Ernst-Wolfgang Böckenförde

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Ernst-Wolfgang Böckenförde (* 19. September 1930 in Kassel) ist ein deutscher Staats- und Verwaltungsrechtler sowie Rechtsphilosoph. Von 1983 bis 1996 war er Richter am Bundesverfassungsgericht. Böckenförde zählt zur Ritter-Schule.

Ernst-Wolfgang Böckenförde (1989)

Leben[Bearbeiten]

Böckenförde kam als dritter Sohn des Forstmeisters Josef Böckenförde und seiner Ehefrau Gertrud zur Welt. Von seinen sieben Geschwistern wurden zwei einer größeren Öffentlichkeit bekannt: der Jurist und Theologe Werner Böckenförde, Domkapitular von Limburg, und der Jurist Christoph Böckenförde. Ernst-Wolfgang Böckenförde besuchte das Wilhelmsgymnasium Kassel, das er 1949 abschloss. Anschließend studierte er Rechtswissenschaften und Geschichte an den Universitäten Münster und München. In Münster wurde er Mitglied der katholischen Studentenverbindung Hansea-Halle zu Münster im KV. 1953 legte er das erste juristische Staatsexamen ab und wurde 1956 bei Hans Julius Wolff (Münster) mit der Arbeit Gesetz und gesetzgebende Gewalt. Von den Anfängen der deutschen Staatsrechtslehre bis zur Höhe des staatsrechtlichen Positivismus zum Dr. jur. promoviert. 1960 folgte bei Franz Schnabel in München die historische Promotion zum Dr. phil. mit der Arbeit Die verfassungsgeschichtliche Forschung im 19. Jahrhundert. Zeitgebundene Fragestellungen und Leitbilder.

Neben die akademischen Lehrer im engeren Sinn, Wolff und Schnabel, traten in der intellektuellen Entwicklung Böckenfördes zwei weitere prägende Figuren: der Philosoph Joachim Ritter (1903-1974) und der Staatsrechtler Carl Schmitt (1888-1985). Böckenförde nahm seit Mitte der 1950er Jahre an Ritters Collegium Philosophicum[1] in Münster teil und steuerte später mehrere Artikel zu dem von Ritter herausgegebenen Historischen Wörterbuch der Philosophie bei. Der Hegelianismus Ritters (nicht sein Aristotelismus!) ist in Böckenfördes Werk unverkennbar. Carl Schmitt begegnete Böckenförde erstmals im Jahr 1953 und der Kontakt blieb bestehen bis zum Tode Schmitts. Böckenförde fungierte als Redakteur der Schriften Schmitts und gab sich eindeutig als Mitglied der Schmitt-Schule zu erkennen (z.B. durch die regelmäßige Teilnahme an den von Ernst Forsthoff organisierten Zusammenkünften in Kloster Ebrach in den 1950er und 60er Jahren). Er gilt als wichtiger „Nachkriegsschüler“ Schmitts, der für dessen „liberale Rezeption“ in der Bundesrepublik gesorgt habe[2]. (Dazu Christoph Möllers: „Diese Feststellung ist auch auf den zweiten Blick richtig, nur lässt sie, weil Schmitts zuverlässigste intellektuelle Konstante sein Antiliberalismus war, das meiste offen.“[3])

Der bekennende Katholik Böckenförde wurde einer größeren Öffentlichkeit durch kritische innerkatholische Debattenbeiträge bekannt, noch ehe er eine Professur erlangte. 1957 erschien in der Zeitschrift Hochland sein Aufsatz Das Ethos der modernen Demokratie und die Kirche, in dem er für die vorbehaltlose Anerkennung der Demokratie als Staatsform durch die Katholische Kirche eintrat. 1960/61 engagierte er sich gemeinsam mit Robert Spaemann gegen Thesen Pater Gustav Gundlachs SJ, der den atomaren Verteidigungskrieg für sittlich gerechtfertigt erklärt hatte. 1961 schließlich erschien Böckenfördes berühmter Hochland-Aufsatz Der deutsche Katholizismus im Jahr 1933. Eine kritische Betrachtung; der Text führte zu einer heftigen Kontroverse, durch die die Erforschung der katholischen Zeitgeschichte vorangebracht wurde, insbesondere in der 1962 gegründeten Kommission für Zeitgeschichte.[4] Einen gewissen Abschluss dieser Phase bildete Böckenfördes publizistischer Einsatz für die Erklärung der Religionsfreiheit auf dem Zweiten Vatikanischen Konzil. Die schließlich verabschiedete Erklärung „De libertate religiosa“ (1965) bezeichnete er mit einer Formulierung Isensees als „kopernikanische Wende“ der kirchlichen Lehre.[5]

