Ernest Hemingway

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Hemingways Passfoto, 1923
Signatur

Ernest Miller Hemingway, [ˈɜːnɪst ˈmɪlə ˈhɛmɪŋwɛɪ] (BrE) oder [ˈɜrnɪst ˈmɪɫəʳ ˈhɛmɪŋweɪ] (AmE), (* 21. Juli 1899 in Oak Park, Illinois; † 2. Juli 1961 in Ketchum, Idaho) war einer der erfolgreichsten und bekanntesten US-amerikanischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. 1953 erhielt er den Pulitzer-Preis für seine Novelle Der alte Mann und das Meer und 1954 den Literaturnobelpreis.

Hemingway betätigte sich nicht nur als Schriftsteller, sondern war auch Reporter und Kriegsberichterstatter, zugleich Abenteurer, Hochseefischer und Großwildjäger, was sich in seinem Werk niederschlägt.[1] Von 1921 bis 1927 war er in Paris für den Toronto Star und andere Magazine als Korrespondent tätig. In dieser Zeit lernte er auch weitere wichtige Vertreter der Moderne kennen, wie etwa Gertrude Stein, James Joyce, Ezra Pound, T. S. Eliot und F. Scott Fitzgerald. Mit letzterem verband Hemingway eine sehr enge Freundschaft.

Hemingway verlieh dem Lebensüberdruss der verlorenen Generation einen Ausdruck. Unter dem Vorbild von Mark Twain und Gertrude Stein entwickelte er einen modernen Klassizismus,[2] dessen Markenzeichen eine besondere Kargheit des Stils ist. Hemingways Erzählverhalten ist lapidar. Er selbst begründete seinen Stil mit der sogenannten Eisberg-Theorie.

Ernest Hemingway ist Autor einer großen Reihe an Klassikern der modernen amerikanischen Literatur. Dazu zählen etwa die Romane Fiesta, In einem andern Land und Wem die Stunde schlägt, die Novelle Der alte Mann und das Meer und Kurzgeschichten wie Das Ende von Etwas, Katze im Regen, Ein sauberes, gut beleuchtetes Café oder Schnee auf dem Kilimandscharo. Hemingway schrieb auch Non-fiction-Bücher, darunter den Jagdbericht Die grünen Hügel Afrikas, einen Essay über den Stierkampf (Tod am Nachmittag) oder Paris – Ein Fest fürs Leben, eine Erinnerung an seine Zeit in Paris, die 1964 postum erschien.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geburtshaus in Oak Park
Familie Hemingway (1905; rechts Ernest)

Die Familie Hemingway gehörte zu den Honoratioren der Stadt Oak Park. Hemingways Großvater Anson T. Hemingway, ein dekorierter Veteran des Sezessionskrieges, hatte es als Immobilienmakler in Chicago zu Wohlstand gebracht und war nach Oak Park gezogen. Hemingways Vater, Clarence Edmonds Hemingway, war Landarzt, seine Mutter, Grace Hall Hemingway, Tochter des wohlhabenden Messergroßhändlers Ernest Miller Hall aus Sheffield in England, Opernsängerin. Vorfahren mütterlicherseits waren die berühmten Musiker und Komponisten Edward Miller (Ururgroßvater) und William Edward Miller (Urgroßvater).

Dr. Clarence Hemingway hatte am Oberlin and Rush Medical College studiert und führte eine angesehene Praxis als praktischer Arzt und Geburtshelfer. 1911 wurde er zum Präsidenten der Medizinischen Gesellschaft von Oak Park gewählt.[3]

Von 1913 bis 1917 besuchte Ernest Hemingway die Oak Park Highschool. Als Achtzehnjähriger begann er 1917 seine Laufbahn als Lokalreporter beim „Kansas City Star“ in Kansas City.[4]

