1831–1836) blau-rot-gold m. G. [81]
  • Slesvicia (1829–1833) → Holsatia blau-weiß-gelb m. G.
  • Slesvico-Holsatia (1833-1848) rot-weiß-hellblau [82]

Königsberg i. Pr.[Bearbeiten]

Silber-Litthauer in Königsberg (1865)[83]

Die Albertus-Universität Königsberg war Preußens älteste Universität (1544) und eine Hochburg des Luthertums. Seit dem Königsberger Jahrhundert strahlte sie als Leuchte der Aufklärung in das Baltikum und nach Russland.

  • Baltia (1851–1934) weiß-blau-schwarz-weiß m. S.
  • Silber-Litthuania (1848–1866) grün-silber-rot m. S.
  • Normannia (1873–1889) schwarz-silber-hellblau m. S.
  • Hansea (1876–1936) rot-weiß-gold m. G.
  • Littuania (1894–1936) grün-weiß-rot m. S.

Lausanne[Bearbeiten]

Seit 1886 wurden an der Universität Lausanne deutschsprachige Vorlesungen zum römischen Recht gehalten. 1897 wurde ein Lehrstuhl für Deutsches Recht eingerichtet. Seit 1895 wurden Ferienkurse für nicht-französischsprachige Studenten angeboten.

  • Alpigenia (1910–1915) schwarz-weiß-gold
  • Hansea (1887–1892) schwarz-weiß-rot [84]

Leipzig[Bearbeiten]

Hauptartikel: Senioren-Convent zu Leipzig

Getrieben vom deutsch-böhmischen Nationalitätenkonflikt an der Prager Karls-Universität, zogen 1409 tausend Professoren und Studenten nach Leipzig. Die Stadt, der König von Sachsen und der Markgraf von Meißen stifteten Gebäude und Geld für die Alma mater lipsiensis. Im 19. Jahrhundert wurde die Universität Leipzig eine Hochburg der Philologie. Die sächsischen SC von Jena, Leipzig und Halle vereinbarten am 4. März 1821 einen Allgemeinen Senioren-Convent. Als Vorläufer des KSCV trat der ASC bis 1842 (seit 1838 ohne Halle) geheim an wechselnden Orten zusammen. Am 9. Juli 1860 zog die Studentenschaft für drei Tage nach Gohlis, Möckern und Wahren aus.

Reichskanzler Michaelis Plaviae
  • Ascania (1839–1841) grün-weiß-schwarz m. S.
  • Austria (1806-1810) [85]
  • Curonia (1803–1804/05) grün-blau-weiß o. P.
  • Franconia (1811–1817) grün-rot-gold o. P. [86]
  • Guestphalia I (1847) grün-weiß-schwarz
  • Guestphalia II (1849–1904) grün-weiß-schwarz m. S. [87]
  • Marcomannia I (1829-1831) → Montania schwarz-blau-gold m. G. [88]
  • Marcomannia II (1841) gold-rot-weiß [88]
  • Misnia I (1802–1810) blau-rot-weiß o. P.
  • Misnia II (1822–1824) grün-rot-gold m. G.
  • Misnia III (1837–1893) grün-weiß-rot m. G. [86]
  • Montania I (1802–1820) rot-schwarz-gold o. P. [89]
  • Montania II (aus Marcomannia I, 1831–1834) schwarz-blau-gold m. G.
  • Montania III (1839–1840) schwarz-blau-gold m. G.
  • Neoborussia (1822–1832) grün-schwarz-weiß m. S.
  • Plavia (1877–1878) blau-weiß-rot m. S. [90]

Leoben[Bearbeiten]

Die Montanuniversität Leoben wurde 1849 gegründet. 1906 erhielt sie das Promotionsrecht und war den Technischen Hochschulen gleichgestellt.

  • Montania I (1862–1866) schwarz-grün-weiß (Abspaltung von Schacht)
  • Tauriscia (1862–1866) blau gold-rot (fusioniert mit Schacht)

Marburg[Bearbeiten]

Emmerich Berner mit den Farben von Hassia, Teutonia, Marcomannia und Alemannia Marburg (1843)
Marburger Studenten (1910)

Die Philipps-Universität wurde 1527 (siebzehn Jahre vor der Albertus-Universität) vom Landgrafen Philipp I. als erste protestantische Hochschule gegründet. Mit dem Landgrafen Moritz wurde sie calvinistisch. Konfessionell ausgerichtet blieb sie bis 1866; mit der preußischen Annexion Hessens wurde sie Königlich Preußische Universität.

