Ernst Carstanjen

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Ernst Carstanjen (* 2. Juli 1836 in Duisburg; † 13. Juli 1884 in Leipzig) war ein deutscher Chemiker.

Werdegang und berufliches Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Carstanjen entstammte einer Familie, die durch die Rheinschifffahrt zwischen Rotterdam und Duisburg im 18. Jahrhundert zu Wohlstand gelangte. Ernst Carstanjen ermöglichte dem Familienunternehmen Fa. Carl & Wilhelm Carstanjen in den 1850er-Jahren den Strukturwandel.[1]

Nach dem Gymnasium begann er 1854 zunächst Bergwissenschaften an der Universität Bonn zu studieren und setzte dieses Studium nach einem zweijährigen praktischen Kurs in Essen an der Bergakademie Freiberg fort. In Bonn schloss er sich dem Corps Hansea und in Freiberg dem Corps Franconia an.[2][3]

Danach konzentrierte er sich auf die Chemie.[4] Er promovierte 1861 in Berlin über Kobalt-Ammoniak-Verbindungen und wurde daraufhin Assistent von Franz Leopold Sonnenschein.[4] 1868 habilitierte er sich als Dozent der Chemie an der Universität Leipzig und widmete sich danach vor allem der organischen Chemie. Er lehrte in Leipzig bis zu seinem Tod, seit 1873 als außerordentlicher Professor.

In seinen wissenschaftlichen Veröffentlichungen beschäftigte sich Carstanjen unter anderem mit dem Thallium, den Chinonen und knallsauren Verbindungen.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vgl. Volker Gedrath: Vergessene Traditionen der Sozialpädagogik. Weinheim; Basel; Berlin: Beltz 2003. S. 196.
  2. Kösener Corpslisten 1930, 11, 118
  3. Hans-Ulrich Textor: Major-General William August Kobbé. In: Einst und Jetzt. Jahrbuch des Vereins für corpsstudentische Geschichtsforschung e.V. 55 (2010), S. 167.
  4. a b c Die Todtenschau des Jahres 1884. Chemiker-Zeitung, 1885, Jahrgang IX, Nr. 2 (PDF; 4,8 MB) S. 21.