Zu Beginn der 1960er Jahre gründete Böckenförde gemeinsam mit Roman Schnur die Zeitschrift „Der Staat. Zeitschrift für Staatslehre, Öffentliches Recht und Verfassungsgeschichte“, deren erstes Heft im Jahr 1962 erschien. Böckenförde und Schnur hatten Werner Weber, Hans Julius Wolff und Gerhard Oestreich als Herausgeber gewonnen. Die neue Zeitschrift war als Konkurrenz und Ergänzung zum „Archiv des öffentlichen Rechts“ gedacht und verfolgte, anders als das dogmatisch ausgerichtete „Archiv“, einen betont interdisziplinären Ansatz: neben den Juristen fanden Politologen, Historiker und Philosophen in der Zeitschrift ihr Forum, Bezugspunkt war der Staat als solcher. Hinter den konkurrierenden Zeitschriften waren allerdings auch die konkurrierenden „Schulen“ der Staatsrechtslehre in der frühen Bundesrepublik erkennbar: die Smend-Schule hinter dem „Archiv“ und die Schmitt-Schule hinter dem „Staat“.[6] Böckenförde ist bis heute Mitherausgeber der Zeitschrift.

1964 habilitierte sich Böckenförde in Münster mit der Arbeit Die Organisationsgewalt im Bereich der Regierung. Eine Untersuchung zum Staatsrecht der Bundesrepublik Deutschland. Es folgten Professuren für Öffentliches Recht, Verfassungs- und Rechtsgeschichte sowie Rechtsphilosophie an den Universitäten Heidelberg (1964-1969), Bielefeld (1969-1977) und Freiburg im Breisgau (1977-1995, Emeritierung). Bei Böckenförde habilitierten sich Adalbert Podlech, Rolf Grawert, Rainer Wahl, Bernhard Schlink, Albert Janssen, Joachim Wieland, Christoph Enders und Johannes Masing.[7]

Böckenfördes wissenschaftliche Reputation beruhte neben den akademischen Qualifikationsarbeiten auf einer Reihe wichtiger Aufsätze der 1960er und 70er Jahre, die er in Aufsatzbänden sammelte und beständig einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machte[8]. Hervorzuheben sind: Lorenz von Stein als Theoretiker der Bewegung von Staat und Gesellschaft zum Sozialstaat (1963), Der deutsche Typ der konstitutionellen Monarchie im 19. Jahrhundert (1967), Die Entstehung des Staates als Vorgang der Säkularisation (1967, hier das vieldiskutierte Böckenförde-Diktum), Entstehung und Wandel des Rechtsstaatsbegriffs (1969), Die Bedeutung der Unterscheidung von Staat und Gesellschaft im demokratischen Sozialstaat der Gegenwart (1972), Grundrechtstheorie und Grundrechtsinterpretation (1974), Der Staat als sittlicher Staat (1978). In den 1980er Jahren war eine Konzentration auf das Thema Demokratie erkennbar, kulminierend in dem großen Handbuchbeitrag Demokratie als Verfassungsprinzip (1987)[9].