Im Ersten Weltkrieg meldete sich Hemingway im Frühjahr 1918 freiwillig als Fahrer des Roten Kreuzes und kam an die italienische Front.[5] Am 8. Juli wurde der 18-jährige Hemingway während der zweiten Piaveschlacht in Fossalta di Piave (Venetien) durch eine Granate schwer verwundet und nach fünftägigem Aufenthalt im Feldlazarett, wo man ihm Stahlsplitter aus einem Bein herausoperierte, in ein Krankenhaus in Mailand verlegt.[6] Hier lag er drei weitere Monate und verliebte sich unglücklich in die Krankenschwester Agnes von Kurowsky, eine Amerikanerin aus Washington, D.C. Seine Liebe und die Fronterlebnisse verarbeitete er 1929 in seinem Roman In einem andern Land. 1919 kehrte er nach Oak Park zurück und verbrachte die Zeit von Juli bis Dezember in Michigan. Anschließend ging er nach Toronto, wo er Reporter beim „Toronto Star“ wurde und ab Herbst 1920 Polizeireporter in Chicago.[7]

Ernest Hemingway am Walloon Lake, Michigan, 1916

Am 3. September 1921 heiratete er Hadley Richardson, die er in Chicago kennengelernt hatte, und zog mit ihr im Dezember 1921 nach Paris, wo er als Auslandskorrespondent des „Toronto Star“ zu arbeiten begann.[8] In Paris verschrieb er sich der Schriftstellerei, wobei er die Bekanntschaft anderer dort lebender Amerikaner, unter anderem F. Scott Fitzgerald, Gertrude Stein und Ezra Pound, machte. Stein prägte in dieser Zeit den Begriff der „Lost Generation“. Wie er entstand, beschreibt Hemingway rückblickend in seinem Roman A Moveable Feast (Paris – Ein Fest fürs Leben). Stein und Pound lehrten ihn die Kunst des Weglassens und sahen seine Texte durch. Hemingway revanchierte sich, indem er Steins Arbeiten korrigierte und Pound das Boxen lehrte. Im Jahr 1923 wurden Stein und ihre Lebensgefährtin Alice B. Toklas Patinnen seines erstgeborenen Sohns John. Die Freundschaft mit Stein zerbrach 1926.[9] Hemingway, Hadley und ihr Sohn verbrachten zwei Winter (1924/25 und 1925/26) in Schruns im österreichischen Montafon, dort schrieb er an seinem Roman Fiesta und an Kurzgeschichten. Am 25. Dezember 1925 kam Pauline Pfeiffer zu Besuch im Montafon, eine vermögende Moderedakteurin und Mannequin. Sie blieb mehrere Monate; eine Affäre mit Hemingway begann.[10]

Im Jahr 1927 ließ er sich von Hadley scheiden und heiratete Pauline nach katholischem Ritus. Im gleichen Jahr gelang ihm mit Fiesta der Durchbruch, was unter anderem seinem damals modischen, schnörkellos-knappen, simplifizierten Stil zuzuschreiben war. Hemingway übernahm diesen Stil von Sherwood Anderson, Ford Madox Ford und Gertrude Stein; er ist durch kurze Aussagesätze gekennzeichnet. Er begründete seine ökonomische Schreibweise später durch einen eigenen poetologischen Ansatz, das sogenannte Eisbergmodell.

Finca La Vigía auf Kuba

Ab 1928 lebte er für einige Jahre in Key West. In seinem damaligen Wohnhaus ist jetzt ein Hemingway-Museum untergebracht. Das Gleiche gilt für seine Finca La Vigía in San Francisco de Paula südöstlich von Havanna (später eingemeindet). Dort zog Hemingway 1939 mit seiner dritten Frau, der Journalistin Martha Gellhorn, ein. Seine vierte Frau Mary Welsh schenkte das Haus nach seinem Tod dem kubanischen Staat.

1933 reiste Hemingway, der früh jagen und angeln gelernt hatte und das Leben in der Natur liebte, zu einer Großwildsafari nach Kenia. Die Safari wurde geleitet von den Großwildjägern Baron Bror von Blixen-Finecke, dem Ehemann von Karen Blixen, und Philip Percival. Es gilt als gesichert, dass Blixen-Finecke und Philip Percival gemeinsam die Vorlage für die Figur des Robert Wilson, des weißen Jägers in der Kurzgeschichte Das kurze glückliche Leben von Francis Macomber bildeten. Blixen-Finecke war mehr der Charakter, Philip das Äußere. Philip war es auch, der Hemingway die Geschichte eines Nachts am Feuer erzählt hatte.

