Erna Eifler

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Erna Eifler (* 31. August 1908; † 8. April oder 7. Juni 1944 in Ravensbrück) war eine deutsche Widerstandskämpferin gegen den Faschismus.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erna Eiflers Beruf war Stenotypistin. Sie war Mitglied der KPD, in deren Untergrundabteilung zur Betriebsberichterstattung (BB-Apparat) übernahm sie die Aufgaben von Luise Kraushaar als Sekretärin und Chiffriererin für Wilhelm Bahnik.

Zusammen mit dem Chemiker Walter Caro gelang ihr Anfang 1935 die Flucht in die Sowjetunion.

Im Mai 1942 kehrte sie per Fallschirm zusammen mit Wilhelm Fellendorf nach Deutschland zurück. Die beiden erreichten Hamburg erst im Oktober 1942 und hatten dort Kontakt zur Familie Priess. Am 15. Oktober 1942 wurde sie verhaftet.

Während der Untersuchungshaft im Berliner Polizeipräsidium am Alexanderplatz teilte sie eine Zeitlang eine Zelle mit Gertrud Neuhof.

Erna Eifler wurde im Frauenkonzentrationslager Ravensbrück am 8. April oder 7. Juni 1944 erschossen.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans-Rainer Sandvoß: Die „andere“ Reichshauptstadt: Widerstand aus der Arbeiterbewegung in Berlin von 1933 bis 1945. Lukas-Verlag: Berlin 2007; Seite 402/410; ISBN 978-3-936872-94-1
  • Regina Griebel, Marlies Coburger, Heinrich Scheel (Hrsg.): Erfasst? Das Gestapo-Album zur Roten Kapelle. Eine Fotodokumentation. Halle 1992, ISBN 3883840440; Seite 222f
  • Gert Rosiejka: Die Rote Kapelle. „Landesverrat“ als antifaschistischer Widerstand – mit einer Einführung von Heinrich Scheel. ergebnisse-Verlag: Hamburg 1986, ISBN 3-925622-16-0
  • Gilles Perrault: L'Orchestre Rouge (div. Auflagen und Ausgaben)
  • Leopold Trepper: Die Wahrheit. Autobiographie (div. Auflagen und Ausgaben)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Toten der Roten Kapelle (Memento vom 30. Juni 2009 im Internet Archive) in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand