Erlosen

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Erlosen
Höhe 811 m ü. M.
Lage Kanton Luzern
Kanton Aargau
Dominanz 6,25 km → Stierenberg
Schartenhöhe 141 m ↓ Rickenbach
Koordinaten 659373 / 227680Koordinaten: 47° 11′ 51″ N, 8° 13′ 20″ O; CH1903: 659373 / 227680
Erlosen (Kanton Aargau)
Erlosen
Einschnitt im Eigentobel durch die Molasse nordöstlich von Römerswil

Einschnitt im Eigentobel durch die Molasse nordöstlich von Römerswil

Der Erlosen (im Mittelalter noch "die Erlosen", auch nur "Erlose" für ungepflügt) ist Teil eines Hügelzuges im Kanton Luzern und Kanton Aargau in der Schweiz. Der Bergrücken liegt westlich des Baldegger- und Hallwilersees und zieht sich von Rain LU und Hildisrieden über Römerswil bis zu seinem höchsten Punkt (811 m) oberhalb von Herlisberg, von wo er fast bis Beinwil am See absinkt. Er schliesst das Luzerner Seetal im Westen ab, während der Lindenberg die östliche Grenze bildet.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der etwa 16 Kilometer lange und 5 Kilometer breite Hügelzug ist vorwiegend aus Molassesandstein aufgebaut, welcher in der Riss-Eiszeit geformt wurde. In der Würm-Eiszeit ist er mit Kiesbänken aus dem Reussgletscher überdeckt worden, die heute von vielen kleinen meist bis auf die Molasse reichenden Bachtälchen wie dem Sagenbach, Eigentobel und anderen durchschnitten werden. Der Hügelzug speist mit diesen vielen kleinen Bächen sowohl Sempacher- wie auch Baldeggersee.

Wirtschaftliche Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da der Erlosen das Seetal vom Suhrental trennt, ist insbesondere die Strasse zwischen Hochdorf, Hildisrieden und der A2 Autobahneinfahrt "Sempach" von grosser Bedeutung für den Verkehr.

Ebenfalls wirtschaftliche Bedeutung hat der Hügelzug für die Zement- und Betonindustrie, die aus mehreren Kiesgruben Gestein beziehen. Wegen seines Panoramas (Säntis bis Napf) ist der Erlosen ein beliebtes Erholungsgebiet für Biker und Wanderer.

Panoramabild: Blick von Hämikon auf den Erlosen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • J. Egli, Der Erlosenwald, 1963
  • J. Bühlmann, «Die Einsiedelei E.», in Seetaler Brattig 14, 1992, 41–45

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]