Ermenonville (Oise)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ermenonville
Wappen von Ermenonville
Ermenonville (Frankreich)
Ermenonville
Region Picardie
Département Oise
Arrondissement Senlis
Kanton Nanteuil-le-Haudouin
Gemeindeverband Pays de Valois
Koordinaten 49° 8′ N, 2° 42′ OKoordinaten: 49° 8′ N, 2° 42′ O
Höhe 71–122 m
Fläche 16,49 km²
Einwohner 1.001 (1. Jan. 2013)
Bevölkerungsdichte 61 Einw./km²
Postleitzahl 60950
INSEE-Code
Website http://www.ermenonville.fr/

Rathaus Ermenonville

Ermenonville ist eine französische Gemeinde mit 1001 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013) im Département Oise in der Region Picardie 45 km nordöstlich von Paris.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2009 2011
Einwohner 493 528 604 778 782 830 949 979

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der bekannte Landschaftspark von Ermenonville wurde zwischen 1766 und 1776 durch den Marquis René Louis Girardin geschaffen. In Erinnerung an Jean-Jacques Rousseau, der hier die letzten sechs Wochen seines Lebens verbrachte und zunächst auf einer Insel innerhalb des Parkes beigesetzt wurde,[1] trägt er den Namen Parc Jean-Jacques-Rousseau. Er ist seit 1939 ein Monument historique[2].
  • Das Schloss Ermenonville (Château d'Ermenonville), Monument historique seit 1930[3], ist als Wasserschloss im klassizistischen Stil erbaut. Es schließt mit seinen beiden Seitenflügeln einen Ehrenhof ein, der sich zum Parc Jean-Jacques-Rousseau hin öffnet.
  • Die Kirche Saint-Martin, ebenfalls Monument historique (seit 1914)[4], geht zurück auf einen Kirchenbau aus dem 12. Jahrhundert, von dem aber nur wenig erhalten ist. Im Wesentlichen wurde die heutige Kirche zwischen 1534 und 1540 erbaut.

Flugzeugabsturz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannt wurde Ermenonville, als am 3. März 1974 der Turkish-Airlines-Flug 981 auf dem Weg von Paris nach London im Wald bei Ermenoville abstürzte. Alle 346 Insassen kamen dabei ums Leben. Es war bis dahin das schlimmste Flugzeugunglück in der Geschichte der Luftfahrt.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ermenonville (Oise) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vgl. Hans Brockard: Rousseaus Leben, in: Ders. (Hg.): Jean Jacques Rousseau: Gesellschaftsvertrag, Reclams Universal-Bibliothek, ergänzte Ausgabe von 2003, 2008, S. 177–202 (S. 201).
  2. Monuments historiques: Ermenoville, Parc J.J. Rousseau
  3. Monuments historiques: Ermenoville, Chateau
  4. Monuments historiques: Ermenoville, Église
  5. [1] Bericht über den Flugzeugabsturz bei Ermenonville auf zehn.de