1934 kaufte Hemingway ein 12 Meter langes Fischerboot, das er Pilar nannte, und unternahm Segeltörns in der Karibik.[11] 1935 besuchte er erstmals Bimini, eine Inselgruppe der Bahamas, wo er viel Zeit verbrachte.[12]

Kriegsreporter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Joris Ivens (links) mit Ernest Hemingway (Mitte) und Ludwig Renn 1937 während des Spanischen Bürgerkriegs

Hemingway blieb auch nach dem Ersten Weltkrieg als Reporter tätig. So berichtete er zum Beispiel als Reporter im Griechisch-Türkischen Krieg, aus Deutschland von der Ruhrbesetzung, sowie vom Spanischen Bürgerkrieg. Während des Aufenthaltes in Spanien entstand unter dem Eindruck eines Aufenthaltes in Ronda Tod am Nachmittag, ein historisches Sachbuch über die Kunst des Stierkampfs. Am Zweiten Weltkrieg nahm er als Kriegsberichterstatter teil. Zeitweilig wechselte er auf die Seite der Aktiven und führte in einer umstrittenen Rolle als Kommandeur oder Berater eine kleine Gruppe von Widerstandskämpfern in Rambouillet.[13] Im August 1944 erlebte er die Befreiung von Paris mit.

Hemingway behauptet in einem posthum veröffentlichten Brief, er habe in beiden Weltkriegen 122 deutsche Soldaten getötet.[14] An einer anderen Briefstelle gibt er vor, einen Kriegsgefangenen mit mehreren Schüssen getötet zu haben. Aufgrund der Gerüchte über Kriegsverbrechen fand eine Befragung Hemingways durch eine Kommission statt, die ihn jedoch entlastete. Auch ein Gutachten der Universität Hamburg von 2008 kommt zu dem Ergebnis, es handle sich bei den einschlägigen Briefpassagen um „fiktionale“ Aussagen.[15] Dennoch hatten die Briefe Hemingways vor Vorliegen des Gutachtens Anlass zu Diskussionen gegeben: Die Stadt Triberg im Schwarzwald setzte nach öffentlichem Druck 2002 das geplante Festival „Hemingway Days“ ab.[16] In Schruns im Montafon gab es vorübergehend Proteste gegen die Errichtung eines Hemingway-Denkmals.

Nobelpreisträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hemingways Schreibtisch in Key West

Während eines Venedig-Aufenthaltes im Dezember 1948 lernte Hemingway die damals 18-jährige Adriana Ivancich kennen. Er verliebte sich in das junge Mädchen, das ihn zu dem Roman Über den Fluss und in die Wälder inspirierte. Die platonische Liebesgeschichte, die von einem ausgiebigen Briefwechsel begleitet war und die Ehe des Schriftstellers ernsthaft belastete, dauerte bis 1955.[17]

Am 28. Oktober 1953 erhielt Hemingway den Pulitzer-Preis und 1954 den Literaturnobelpreis, was maßgeblich durch die Neubewertung seines bisherigen Werkes, infolge der Veröffentlichung von Der alte Mann und das Meer geschah. Die Novelle spielt in Hemingways Wahlheimat Kuba. Auf Kuba wird Hemingway heute noch verehrt: Es gibt Museen, Literaturfestivals und Münzen, die dem Nobelpreisträger gewidmet sind.[18]

1954 hielt sich Hemingway in Uganda auf. Dort überlebte er zwei Flugzeugabstürze an aufeinanderfolgenden Tagen.

Die Jagd, Hochseefischen, Boxen und vor allem der Stierkampf faszinierten ihn, was sich auch in seinem Gesamtwerk widerspiegelt. Seine literarischen Helden sind typische Beispiele der „Lost generation“ (Gertrude Stein); sie versuchen, ihr Leben zu meistern, und ertragen ihr Schicksal mit Fassung, was Hemingways knapper Schreibstil besonders betont.