Weiterhin blieb Böckenförde neben seiner akademischen Arbeit politisch-gesellschaftlich aktiv. Sein Engagement im Katholizismus setzte er fort, etwa im Bensberger Kreis bei der Ausarbeitung der Polen-Denkschrift (1968) oder im Zentralkomitee der deutschen Katholiken. 1967 trat Böckenförde der SPD bei. 1969 wurde er in den rechtspolitischen Ausschuss beim Parteivorstand berufen. Von 1971 bis 1976 gehörte er der Enquête-Kommission Verfassungsreform des Deutschen Bundestages an. Die Wahl Böckenfördes zum Bundesverfassungsrichter im Jahr 1983 erfolgte auf Vorschlag der SPD.[10]

Böckenförde wurde am 7. Oktober 1983 vom Bundesrat in den zweiten Senat des Bundesverfassungsgerichts gewählt und gehörte dem Gericht vom 20. Dezember 1983 bis zum 3. Mai 1996 an. Er folgte Joachim Rottmann, ihm folgte Winfried Hassemer. Böckenförde war der erste bekennende Schmittianer, „für den der ‚Schulbann‘ aufgehoben wurde“ (Wilhelm Hennis)[11], was sicher damit zu erklären ist, dass Böckenförde nicht nur Schmittianer, sondern auch Katholik und Sozialdemokrat ist. Während seiner gesamten Amtszeit war er als Berichterstatter für Asylrechtsfragen zuständig[12]. In Erinnerung bleibt er mit insgesamt 11 Sondervoten[13] als einer der „großen Dissenter“[14] in der Geschichte des Bundesverfassungsgerichts, wobei zwei abweichende Meinungen hervorzuheben sind: zum Parteispenden-Urteil (1986) und zum Vermögenssteuer-Urteil (1995); in beiden Fällen folgte der Senat später Böckenfördes Ansicht. Nachhaltigen Einfluss auf die Rechtsprechung seines Senates gewann er durch die Verankerung seiner Demokratietheorie („Legitimationskettentheorie“) in einer Reihe von Urteilen[15]. Das Verfahren zum Schwangerschaftsabbruch 1992/93 brachte ihn in die öffentliche Kritik, weil er zeitweise der Juristenvereinigung Lebensrecht e.V. angehört hatte; der Senat prüfte auf Antrag Böckenfördes seine Befangenheit und erklärte ihn für nicht befangen; das Urteil vom 28. Mai 1993 trug er im Wesentlichen mit[16].

Nach seinem Ausscheiden aus dem Bundesverfassungsgericht 1996 blieb Böckenförde in öffentlichen Debatten präsent: Unter dem Titel Juristenausbildung - auf dem Weg ins Abseits? hielt er 1996 einen Vortrag, der den Impuls zum sogenannten Ladenburger Manifest zur Reform der Juristenausbildung setzte[17]. Nachdem die katholische Kirche 1998/99 entschieden hatte, aus dem staatlichen System der Schwangerschaftskonfliktberatung (Schein) auszusteigen, gründeten Laien den bürgerlichen Verein Donum vitae; Böckenförde gehörte zu den Gründungsmitgliedern und ist bis heute Mitglied im Kuratorium der Donum-vitae-Stiftung[18]. In der Bioethik-Debatte der Jahre 2000 bis 2002 wandte sich Böckenförde gegen Tendenzen, die Menschenwürde-Garantie des Grundgesetzes zu relativieren, besonders dezidiert in Auseinandersetzung mit Matthias Herdegen[19]. Anknüpfend an seine lebenslange Beschäftigung mit dem Themenfeld säkularisierter Staat und Religionsfreiheit sprach er sich entschieden gegen ein generelles Kopftuchverbot in der Schule aus[20]. In seiner Rede Europa und die Türkei. Die europäische Union am Scheideweg? anlässlich der Verleihung des Hannah-Arendt-Preises (2004) wandte er sich gegen einen EU-Beitritt der Türkei[21].

Seit 1977 ist Böckenförde korrespondierendes Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste[22] und seit 1989 korrespondierendes Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.

Ehrungen[Bearbeiten]

Papst Johannes Paul II. ernannte ihn am 26. August 1999 zum Komtur des Päpstlichen Ritterordens des heiligen Gregors des Großen.[23] Die Ehrendoktorwürde verliehen ihm die katholisch-theologischen Fakultäten der Ruhr-Universität Bochum und der Eberhard Karls Universität Tübingen (2005), die Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität Bielefeld, die Universität Basel sowie die Westfälische Wilhelms-Universität in Münster.