Am 3. November 1817 verließ die Studentenschaft die Stadt und zog für kurze Zeit nach Gisselberg und Kassel. Die Allgemeine Burschenschaft konstituierte sich am 13. Januar 1818. Die Corps gehörten ihr als Kränzchen an.

  • Alemannia (1831–1832) grün-rot-gold
  • Alemannia (1841) schwarz-weiß-gold m. G. [91]
  • Buchonia (1844) blau-weiß-rot m. S.
  • Guestphalia I (1807-1834) grün-schwarz-weiß o. P., ab 1810 schwarz-grün-weiß o. P., bis 1819 grün-weiß-schwarz o. P.
  • Guestphalia III (1880-1895) grün-weiß-schwarz v. u., m. S. [92]
  • Hanovia (1823–1832) blau-weiß-grün m. S.
  • Hassia (1807–1846) schwarz-grün-rot m. G., seit 1822 grün-weiß-rot m. S. [93]
  • Lahnania I (1800–1806) hellblau-rot o. P.
  • Lahnania II (1826–1828) blau-weiß-rot m. S. [94]
  • Marcomannia I (1832/33) weiß-rot-gold m. G.
  • Markomannia II (1838) rot-weiß-gold m. G. [95]
  • Markomannia III (1843) orange-weiß-rot m. S. [96]
  • Rhenania I (1799–1818) grün-weiß-rot o. P., nach den Freiheitskriegen grün-rot-weiß o. P., seit 1820 blau-weiß-rot m. S.
  • Rhenania II (1823–1823) blau-weiß-rot m. S.
  • Rhenania III (1838) blau-weiß-rot
  • Rhenania IV (1847–1848) blau-weiß-rot
  • Schaumburgia (1831–1834) blau-rot-schwarz blau-rot-schwarz m. roter P.
  • Vandalia I (1831–1833) blau-weiß-gold m. G.
  • Vandalia II (1855–1860) dunkelrot-weiß-dunkelgrün m. S.

München[Bearbeiten]

Hauptartikel: Münchner Senioren-Convent

1472 von Herzog Ludwig IX. als erste Volluniversität des Herzogtums Bayern in Ingolstadt gegründet, kam die Hochschule bis 1773 unter bestimmenden Beeinflussung der Jesuiten. Maximilian I. Joseph modernisierte und verstaatlichte die Hochschule, die 1800 nach Landshut und 1826 nach München verlegt worden war. Seit 1802 heißt sie Ludwig-Maximilians-Universität . Die Polytechnische Schule wurde 1868 von Ludwig II. gegründet und hieß seit 1877 Königlich Bayerische Technische Hochschule, aus der die TU München hervorging.

  • Alemannia I (1827) weiß-grün-schwarz m. S. → Rhenania
  • Alemannia II (1845–1846) blau-gold-schwarz m. G. [97]
  • Helvetia (1827-1831) grün-rot-gold m. G.
  • Arminia I (aus Burschenschaft, 1827) königsblau-weiß-scharlachrot (nach Winkel rot-gold-schwarz m. G.)
  • Rhenania (1827–1828) blau-weiß-rot m. G.

Ofen (Buda)[Bearbeiten]

Kardinal Pázmány gründete 1635 die ungarische Universität für Theologie und Rechtswissenschaften in Nagyszombat. Die Medizinische Fakultät wurde 1769 von Maria Theresia eingerichtet und 1777 nach Buda, wenig später nach Pest verlegt. 1848 wurde die heutige Semmelweis-Universität verstaatlicht. Außer ihr waren (im 19. Jahrhundert) die Technische und Wirtschaftswissenschaftliche Universität und die Loránd-Eötvös-Universität die wichtigsten Hochschulen Budapests.