Politische Position[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter den Biographen Hemingways wurde die Frage seiner politischen Positionierung kontrovers diskutiert. Den einen gilt er als „bewusst unpolitischer“ Autor,[19] die anderen ordnen ihn klar dem linken Lager zu. [20]

1936 ließ Hemingway sich zwar in das Präsidium des antifaschistischen „Kongresses der Schriftsteller zur Verteidigung der Kultur“ (Congrès international des écrivains pour la défense de la culture) in Paris wählen, der, wie erst später bekannt wurde, teilweise von Moskau finanziert wurde. Doch nahm er weder an dem Kongress, noch an den weiteren Arbeiten des Präsidiums teil.[21] In seinen Publikationen über den Spanischen Bürgerkrieg nahm er zwar Partei für die Kämpfer gegen die Truppen Francos, doch ließ er keinerlei Sympathie für linke Organisationen oder Dogmen erkennen.[22]

Im Zweiten Weltkrieg hat sich Hemingway Akten des amerikanischen Geheimdienstes OSS zufolge bereit erklärt, bei einer Reise nach China seine Erkenntnisse dem OSS weiterzugeben.[23] Doch nach dem Krieg unterstellte ihm das FBI, Kommunist zu sein oder zumindest mit den Kommunisten zu sympathisieren.[24] Der Washingtoner Resident des sowjetischen Geheimdienstes MGB verdächtigte Hemingway hingegen des Trotzkismus und berichtete 1948 nach Moskau, dieser habe „Attacken auf die Sowjetunion“ geführt.[25]

Krankheiten und Tod[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hemingway Memorial, Trail Creek Road nördlich von Sun Valley, Idaho

Depressionen und Alkoholkonsum begleiteten ihn die meiste Zeit seines Lebens. Manche Autoren schreiben Hemingway (und seinem Vater) das Krankheitsbild der bipolaren Störung zu.[26] Am 25. Juli 1960 verließen Hemingway und seine Frau Mary Kuba endgültig. Anschließend hielt er sich in Spanien auf, wo er ernsthaft krank wurde. Er erlebte einen andauernden Zustand von Depression und schwerer Erschöpfung. Im Oktober kehrte er in schlechter Verfassung aus Spanien zurück.

Schließlich wurde Hemingway in verschiedene Krankenhäuser eingewiesen. In der Mayo Clinic in Minnesota erhielt er Medikamente, aber auch Elektrokrampftherapie – allein im Dezember 1960 fünfzehn Anwendungen. Auch weitere Behandlungen mit Stromimpulsen bei einem zweiten Aufenthalt in der Mayo Clinic halfen ihm nicht.[27] Ende Juni 1961 wurde Hemingway aus dem Krankenhaus nach Hause entlassen. Am 30. Juni kam er in Ketchum an. Nur zwei Tage später, am frühen Morgen des 2. Juli 1961, beendete Hemingway sein Leben im Alter von 61 Jahren selbst. Er erschoss sich – wie bereits sein Vater im Dezember 1928.[28] Die hierbei verwendete Flinte hatte er bereits seit längerem als seine „glatte, braune Geliebte“ bezeichnet.[29] Das Grab von Hemingway befindet sich auf dem Ketchum Cemetery.[30]

Sein Buch Die Wahrheit im Morgenlicht (True at First Light) wurde 1999 posthum veröffentlicht. In ihm beschreibt Hemingway seine letzte Safari in Kenia, die er 1953 in Begleitung seiner vierten Frau Mary und seines Sohnes Patrick unternahm.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eltern
  • Vater: Clarence Hemingway (1871–1928)
  • Mutter: Grace Hall (1872–1951)
Geschwister
  • Marcelline Hemingway (1898–1963)
  • Ursula Hemingway (1902–1966)
  • Madelaine Hemingway (1904–1995)
  • Carol Hemingway (1911–2002)
  • Leicester Hemingway (1915–1982)

Nicht nur Ernest Hemingway beging Suizid, sondern auch drei der oben genannten Familienmitglieder – der Vater, die Schwester Ursula und der Bruder Leicester. 35 Jahre nach Ernest nahm sich als Fünfte seine Enkelin Margaux, Schauspielerin und Fotomodell, ebenfalls das Leben.