Am 10. Mai 2003 erhielt er die Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg. Im Jahr 2004 wurde ihm der Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken verliehen.[24] Am 18. Oktober 2009 verlieh ihm der KV im Rahmen eines Festakts auf dem Hambacher Schloss in Neustadt an der Weinstraße die Georg-von-Hertling-Medaille. Böckenförde wurde der Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa für 2012 durch die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt, zugesprochen.

Werke[Bearbeiten]

  • Gesetz und gesetzgebende Gewalt. Von den Anfängen der deutschen Staatsrechtslehre bis zur Höhe des staatsrechtlichen Positivismus. Berlin: Duncker & Humblot, 1958 (= Schriften zum Öffentlichen Recht, 1). [jur. Diss.], 2., erg. Aufl. 1981. ISBN 978-3-428-04898-4
  • Die deutsche verfassungsgeschichtliche Forschung im 19. Jahrhundert. Zeitgebundene Fragestellungen und Leitbilder. Berlin: Duncker & Humblot, 1961 (= Schriften zur Verfassungsgeschichte, 1) [phil. Diss.], 2. Aufl. 1995. ISBN 978-3-428-08589-7
  • Die Organisationsgewalt im Bereich der Regierung. Eine Untersuchung zum Staatsrecht der Bundesrepublik Deutschland. Berlin: Duncker & Humblot, 1964 (Habilitationsschrift, Münster/Westf.), 2. Aufl. 1998. ISBN 978-3-428-02477-3
  • Die Rechtsauffassung im kommunistischen Staat. München: Kösel, 1967
  • (Hrsg.:) Moderne deutsche Verfassungsgeschichte (1815–1918). Köln: Kiepenheuer & Witsch, 1972
  • Kirchlicher Auftrag und politische Entscheidung. Freiburg i.Br.: Rombach, 1973
  • Die verfassungstheoretische Unterscheidung von Staat und Gesellschaft als Bedingung der individuellen Freiheit. Opladen: Westdeutscher Verlag, 1973
  • Organ, Organschaft, Juristische Person. Kritische Überlegungen zu den Grundbegriffen und der Konstruktionsbasis des staatlichen Organisationsrechts, in: Christian-Friedrich Menger (Hg.): Fortschritte des Verwaltungsrechts. Festschrift für Hans J. Wolff zum 75. Geburtstag. München: Beck, 1973, S. 269–305.
  • Verfassungsfragen der Richterwahl. Dargestellt anhand der Gesetzesentwürfe zur Einführung der Richterwahl in Nordrhein-Westfalen. Berlin: Duncker & Humblot, 1974 (= Schriften zum Öffentlichen Recht, Band 250). 2. Auflage 1998. ISBN 978-3-428-03217-4
  • Staat, Gesellschaft, Freiheit. Studien zur Staatstheorie und zum Verfassungsrecht. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1976 (= stw 163)
  • (Hrsg.:) Staat und Gesellschaft. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 1976 (= Wege der Forschung, Band 471)
  • Der Staat als sittlicher Staat. Berlin: Duncker & Humblot, 1978, ISBN 978-3-428-04254-8
  • (Hrsg.:) Extremisten und öffentlicher Dienst. Rechtslage und Praxis des Zugangs zum und der Entlassung aus dem öffentlichen Dienst in Westeuropa, USA, Jugoslawien und der EG. Baden-Baden: Nomos, 1981
  • (Hrsg.:) Soziale Grundrechte. Heidelberg: Müller, 1981
  • Staat, Gesellschaft, Kirche. Freiburg: Herder, 1982
  • (Hrsg.:) Staatsrecht und Staatslehre im Dritten Reich. Heidelberg: Müller, 1985
  • Die verfassunggebende Gewalt des Volkes. Ein Grenzbegriff des Verfassungsrechts. Frankfurt: Metzner, 1986
  • (Mit-Hrsg.:) Menschenrechte und Menschenwürde. Historische Voraussetzungen – säkulare Gestalt – christliches Verständnis. Stuttgart: Klett-Cotta 1987
  • Recht, Staat, Freiheit. Studien zur Rechtsphilosophie, Staatstheorie und Verfassungsgeschichte. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1991 (= stw 914). 4., erw. Ausgabe 2006. ISBN 978-3-518-28514-5
  • Staat, Verfassung, Demokratie. Studien zur Verfassungstheorie und zum Verfassungsrecht. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1991 (= stw 953)
  • Welchen Weg geht Europa? München: Carl-Friedrich-von-Siemens-Stiftung, 1997 (= Vorträge, Band 65)
  • Staat, Nation, Europa. Studien zur Staatslehre, Verfassungstheorie und Rechtsphilosophie. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1999 (= stw 1419). 2. Auflage 2000. ISBN 978-3-518-29019-4
  • Vom Wandel des Menschenbildes im Recht. Münster: Rhema 2001 (Gerda Henkel Vorlesungen). ISBN 978-3-930454-29-7
  • Geschichte der Rechts- und Staatsphilosophie – Antike und Mittelalter, Tübingen: Mohr Siebeck, 2002. 2., überarb. u. erw. Aufl. 2006. ISBN 978-3-16-149165-8
  • Grundrechte in Deutschland und Europa. Reden zur Ehrenpromotion in Münster (mit David Edward und Erich Schumann). Münster: Lit, 2002. ISBN 978-3-8258-6215-2
  • Sicherheit und Selbsterhaltung vor Gerechtigkeit. Der Paradigmenwechsel und Uebergang von einer naturrechtlichen zur positiv-rechtlichen Grundlegung des Rechtssystems bei Thomas Hobbes. Basel: Schwabe 2004. ISBN 978-3-7965-2110-2
  • Kirche und christlicher Glaube in den Herausforderungen der Zeit. Beiträge zur politisch-theologischen Verfassungsgeschichte 1957–2002. Münster: Lit, 2004. 2., veränd. Aufl. 2007. ISBN 978-3-8258-6604-4
  • Der säkularisierte Staat. Sein Charakter, seine Rechtfertigung und seine Probleme im 21. Jahrhundert. Themenband 86 der Carl Friedrich von Siemens Stiftung. München, Carl Friedrich von Siemens Stiftung, 2007. ISBN 978-3-938593-06-6.
  • Vom Ethos der Juristen Berlin: Duncker & Humblot, 2010. ISBN 978-3-428-13317-8