  • Franconia (1867–1933) rot-weiß-gold [98]

Prag[Bearbeiten]

Die 1348 vom Böhmens König Karl IV. gegründete Alma mater carolina war neben der Universität Neapel Federico II, der Universität Bologna und der Universität Florenz die älteste Universität im Heiligen Römischen Reich. 1654 vereinigte Kaiser Ferdinand III. das katholische Clementinum mit der Karls-Universität. Bis 1918 hieß sie fortan Karl-Ferdinands-Universität.

Seit 1784 nur deutschsprachig, wurde sie auf Drängen der Tschechen 1882 von Kaiser Franz Joseph I. in eine tschechische und eine deutsche Universität geteilt. Unter Verzicht auf den Namen des Habsburgischen Kaisers wurde die tschechische 1920 zur alleinigen Rechtsnachfolgerin der Karls-Universität erklärt. Die deutsche hielt am Namen Karl-Ferdinands-Universität fest. Die Technische Hochschule ging 1806 aus der 1718 gegründeten Ingenieurschule hervor und war die älteste deutsche TH.

  • Albia (1860–1938) blau-weiß-gold [99]
  • Cheruscia (1876–1882, Corps seit 1877) schwarz-gold-grün
  • Constantia (1868–1938) violett-weiß-schwarz [100]
  • Gothia II (1890–1898, Corps seit 1894) schwarz-weiß-gold
  • Moldavia II (1863–1864) schwarz-weiß-grün
  • Moldavia III (1875–1878, Corps seit 1876) violett-weiß-gold
  • Palaio-Austria (1889–1897) schwarz-gelb-weiß [101]
  • Rugia (1859–1867) schwarz-weiß-rot
  • Suevia II (1868–1938) grün-weiß-gold
  • Teutonia III (1861–1869) blau-gold-schwarz

Riga[Bearbeiten]

Rostock[Bearbeiten]

1419 von Mecklenburgs Herzögen Johann IV. und Albrecht V. und dem Rat der Hansestadt Rostock als erste Universität in Norddeutschland gegründet und seit 1433 Volluniversität, kam die Universität Rostock 1827 an das Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin. Das 1858 gegründete Deutsch-Philologische Seminar war das erste Institut für Germanistik in Deutschland.

  • Borussia (1882–1886) schwarz-weiß-schwarz m. S. [102]
  • Guestphalia (1844–1845) grün-weiß-schwarz
  • Hanseatia (1837–1849) weiß-rot-weiß m. S.
  • Obotritia I (1840–1844) weiß-blau-weiß m. S.
  • Obotritia II (1855–1857) weiß-blau-gold m. G.
  • Pomerania (1834–1836) hellblau-silber-hellblau m. S.
  • Rostochia (1812–1818) rot-gold o. P.
  • Saxonia I (1808–1811) dunkelblau-hellblau-weiß o. P.
  • Saxonia II ex Hansea (1882–1883) blau-weiß-rot v. u., m. S. [103]
  • Vandalia I (1808-1812) blutrot-gold o. P.
  • Vandalia II (1822) blau-rot m. G.

Tharandt[Bearbeiten]

Die Forstliche Hochschule Tharandt wurde 1811 gegründet. Seit 1904 eine Hochschule mit Habilitationsrecht, wurde sie 1929 der TH Dresden angegliedert.

  • Silvania I (1848-1851) grün-rot-weiß
  • Guestfalia (1848-1849) schwarz-weiß-grün
  • Corcordia (um 1848) Farben unbekannt
  • Hubertia (1869–1932) schwarz-gold-grün
  • Hercynia (1932–1935) grün-weiß-schwarz
  • Saxonia (1874–1932) grün-weiß-rot

Tübingen[Bearbeiten]

Corps der Alamannen (1825)

An der 1477 gegründeten Eberhard Karls Universität Tübingen wurde 1805 das erste Universitätsklinikum eingerichtet. Zu den vier klassischen Gründungsfakultäten kamen 1817 eine katholisch-theologische und eine staatswirtschaftliche Fakultät. 1863 erhielt die Universität die in Deutschland erste eigenständige naturwissenschaftliche Fakultät.