Ehen
  • 1. Ehe (∞ 3. September 1921): Elizabeth Hadley Richardson (1891–1979)
  • 2. Ehe (∞ 10. Mai 1927): Pauline Pfeiffer (1895–1951)
    • Patrick Hemingway (* 1928)
    • Gregory Hemingway (1931–2001), nach einer Geschlechtsanpassung Gloria Hemingway
  • 4. Ehe (∞ 14. März 1946): Mary Welsh (1908–1986)

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Romane und Kurzgeschichtensammlungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausgewählte Kurzgeschichten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausgewählte deutsche Ausgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Auf Deutsch: Gesammelte Werke in 10 Bänden (Pb.), Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2003 (Neuausgabe), ISBN 3-499-23508-0.
  • Auf Deutsch: Sämtliche Gedichte : Amerikanisch/Deutsch, Rowohlt 1988, ISBN 3-499-12306-1.
Briefwechsel

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf Grundlage von Hemingway-Werken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über Hemingway[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1987 – Hemingway. Vierteiliger Fernsehfilm von Bernhard Sinkel mit Stacy Keach, Marisa Berenson, Josephine Chaplin und Pamela Reed. Golden Globe Award für Stacy Keach.
  • 1996 – In Love and War. Spielfilm mit Chris O’Donnell und Sandra Bullock – Hier werden die Jahre des Ersten Weltkrieges erzählt, in denen Hemingway verletzt wurde. Der Produzent des Films, Dimitri Villard, ist der Sohn von Henry S. Villard, einem Kameraden von Hemingway.
  • 1999 – Michael Palin's Hemingway Adventure. Vierteilige Dokumentation mit Michael Palin, der die verschiedenen Stationen von Hemingways Leben besucht und versucht, seinem Leben etwas näherzukommen.
  • 2005 – Mitten im Leben – Ernest Hemingway. (OT: Ernest Hemingway: Rivers to the Sea.) Dokumentation, Deutschland, Frankreich, 2005, 80 Min., Regie: Dewitt Sage, Produktion: arte, BR, Inhaltsangabe von arte.
  • 2005 – Der Fluch der Hemingways. Dokumentation, Deutschland, 58 Min., Buch und Regie: Clarissa Ruge und Karin Davison, Produktion: BR, Tangram, WDR, Inhaltsangabe von arte. (Enkel John Hemingway geht der Frage nach, warum sich die Hemingways so oft das Leben nahmen.)
  • 2012 – 적도의 남자 – The Equator Man. Koreanische Fernsehserie auf KBS2 mit Uhm Tae Woong, Lee Joon Hyuk, Lee Bo Young und Im Jung Eun. In der Serie werden wiederholt Zitate von Hemingway wiedergegeben. Die weibliche Hauptdarstellerin, Lee Bo Young, hat den Übernamen 헤밍씨 – Frau Heming.
  • 2012 – Hemingway & Gellhorn, Fernsehfilm mit Clive Owen und Nicole Kidman, Regie: Philip Kaufman
  • 2014 – Heming:way out, Theaterstück von Martin Kolozs über den Suizid des Nobelpreisträgers, UA 3. Mai 2014 in Innsbruck, Österreich

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Silbermedaille für Tapferkeit[32]

Kriegsverdienstkreuz (Italien)[33]