Literatur[Bearbeiten]

  • Christoph Enders / Johannes Masing (Hgg.): Freiheit des Subjekts und Organisation von Herrschaft. Symposium zu Ehren von Ernst-Wolfgang Böckenförde anlässlich seines 75. Geburtstages (Der Staat, Beiheft 17). Berlin: Duncker & Humblot, 2006. ISBN 978-3-428-12277-6
  • Rolf Grawert (Hg.): Offene Staatlichkeit: Festschrift für Ernst-Wolfgang Böckenförde zum 65. Geburtstag. Berlin: Duncker & Humblot, 1995. ISBN 3-428-08398-9.
  • Der Rektor der Ruhr-Universität Bochum in Verbindung mit der Evangelisch-Theologischen Fakultät (Hg.): Ehrenpromotion zum Dr. theol. Ernst-Wolfgang Böckenförde: Eine Dokumentation des Festaktes vom 12. Mai 1999. Bochum: Pressestelle der Ruhr-Universität, 1999.
  • Norbert Manterfeld: Die Grenzen der Verfassung: Möglichkeiten limitierender Verfassungstheorie des Grundgesetzes am Beispiel E.-W. Böckenfördes (Univ.-Diss. Heidelberg 1999). Berlin: Duncker & Humblot, 2000. ISBN 3-428-09940-0.
  • Reinhard Mehring: Zu den neu gesammelten Schriften und Studien Ernst-Wolfgang Böckenfördes. In: Archiv des öffentlichen Rechts 117 (1992), S. 449-473.
  • Robert Chr. van Ooyen: "Staatliche Volksdemokratie." Implikationen der Schmitt-Rezeption bei Ernst-Wolfgang Böckenförde. In: Ders.: Politik und Verfassung. Wiesbaden: VS-Verlag, 2006, S. 64-76.
  • Rainer Wahl / Joachim Wieland (Hgg.): Das Recht des Menschen in der Welt. Kolloquium aus Anlass des 70. Geburtstages von Ernst-Wolfgang Böckenförde. Berlin: Duncker & Humblot, 2002. ISBN 978-3-428-10841-1
  • Reinhard Mehring: Carl Schmitt. Aufstieg und Fall. Eine Biographie. München: C.H. Beck, 2009. ISBN 978-3-406-59224-9
  • Reinhard Mehring / Martin Otto (Hrsg.): Voraussetzungen und Garantien des Staates. Ernst-Wolfgang Böckenfördes Staatsverständnis. Baden-Baden: Nomos, 2014. ISBN 978-3-8487-1636-4
  • Hermann-Josef Große Kracht / Klaus Große Kracht (Hrsg.): Religion - Recht - Republik. Studien zu Ernst-Wolfgang Böckenförde. Paderborn: Schöningh, 2014. ISBN 978-35067-66113