„Die Universität Tübingen war schon lange vor Gründung des Deutschen Reichs, ja ich darf wohl sagen, von ihrer Stiftung an, ein Bindeglied für alle Stämme des deutschen Volkes.“

Hermann Emil Kuenzer
  • Alemannia I (1820-1822) blau-rot
  • Alemannia II (1825–1826) blau-rot o. P. [104]
  • Alemannia III (1830-1833) grün-gelb-rot oder grün-rosa-gold m. G. [105]
  • Danubia (1820–1822) schwarz-weiß
  • Franconia I (1808-1811) grün-rosenrot-weiß
  • Guestphalia I (1831–1851) grün-weiß-schwarz m. S. [106]
  • Helvetia I (1811–1816) grün-gelb-rot
  • Helvetia II (1821-1822) blutrot-weiß
  • Hercynia (1818–1823) schwarz-grün-gold m. G.
  • Hohenlohia (1815-1821) schwarz-weiß-gelb [107]
  • Obersuevia (1808-1813) schwarz-weiß-rot [108]
  • Suevia I (1807-1811) schwarz-rot o. P.
  • Suevia II (1813-1826) schwarz-weiß-rot [109]
  • Teutonia (1814-1816) dunkelgrün-hellblau-weiß
  • Transsylvania (1856–1857) blau-rot-blau [110]
  • Ulma (um 1822) [111]
  • Ulmia (1861–1863) schwarz-weiß-gelb [112]
  • Vandalia (1835–1838) schwarz-blau-gold [113]
  • Württembergia (1815–1816) schwarz-weiß-gelb

Wien[Bearbeiten]

Hauptartikel: Österreichische Corps

Die Universität Wien von 1365 ist die älteste Universität im deutschen Sprachraum. Maria Theresia und Joseph II. drängten den Einfluss der Jesuiten zurück und verstaatlichten die Rudolphina. Gegen die folgenden Einschränkungen der Akademischen Freiheit richtete sich die Revolution von 1848. Leo von Thun-Hohenstein reformierte 1849 die Universität, die 1850 eine Evangelisch-Theologische Fakultät erhielt.

  • Amelungia (1877–1893, Corps seit 1879) blau-weiß-gold
  • Borussia (1872–1873) schwarz-weiß-schwarz
  • Cimbria (1870–1902, Corps seit 1876) schwarz-rot-gold auf schwarz, ab 1874 schwarz-grün-rot
  • Danubia (1860–1909, Corps seit 1876) schwarz-gold-blau , ab 1870 rot-weiß-gold auf blau , ab 1876 blau-weiß-rot
  • Frisia (1900) rosa-weiß-blau
  • Franconia (1868–1869) rot-weiß-gold
  • Herulia (1861–1862) blau-weiß-schwarz [114]
  • Teutonia (1858–1867, Corps seit 1860) blau-weiß-gold
  • Teutonia (1859–1867, Corps seit 1866) rot-weiß-blau

Würzburg[Bearbeiten]

Der Universitätsfechtboden in Würzburg

Die 1582 in der Gegenreformation neu gegründete Julius-Maximilians-Universität verlor ihren kirchlich-katholischen Charakter im frühen 19. Jahrhundert, als Würzburg an das Königreich Bayern kam.

Im Mai 1849 zog die Studentenschaft für acht Tage nach Wertheim aus.

  • Franconia occidentalis/Westfranken (1811–1813) apfelgrün-pfirsichrot m. G.
  • Germania (1803– um 1805) hellblau-weiß-gelb o. P. [115]
  • Guestphalia (um 1805-1808) grün-schwarz-weiß o. P.
  • Helvetia (1820–1824) scharlachrot-weiß-scharlachrot m. S.
  • Rhenania I (1805–1814) blau-weiß-rot o. P.
  • Rhenania II (1824–1828) blau-weiß-rot m. G. [116]

Zürich[Bearbeiten]

Corps Tigurinia I Zürich im Wintersemester 1862/63

Die Universität Zürich war 1833 die erste Universität Europas, die von einem demokratischen Staatswesen und nicht von der Kirche oder einem Landesfürsten gegründet wurde. Das Gleiche gilt für die am 16. Oktober 1855 gegründete Eidgenössische polytechnische Schule, an der die Schwarz-Helvetia beheimatet war.