Bronze Star Medal 1947

Pulitzer-Preis 1953

Literaturnobelpreis 1954

Benennung des Asteroiden (3656) Hemingway nach ihm 1993

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Georges-Albert Astre: Hemingway. Ernest Hemingway in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten dargestellt von Georges-Albert Astre. Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 1961 (mit Ergänzungen. ebenda 1983, ISBN 3-499-50073-6).
  • Ernest Hemingway. In: Rüdiger Barth, Marc Bielefeld: Wilde Dichter. Die größten Abenteurer der Weltliteratur. Malik, München 2009, ISBN 978-3-89029-300-4, S. 227 ff.
  • Thomas Fuchs: Hemingway : ein Mann mit Stil, Hamburg : Mare-Verl., 2014, ISBN 978-3-86648-208-1
  • Ilja Ehrenburg: Die berühmten Ehrenburg-Memoiren. Menschen Jahre Leben. Band 2. Kindler, München 1965, ISBN 3-463-00512-3 (Kindler Sonderausgabe), S. 458–468 (Portrait) und 523 (Stierkampf)[34]
  • Gert Heidenreich, C. Bernd Sucher, Irina Ries: Ernest Hemingway. Eine Einführung in Leben und Werk. Argon-Verlag, Berlin 2007, ISBN 978-3-86610-397-9, 1 CD, 77 Min., Hörbuch.
  • Rolf Hochhuth: Tod eines Jägers. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1976, ISBN 3-499-25068-3.
  • Aaron E. Hotchner: Papa Hemingway. Ein persönliches Porträt. Econ-und-List-Taschenbuch-Verlag, München 1999, ISBN 3-612-26651-9.
  • Dietrich Jäger: Die Darstellung des Kampfes bei Stephen Crane, Hemingway, Faulkner und Britting. In: Paul G. Buchloh et al. (Hrsg.): Amerikanische Erzählungen von Hawthorne bis Salinger · Interpretationen. Kieler Beiträge zur Anglistik und Amerikanistik Band 6. Karl Wachholtz Verlag Neumünster 1968, S. 112–154.
  • Jobst C. Knigge: Hemingway und die Deutschen. Dr. Kovac, Hamburg 2009, ISBN 978-3-8300-4707-0 (Schriften zur Literaturgeschichte 10).
  • Kenneth S. Lynn: Hemingway. Eine Biographie. Rowohlt, Reinbek 1991, ISBN 3-499-13032-7.
  • Kurt Müller: Ernest Hemingway. Der Mensch – der Schriftsteller – das Werk. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1999, ISBN 3-534-12341-7.
  • Martina Pfeiffer: Aspekte des Grotesken im Kurzgeschichtenwerk von Ernest Hemingway. Tectum Verlag, Marburg 2005, ISBN 3-8288-8797-X.
  • Hans-Peter Rodenberg: Ernest Hemingway. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1999, ISBN 3-499-50626-2.
  • Dan Simmons: Fiesta in Havanna. Roman. Goldmann, München 2000, ISBN 3-442-54126-3 (Goldmann 54126 Manhattan), (Originaltitel The Crook Factory, 1999; romanhafte Darstellung von Hemingways U-Boot-Jagd rund um Kuba während des Zweiten Weltkriegs, greift thematisch Inseln im Strom auf).
  • Paul Hendrickson Hemingway's Boat: Everything He Loved in Life, and Lost, 1934–1961, Hardcover von Knopf Publishing Group (20. September 2011).
  • Leonardo Padura: Adios Hemingway, Kriminalroman, Unionsverlag Zürich 2006, ISBN 978-3-293-20614-4 ; Krimi um die letzten Monate von Hemingway.
  • Amanda Vaill: Hotel Florida. Wahrheit, Liebe und Verrat im Spanischen Bürgerkrieg. Aus dem Englischen von Susanne Held. Klett-Cotta, Stuttgart 2015, ISBN 978-3-60894-915-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wikisource: Ernest Hemingway – Quellen und Volltexte
 Commons: Ernest Hemingway – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Ernest Hemingway House – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Portale
Artikel

