Ernst-August Schepmann

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Ernst-August Schepmann (* 21. Juni 1931 in Hattingen, Nordrhein-Westfalen) ist ein deutscher Schauspieler, Synchronsprecher, Hörspiel- und Hörbuchsprecher.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ernst-August Schepmann kam in Hattingen als Sohn der alteingesessenen Kaufmannsfamilie August Schepmann, Kleine-Weilstr. 2, zur Welt. Nach dem Abitur 1951 in seiner Heimatstadt am Gymnasium Waldstraße studierte er von 1951 bis 1953 an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Er hatte danach Engagements am Theater im Zimmer und am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg.

Von 1953 bis 1960 war er beim Hessischen Staatstheater Wiesbaden engagiert. Von 1960 bis 1963 und erneut von 1985 bis 1990 agierte er am Schauspiel Frankfurt. Von 1963 bis 1969 und wieder von 1979 bis 1985 spielte Schepmann am Staatsschauspiel Stuttgart sowie von 1969 bis 1979 am Staatstheater Hannover. 1990 wechselte er zum Schauspiel Köln. Schepmann, der mit vielen bedeutenden Regisseuren arbeitete, zeigte sich in zahlreichen Rollen als dominanter, intellektueller Darsteller „mit fast skurriler Grandezza“. (Werner Schulze-Reimpell).

Neben seinen Bühnenengagements arbeitet Schepmann für Film und Fernsehen, wo er unter anderem in dem sechsteiligen Fernsehkrimi Steckbriefe mitwirkte. 1987 spielte er in der sechsteiligen Mysteryserie Die Insel die durchgehende Rolle des Professor König.

Außer seiner Tätigkeit als Schauspieler ist er ein Sprecher, der schon in vielen Rundfunk-Hörspielen und Lesungen mitgewirkt hat. In der Hörbuchsparte ist er sowohl mit Lesungen für Kinder vertreten, beispielsweise Der kleine Brüllbär feiert Weihnachten von Ingrid Uebe, als auch mit Hörbüchern für Erwachsene, wie Dürrenmatts Klassiker „Die Panne“. Sein Sohn Philipp arbeitet ebenfalls als Schauspieler und Synchronsprecher.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1955: Der Hund von Baskerville
  • 1967: Ludwig-Thoma-Komödie „Moral“
  • 1967: Fernfahrer, Folge 10 Durchfahrt verboten
  • 1982: Steckbriefe, 6-teiliger Fernsehkrimi
  • 1987: Die Insel (Fernsehserie, 6 Folgen)
  • 1993: Shiva und die Galgenblume. Der letzte Film des dritten Reiches (unvollendeter Film von 1945)

Hörspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1972: „Die Geister, die er rief“
  • 1980: „Der Frauenarzt von Bischofsbrück“,
  • 1987: „Disneys Gummi-Bären im Einsatz“,
  • 1999: Ken Follett: Die Säulen der Erde – Regie: Leonhard Koppelmann (Hörspiel (9 Teile) – WDR)
  • 2001: „Die Meute der Mórrigan“
  • 2003: Albrecht Behmel: Ist das Ihr Fahrrad, Mr. O'Brien? – Eine Hörspielcollage aus der Welt der Wissenschaft und des Suffs – Regie: Nikolai von Koslowski (Hörspiel – SR)
  • 2004: Bodo Traber: Das Kreuz auf dem Erlenberg – Regie: Thomas Leutzbach (Hörspiel – WDR)
  • 2005: „Kristus“
  • 2005: Karlheinz Koinegg: Ritter Artus und die Ritter der Tafelrunde (Parusias) – Regie: Angeli Backhausen (Kinderhörspiel (6 Teile) – WDR)
  • 2006: „Die dunkle Seite der Liebe“
  • 2007: „Nicht mein Bein“
  • 2013: Karlheinz Koinegg: Robin, der Reimer – Regie: Angeli Backhausen (WDR)
  • 2013: Dunja Arnaszus: Wir fallen nicht (Maxwell) – Regie: Dunja Arnaszus (Hörspiel – DLF)
  • 2013: Judith Ruyters: Die Räuberschule – Regie: Thomas Werner (Kinderhörspiel (3 Teile) – WDR)
  • seit 2011: „Noob und Nerd“ als Herr Braunschweig täglich auf 1LIVE

Hörbuch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1981: Nikolai Wassiljewitsch Gogol: Der Mantel (Hörcassette), Sprecher: Ernst-August Schepmann
  • 1987: Ephraim Kishon: Paradies zu vermieten (Hörcassette), Sprecher: Ernst-August Schepmann
  • 1997: Joan Aiken: Das letzte Stück vom Regenbogen, Sprecher: Ernst-August Schepmann
  • 2004: Die Große HörBibel, Lutherbibel, (80 CDs), gelesen von über 70 Sprechern mit verteilten Rollen.
  • 2005: Joseph Ratzinger (Benedikt XVI.): Salz der Erde. Sprecher: Ernst-August Schepmann, Philipp Schepmann.
  • 2006: 15 ausgewählte Werke der Weltliteratur (30 CDs):
  • 2007: Weltumsegler: Auf den Spuren Magellans
  • 2008: Komm, freu dich mit mir: Die Bibel für Kinder erzählt
  • 2009: Gilbert Keith Chesterton: Das Paradies der Diebe

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2011: Synchronsprecher für diverse Sounds der neue Attraktion "Maus au Chocolat" im Phantasialand
  • 2012: Aufnahme von Sagen und Dichtung aus Hattingen für die Steinzeitausstellung des Heimatvereins Hattingen-Ruhr im "Bügeleisenhaus"

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Werner Schulze-Reimpell: Schepmann, Ernst August. In: Manfred Brauneck, Wolfgang Beck (Hg.): Theaterlexikon 2. Schauspieler und Regisseure, Bühnenleiter, Dramaturgen und Bühnenbildner. Rowohlts Enzyklopädie im Rowohlt Taschenbuch Verlag. Reinbek bei Hamburg, August 2007, ISBN 978 3 499 55650 0, S. 637

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]