  • Alamannia (1888–1898) blau-weiß-rot (behördlich verboten)
  • Allobrogia (1898–1926) gelb-weiß-hellblau (Ersatzverbindung für die verbotene Alamannia)
  • Helvetia I (1843–1847) rot-weiß
  • Helvetia II = Grün-Helvetia (1878–1885) grün-gold-rot m. G. [117]
  • Hilaria (1847–1849)
  • Jüdisches Corps Ivria (nur 1914) grün-schwarz-gold
  • Tauriscia (1834)
  • Tigurinia I (1850–1931) rot-weiß-blau
  • Schwarz-Helvetia (1861-1865) schwarz-weiß-rot [118]

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Fabricius, S. 10
  2. siehe Franconia II Erlangen
  3. 1865 Verbindung, 1867 Landsmannschaft, 1869 Aufnahme in den SC
  4. 1816 in Marchia und Pomerania aufgelöst
  5. Kartell mit Curonia Heidelberg, Berlin und Dorpat. Curonia nannte sich 1816–1817 Ruthenia mit schwarz-orange-weiß
  6. Zu den Stiftern gehörte Theodor Körner.
  7. von Neoborussia und Marchia gegen Silesia und Pomerania gegründet
  8. von Lusatia Leipzig gegründet
  9. von Pomerania und Silesia gegen Hanseatia gegründet
  10. Kartell mit Silesia, Saxonia Leipzig, Marchia Halle und Franconia Jena. Suspension bei Ausbruch des Deutschen Krieges. 1922 rekonstituiert unter Aufnahme des freien Corps Neoborussia.
  11. bestand schon in Frankfurt (Oder) als Pommersches Kränzchen, das nach Berlin übersiedelte.
  12. Soll nach den Nachrichten über die ersten 70 Semester des Corps Vandalia zu Berlin am 3. Juni 178(?) in Frankfurt (Oder) gegründet und 1811 (Frieden von Tilsit) nach Berlin überführt worden sein.
  13. Auf Hanseas Farben wurden drei Partien gefochten.
  14. Kösener Corpslisten 1996, Gesamtverzeichnis 1919–1996. Nürnberg-Fürth 1998, S. 40
  15. Nach dem II. Weltkrieg gründeten Franco-Marcomannia, Saxo-Borussia Freiberg und Montania Freiberg das Corps Saxo-Montania zu Freiberg und Dresden in Aachen
  16. Mit ihrem Kartellcorps Alemannia Hannover gründete Thuringia Dresden die Alemannia-Thuringia, die nach der sog. Wiedervereinigung nach Magdeburg verlegte.
  17. Albingia war ab 1953 in Aachen und ging 1996 in Marko-Guestphalia auf
  18. Kartell mit Bavaria Landshut
  19. Franconia I ging aus den Helmianern, diese aus dem Amicistenorden hervor.
  20. kam aus Altdorf, wurde 1821 von Franconia Würzburg rekonstituiert und stand mit ihr im Kartell
  21. Die AH traten 1894 zu Rhenania über.
  22. Marchia Erlangen entstand zur selben Zeit wie Onoldia und ging aus dem Studentenorden der „Schwarzen“ hervor. Durch Kabinettsorder aus Berlin am 9. Juli 1798 genehmigt, löste sie sich wegen Mitgliedermangels auf.
  23. siehe Friedrich von Bärensprung
  24. Rhenania Erlangen wurde von Heidelberger Rhenanen und anderen Corpsstudenten gegründet und stand im Kartell mit Rhenania Heidelberg und Rhenania Bonn.
  25. Frisia war seit 1921 Corps; die verbliebenen Mitglieder gingen 1951 zu Frisia Braunschweig
  26. Hassia ging noch 1949 im Corps Austria Frankfurt am Main auf.
  27. Moenania war 1922–1930 Corps und ging 1934 in der Frankfurt-Leipziger Burschenschaft Arminia auf. H. de Rouet: 150 Jahre Frankfurt-Leipziger Burschenschaft Arminia. Frankfurt 2010, S. 165
  28. Normannia fusionierte 1927 mit der Burschenschaft Teutonia.
  29. Marchia war seit 1802 Corps; Angehörige gründeten 1810 Marchia Berlin
  30. Von 1822 bis Mai 1827 suspendiert, löste sich der Bund auf, weil alle Mitglieder relegiert worden waren.
  31. Kartell mit Helvetia Heidelberg
  32. Die als Studentenorden gestiftete Constantia wurde später Landsmannschaft.
  33. Fritz Groos: Die erste und zweite Franconia zu Gießen (1788–1795 und 1801–1814) im Spiegel des politischen und studentengeschichtlichen Zeitgeschehens. Einst und Jetzt 7 (1962), S. 49-73
  34. von ausgetretenen Teutonen gegründet
  35. nachweisbarer Bestand 1802, 1806/07–1808, 1809, 1816, 1818, 1822 und 1825
  36. Hassia I vereinigte sich mit Marcomannia II. Siehe Hassia
  37. Marcomannia führte eine Sonderexistenz und hatte wenig Fühlung mit den anderen Corps.
  38. Hilfscorps für Hassia
  39. wurde 1832 von ehemaligen Burschenschaftern als Waffenverbindung gegründet