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der Brockhaus, Universal Lexikon, Band 8, Seite 3114, Leipzig, 2007.
  2. Abiturwissen Weltbild Kolleg, Literatur. Herausgegeben von Gernabb Stadler und Dr. Karl Dickopf. Weltbild Verlag, Augsburg 1997.
  3. Hans-Peter Rodenberg: Ernest Hemingway, S. 10–13.
  4. Hans-Peter Rodenberg: Ernest Hemingway, S. 150.
  5. http://hemingwayswelt.de/hemingway-wird-verwundet/
  6. http://stockpress.de/2010/08/12/wo-hemingway-knapp-dem-tode-entkam/
  7. Hans-Peter Rodenberg: Ernest Hemingway, S. 24–34.
  8. Hans-Peter Rodenberg: Ernest Hemingway, S. 24–37.
  9. Hans-Peter Rodenberg: Ernest Hemingway, S. 38 f, 150.
  10. Bernd Steinle: Der alte Mann und der Schnee (in: FAZ.net 13. März 2015)
  11. Jeffrey Meyers: Hemingway. A Biography. Macmillan, New York 1985, ISBN 978-0-333-42126-0, S. 280.
  12. Megan Floyd Desnoyers: Ernest Hemingway: A Storyteller's Legacy. John F. Kennedy Presidential Library Online Resources. Abgerufen am 2. März 2015.
  13. Thomas Putnam: Hemingway on War and Its Aftermath in: Prologue Magazine 1/2006.
  14. Hemingway am 2. Juni 1950 an Arthur Mizener.
  15. „Die Anschuldigungen wurden nun aber durch ein von der Kommune in Auftrag gegebenes Gutachten der Universität Hamburg entkräftet, die Schilderungen des Schriftstellers waren demzufolge fiktional. Die Angaben Hemingways „entsprangen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der Phantasie des alternden Dichters“, heißt es darin.“ In: APA, 26. März 2008; zit. nach Der Standard und nach Vorarlberg Online: „Schruns erhält Ernest-Hemingway-Denkmal“, 26. März 2008
    Hans-Peter Rodenberg, Universität Hamburg: „Gutachterliche Stellungnahme zum Vorwurf des Begehens von Kriegsverbrechen durch den amerikanischen Schriftsteller Ernest Hemingway“, Hamburg, 26. Oktober 2007, PDF, 5,4 MB, 9 S.
  16. NN: Ernest Hemingway: „Ich töte gerne“, Focus, Nr. 39, 2006, S. 74.
  17. Jobst C. Knigge: Hemingway's Venetian Muse Adriana Ivancich, Humboldt Universität Berlin 2011 (open access).
  18. http://stockpunkt.com/2009/07/17/vorne-cuba-hinten-hemingway/
  19. z.B.Michael Reynolds: The Young Hemingway. Oxford 1986, S. 194.
  20. z.B. Kenneth Kinnamon, Hemingway and Politics, in: The Cambridge Companion to Ernest Hemingway. Ed. Scott Donaldson. Cambridge 1996, S. 149-169.
  21. Boris Frezinskij: Pisateli i sovetskie voždi. Moskau 2008, S. 456.
  22. Elizabeth Roberts: "Freedom, Faction, Fame and Blood": British Soldiers of Conscience in Greece, Spain and Finland. Brighton/Portland/Toronto 2010, S. 130.
  23. John Earl Haynes/Harvey Klehr/Alexander Vassiliev: Spies: The Rise and Fall of the KGB in America. Yale 2009, S. 152-155.
  24. Publishing F.B.I. File on Hemingway New York Times Book Review, 11. März 1983.
  25. Allen Weinstein/Alexander Vassiliev: The Haunted Wood: Soviet Espionage in America – the Stalin Era. New York 2000, S. 273.
  26. Zum Beispiel Neel Burton, Matthias Reiss: Der Sinn des Wahnsinns. Psychische Störungen verstehen, S. 137 (online)
  27. Jeffrey Meyers: Hemingway. A Biography. New York 1985, S. 547–551.
  28. Hans-Peter Rodenberg: Ernest Hemingway, S. 12.
  29. Die Zeit, Nr. 44 vom 25. Oktober 2012, S. 13.
  30. knerger.de: Das Grab von Ernest Hemingway
  31. In der erstmals 1947 in Großbritannien von Jonathan Cage herausgegebenen Sammlung The Essential Hemingway, die später in verschiedenen Taschenbuchausgaben der Random Verlagsgruppe neu aufgelegt wurde, wird allerdings 1928 als Jahr der Erstveröffentlichung von Men Without Women genannt.
  32. Rodenberg, Hans Peter: Ernest Hemingway, Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg, 2011, S. 28
  33. Rodenberg, Hans Peter: Ernest Hemingway, Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg, 2011, S. 28
  34. Der russische Schriftsteller und Kriegsberichterstatter hatte Hemingway im Spanienkrieg getroffen und blieb mit ihm befreundet.