Ernährungsstörung

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Mit dem Begriff Ernährungsstörung werden verschiedene Krankheiten zusammengefasst, die im weitesten Sinne mit einer Störung der Nahrungsaufnahme verbunden sind.

Man kann sie in psychische und physische Ernährungsstörungen einteilen.

Psychische Ernährungsstörungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den psychischen Ernährungsstörungen gehören Krankheiten, bei denen die Aufnahme der Nahrung zwar physiologisch möglich, aber nicht gewollt ist.

Hierzu zählt unter anderem die Magersucht, die Bulimie, aber auch Essanfälle, die zu Adipositas führen. Meistens sind Frauen von psychischen Ernährungsstörungen betroffen.

Physische Ernährungsstörungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hierzu gehören Störungen bei der Nahrungsaufnahme und -verwertung. Neben der Malabsorption (z. B. Fruktosemalabsorption) (keine bis schlechte Aufnahme der Nährstoffe) zählen verschiedene Enzymdefekte zu diesem Typ von Krankheit. So z. B. die Lactoseintoleranz, die hereditäre Fruktoseintoleranz oder auch die Phenylketonurie.

Bei entzündlichen Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, etwa der Colitis ulcerosa, dem Morbus Crohn oder der Zöliakie, kommt es oft zu selektiven Resorptionsstörungen, im Vordergrund steht hier dann der Calciumverlust, der zu einer sekundären Osteoporose führt.

Häufig kommen bei älteren Leuten Ernährungsstörungen vor, die einerseits durch wenig empfundenes Hungergefühl und häufiger noch durch schlecht sitzende Zahnprothesen bedingt sind. Diese Leute können innerhalb unserer Wohlstandsgesellschaft verhungern, weil sie kaum mehr Interesse daran haben, etwas zu essen.