  40. 1848–1850 Rhenano-Nassovia mit hellblau-weiß-orange auf Silber
  41. Frisia V entstand durch Umwandlung der Ende der 1830er Jahre aus einer Kneipgesellschaft entsprungenen Landsmannschaft in ein Corps. Sie änderte am 28. Februar 1848 ihren Namen in „Lunaburgia“ und ihre Farben in rot-blau-weiß m. S.
  42. durch Reformation der seit dem Semisaeculum 1787 bestehenden Landsmannschaft Westphalia; vgl. Deneke: Die Westphälische Landsmannschaft 1787 bis 1812. Göttingen 1935.
  43. Franz Stadtmüller (Hg.): Geschichte des Corps Hannovera zu Göttingen 1809–1959. Göttingen 1963, S. 153–160
  44. Fritz Groos: Die Corpsliste der Hassia Göttingen, in: Einst und Jetzt 17 (1972), S. 218–219
  45. Ludwig Hassenpflug war Göttinger Hesse.
  46. Oldenburgia vereinigte sich mit Frisia.
  47. Herbert Kater: Die Verdensia zu Göttingen (1860–1880) (schwarze Verbindung vom 8. 3. 1860 bis 1864, Landsmannschaft von 1864 bis 1. 8. 1876, Corps vom 1. 8. 1876 bis 17. 10. 1880). Einst und Jetzt 13 (1968), S. 99–107
  48. a b c von ausgetretenen Pommern gegründet
  49. Sueco-Pomerania vereinigte sich wieder mit Pomerania, als Schwedisch-Pommern an Preußen kam.
  50. Askano-Thuringia entstand durch Namensänderung der Thuringia bei Austritt der anhaltischen Landesangehörigen.
  51. Cheruscia entstand aus dem Kränzchen der Naumburger.
  52. Franconia entstand aus dem Kränzchen Lapponia
  53. Das Corps Sileso-Borussia zu Halle. Einst und Jetzt 7 (1962), 183–189 (Schriftleitung)
  54. Durch kgl. Kabinettsorder aufgelöst, bestand Teutonia heimlich bis WS 1817/18 fort.
  55. Teutonia II ging am 10. Dezember 1949 im neu gegründeten Corps Saxonia Frankfurt am Main (heute in Konstanz) auf.
  56. Kösener Korps-Listen 1910, 139, 9; 140, 233; 120, 314; 145, 194
  57. Heinrich Hoffmann (Struwwelpeter) schlug in seinen drei Aktivensemestern zehn Partien auf Alemannias Farben
  58. Kartell mit Curonia Berlin
  59. Franz Stadtmüller (Hg.): Geschichte des Corps Hannovera zu Göttingen 1809–1959, Göttingen 1963, S. 41–49
  60. Heinrich F. Curschmann: Blaubuch des Corps Hannovera zu Göttingen, Bd. 1: 1809–1899 Göttingen 2002, S. 264–276
  61. 12 Mitglieder bekannt
  62. siehe Georg Heinrich von Bezzenberger und Friedrich Gustav Habel
  63. 5 Mitglieder bekannt
  64. 1816 mit Niederrheinern zu Rhenania verschmolzen
  65. 1816 mit Oberrheinern zu Rhenania verschmolzen
  66. von Göttinger Vandalen gegründet
  67. 1913 Namensänderung in Chattia, Tradition bei Rhaetia
  68. aus Landsmannschaft Nasonia, Namensänderung in Saxonia
  69. a b Namensänderung in Thuringia
  70. Altenburgia II vereinigte sich mit Saxonia und nahm deren Namen an.
  71. gestiftet von Göttinger und Heidelberger Curonen
  72. nicht im SC
  73. vereinigte sich mit Curonia
  74. bestand unter vielen Suspensionen bis zur Gründung der Burschenschaft
  75. Gothania entstand aus einer nicht konstituierten Landsmannschaft Gothania, änderte ihren Namen in Thuringia.
  76. Saxonia I entstand durch Namensänderung von Altenburgia II, deren Stiftungstag sie weiterführte
  77. Teutonia entstand aus der im WS 1825/26 aus der Burschenschaft ausgetretenen Verbindung Amicitia
  78. gestiftet durch Weimarer und Eisenacher. 1808 nahm Gothania, 1812 Altenburgia III den Namen Thuringia an
  79. Vandalia I trug als Uniform Rot mit schwarzen Aufschlägen und Goldstickerei, woher die Burschenschaftsfarben und das schwarz-rot-goldene Reichsbanner stammen. Uniform der Schillschen Jäger.
  80. entstand aus der am 25. Februar 1827 aus der Burschenschaft ausgeschiedenen Verbindung Constantia der Mecklenburger
  81. nach Winkel 1836–1837, entstanden durch ausgetretene Burschenschafter
  82. Am 31. August 1833 vereinigten sich die Corps Holsatia und Slesvicia zur Slesvico-Holsatia. Ihre Alten Herren und ihre Konstitution wurden von der 1855 erneuerten Holsatia übernommen.