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ernst-Wolfgang Böckenförde – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Jens Hacke: Philosophie der Bürgerlichkeit. Die liberaldemokratische Begründung der Bundesrepublik, Göttingen 2006, S. 35-45.
  2. Reinhard Mehring: Zu den neu gesammelten Schriften und Studien Ernst-Wolfgang Böckenfördes, in: Archiv des öffentlichen Rechts 117 (1992), S. 449-473, hier: S. 450.
  3. Christoph Möllers: Römischer Konziliarismus und politische Reform. Ernst-Wolfgang Böckenförde zum 80. Geburtstag, in: Zeitschrift für Ideengeschichte 2010, S. 107-114, hier: S.109.
  4. Mark Edward Ruff: Katholische Kirche im Dritten Reich. Kritik und Kritiker in der Adenauer-Ära, in: zur debatte. Themen der katholischen Akademie in Bayern Heft 1 (2013), S. 39-41.
  5. Alle erwähnten Texte abgedruckt in: Ernst-Wolfgang Böckenförde: Kirche und christlicher Glaube in den Herausforderungen der Zeit. Beiträge zur politisch-theologischen Verfassungsgeschichte 1957-2006, Berlin 2007; Zitat Isensee, S. 195.
  6. Stefan Korioth: Wider das Zerreden des Staates. Ernst-Wolfgang Böckenförde und das Entstehen der Zeitschrift "Der Staat", in: Reinhard Mehring/Martin Otto (Hg.): Voraussetzungen und Garantien des Staates. Ernst-Wolfgang Böckenfördes Staatsverständnis, Baden-Baden 2014, S. 30-45; Michael Stolleis: Geschichte des öffentlichen Rechts in Deutschland. Vierter Band 1945-1990, München 2012, S. 492 f.
  7. Ernst-Wolfgang Böckenförde/Dieter Gosewinkel: Biografisches Interview, in: Ernst-Wolfgang Böckenförde: Wissenschaft, Politik, Verfassungsgericht, Berlin 2011, S. 424.
  8. Ernst-Wolfgang Böckenförde: Recht, Staat, Freiheit. Erweiterte Ausgabe, Frankfurt/M. 2006 und ders.: Staat, Verfassung, Demokratie. Studien zur Verfassungstheorie und zum Verfassungsrecht, Frankfurt/M. 1992. In diesen Bänden alle erwähnten Aufsätze außer "Der Staat als sittlicher Staat", der als Separatdruck erschien.
  9. Ernst-Wolfgang Böckenförde: Demokratie als Verfassungsprinzip, in: Josef Isensee/Paul Kirchhof: Handbuch des Staatsrechts der Bundesrepublik Deutschland, Band 1, Heidelberg 1987, S. 887-950.
  10. Ernst-Wolfgang Böckenförde/Dieter Gosewinkel: Biografisches Interview mit Ernst-Wolfgang Böckenförde, in: Ernst-Wolfgang Böckenförde: Wissenschaft, Politik, Verfassungsgericht, Berlin 2011, S. 305-486, hier: 405-410.
  11. Wilhelm Hennis: Integration durch Verfassung? Rudolf Smend und die Zugänge zum Verfassungsproblem nach 50 Jahren unter dem Grundgesetz, in: Wilhelm Hennis: Regieren im modernen Staat. Politikwissenschaftliche Abhandlungen I, S. 353-380, hier: S. 356.
  12. Ernst-Wolfgang Böckenförde/Dieter Gosewinkel: Biografisches Interview, in: Ernst-Wolfgang Böckenförde: Wissenschaft, Politik, Verfassungsgericht, Berlin 2011, S. 451-454. Zentrale Entscheidungen: BVerfGE 74, 51 (Nachfluchttatbestände), BVerfGE 76, 143 (Ahmadiyya), BVerfGE 80, 315 (Tamilen).