  83. Die Silber-Litthauer im Sommersemester 1865: Biegon v. Chudnochowsky (xxx) (x), Graf Mortimer v. Schlippenbach xx fr. Saxoniae Göttingen (x), Karl Krause (xx) [sp. x], Fedor v. Popow [sp. xxx], O. Barrinsky, Georg Goltz (xxx) x, Niebios, Franz Richelot CK [sp. x], Edwin Kittmann [sp. xx,x] sp. Marchiae Berlin, Ernst v. Saucken sp. Saxo-Borussiae, N.N., Julius Voigt (xx) (x) fr. Thuringiae Jena, Otto Echternach, Oskar Moeller (xxx) (xx) (x), Franz Nitschmann xxx sp. Baltiae, Paul Richter (x) (xx) fr. Marchiae Berlin, Fritz Maurach.
  84. Paulgerhard Gladen: Die Kösener und Weinheimer Corps: ihre Darstellung in Einzelchroniken. S. 77, 1. Aufl., WJK-Verlag, Hilden 2007. Die Verbindung nannte sich seit 1887 Germania, erst im letzten Jahr Hansea. Die Germania besteht noch heute.
  85. Einzelne Austrianer beteiligten sich an der Gründung des Corps Saxonia Leipzig.
  86. a b siehe Corps Thuringia Leipzig
  87. Ein Mitglied war Julius Goerdeler (1865). Guestphalia nannte sich während einer behördlichen Suspension von 1887 bis 1888 „Frisia“ mit weiß-grün-weiß und Silberperkussion. Kartell mit Friso-Luneburgia Göttingen, befreundet mit Guestphalia Bonn
  88. a b Von ehemaligen Burschenschaftern gegründet
  89. führte seit 1813 den Zirkel von Misnia I
  90. das Corps löste sich von der Landsmannschaft Plavia ab. Siehe Robert Paschke: Das Corps Plavia Leipzig. Einst und Jetzt, Sonderband 1960, S. 41-46
  91. Als der Marburger SC den Sohn einer Tellerwäscherin als Fuchsen der Teutonia ablehnte, verließ Teutonia den SC und gründete als Ersatzcorps und Gegen-SC Alemannia. Der Marburger SC lenkte ein und Alemannia wurde wieder Teutonia.
  92. wurde am 8. Dezember 1878 als Landsmannschaft gegründet, aufgelöst zur Rekonstitution der Guestphalia II von 1840
  93. 1837 bildete sich aus ihr Marcomannia II von kurzer Dauer. Der Rest von Hassia beteiligte sich an der Gründung der Hasso-Nassovia. Am 20. August 1843 wandelte sich die am 7. Februar 1843 gegründete Marcomannia in Hassia um unter Annahme der Hessenfarben mit dem neuen Zirkel.
  94. soll aus der (alten) Rhenania entstanden sein
  95. entstand aus Hassia
  96. Markomannia III wurde von ausgetretenen Teutonen und Hessen-Nassauern gegründet und änderte den Namen in Hassia.
  97. gegründet von früheren Schwaben, ging in Isaria auf
  98. Franconia war seit 1874 Corps und gehörte zum Wiener Senioren-Convent der legitimistischen Corps.
  99. Corps von 1877–1882; 1951 Fusion mit Constantia zur Burschenschaft Sudetia München
  100. Corps von 1877–1882; 1951 Fusion mit Albia zur Burschenschaft Sudetia München
  101. Jürgen Herrlein: Palaio-Austria – ein vergessenes Prager Corps. Einst und Jetzt 55 (2010), S. 454-457
  102. Am 16. November 1907 zu Vandalia übergetreten mit Silberperkussion
  103. Die Alten Herren traten am 28. September 1907 zu Vandalia über.
  104. Mitglieder beteiligten sich 1827 an der Stiftung der Rhenania
  105. Alemannia III kam im Mai 1833 in Verruf und löste sich auf.
  106. Guestphalia I ging aus einer Verbindung Concordia hervor, die 1829 entstanden war. Bestand 1839 als einziges Tübinger Corps.
  107. Am 16. Februar 1821 wandelte sich diese landsmannschaftliche Verbindung auf Veranlassung der Suevia in das Corps Franconia um.
  108. Obersuevia spaltete sich aus Suevia I ab
  109. Abzweigung der Obersuevia; Fortsetzung der am 17. März 1808 gestifteten Niedersuevia; „Großmutter“ von Rhenania Tübingen
  110. Transsylvania war das Corps der Siebenbürger Sachsen, wurde vom Senat aufgelöst.
  111. Ulma entwickelte sich aus der Danubia
  112. Ulmia ging aus einer 1841 gestifteten Landsmannschaft hervor
  113. Die letzten Mitglieder traten 1838 zu Rhenania über.
  114. Walter Rabe: Das Wiener Corps Herulia 1861/62. Einst und Jetzt, Bd. 26 (1981), S. 89-109
  115. Franconia soll aus ihr entstanden sein
  116. Fritz Nachreiner: Die beiden Würzburger Rhenanencorps von 1805 und 1824. Einst und Jetzt 7 (1962), S. 169–180
  117. Als Verbindung am 15. Februar 1850 gegründet. Als Corps nach 1878 befreundet mit Rhenania Freiburg, Rhenania Bern und Suevia Straßburg. Nach Suspension zahlreiche Übertritte zu Tigurinia I.
  118. Hans Schüler: Weinheimer S.C.-Chronik, Darmstadt 1927