  13. BVerfGE 67, 1 (21) (Emeritierungsalter, mit Helmut Steinberger), BVerfGE 69, 1 (57) (Kriegsdienstverweigerung, mit Ernst Gottfried Mahrenholz), BVerfGE 70, 324 (380) (Haushaltskontrolle der Nachrichtendienste), BVerfGE 73, 40 (103) (Parteispenden III), BVerfGE 82, 30 (40) (Richterausschluss, mit Hans Hugo Klein), BVerfGE 87, 68 (90) (Richterwahlausschüsse, mit Karin Graßhof und Paul Kirchhof), BVerfGE 88, 203 (359) (Schwangerschaftsabbruch II), BVerfGE 90, 286 (390) (Out-of-Area-Einsätze, mit Konrad Kruis), BVerfGE 93, 121 (149) (Vermögenssteuer), BVerfGE 94, 115 (163) (sichere Herkunftsstaaten), BVerfGE 94, 166 (223) (Flughafenverfahren, mit Jutta Limbach und Bertold Sommer).
  14. So Christoph Schönberger: Der Indian Summer eines liberalen Etatisten. Ernst-Wolfgang Böckenförde als Verfassungsrichter, in: Hermann-Josef Große Kracht/Klaus Große Kracht: Religion, Recht, Republik. Studien zu Ernst-Wolfgang Böckenförde, Paderborn 2014, S. 121-136, hier: S. 131.
  15. Christoph Schönberger: Der Indian Summer eines Liberalen Etatisten. Ernst-Wolfgang Böckenförde als Verfassungsrichter, in: Hermann-Josef Große Kracht/Klaus Große Kracht: Religion, Recht, Republik. Studien zu Ernst-Wolfgang Böckenförde, Paderborn 2014, S. 121-136, hier: 133 f. Zentrale Urteile: BVerfGE 83, 37 (Ausländerwahlrecht I), BVerfGE 83, 60 (Ausländerwahlrecht II), BVerfGE 89, 155 (Maastricht), BVerfGE 93, 37 (Mitbestimmungsgesetz Schleswig-Holstein).
  16. BVerfGE 88, 203; Böckenfördes Sondervotum bezog sich auf den Ausschluss von Krankenversicherungsleistungen: dies hielt er weder für verboten noch für geboten, sondern dem Gesetzgeber freigestellt.
  17. Ernst-Wolfgang Böckenförde: Juristenausbildung - auf dem Weg ins Abseits?, in: Juristenzeitung 52 (1997), S. 317-326; das "Ladenburger Manifest" in: Neue Juristische Wochenschrift 1997, S. 2935.
  18. Ernst-Wolfgang Böckenförde: Wissenschaft, Politik, Verfassungsgericht, Berlin 2011, S. 450.
  19. Ernst-Wolfgang Böckenförde: Die Würde des Menschen war unantastbar. Zur Neukommentierung der Menschenwürdegarantie des Grundgesetzes, in: Ernst-Wolfgang Böckenförde: Recht, Staat, Freiheit. Erweiterte Ausgabe, Frankfurt/M. 2006, S. 379-388.
  20. Ernst-Wolfgang Böckenförde: Der säkularisierte Staat. Sein Charakter, seine Rechtfertigung und seine Probleme im 21. Jahrhundert, München 2006, S. 32-34.
  21. Ernst-Wolfgang Böckenförde: Europa und die Türkei, in: Ernst-Wolfgang Böckenförde: Wissenschaft, Politik, Verfassungsgericht, Berlin 2011, S. 281-298.
  22. AWK: Korrespondierende Mitglieder
  23. AAS 92 (2000), n. 8, p. 652.
  24. Pressemitteilung zur Preisverleihung