Literatur[Bearbeiten]

  • Kösener Korps-Listen 1798–1910 (Karl Rügemer)
  • Kösener Corpslisten 1930 (Otto Gerlach), S. XIV–XVII
  • Wilhelm Fabricius: Geschichte und Chronik des Kösener SC-Verbandes. Nach den Akten von Dr. W. Fabricius. G. Elwert´sche Universitätsbuchhandlung, Marburg 1907
  • Spulak von Bahnwehr: Geschichte der aus den Jahren 1859–1884 stammenden Wiener Couleurs, Wien 1914
  • Alfred Wieser: Die deutschen Corps in Österreich. Deutscher Corpsverlag, Innsbruck 1919
  • Alfred Wieser: Kösener Vademecum. Verlag Wagner, Innsbruck 1921
  • Fritz Ranzi: Übersicht über die bestehenden und suspendierten Kösener und vorkösener Corps in Österreich. Einst und Jetzt 5 (1960), S. 114-117
  • Kurt Meyer: Die farbentragenden Korporationen an der Berliner Universität von 1810–1870. Einst und Jetzt 6 (1961), S. 130-140
  • Gustav Gotthilf Winkel: Kösener SC-Kalender. Taschenbuch für den deutschen Corpsstudenten, 26. Ausgabe. Roßberg´sche Verlagsbuchhandlung, Leipzig 1920

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Former German Student Corps – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien